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Die Aktie der Airbus Group N.V. (ISIN: NL0000235190) hat seit Anfang September um über 5% zulegen können.

Gestern meldete der Flugzeughersteller gleich drei Aufträge aus Vietnam. Firmenchef Fabrice Brégier war als Mitglied einer Wirtschaftsdelegation im Schlepptau des französischen Präsidenten François Hollande zu Gast in dem südostasiatischen Land.


Aufträge im Gesamtwert von rund 6,47 Mrd. US-Dollar

Der zweitägige Besuch von CEO Brégier in Vietnam hat sich jedenfalls voll und ganz gelohnt. Airbus konnte sich mit der Fluglinie VietJet, bekannt wegen ihrer "Bikini-Stewardessen", auf die Lieferung von zehn A321ceo und zehn A321neo einigen. Alle Maschinen zusammengenommen haben einen aktuellen Listenwert von rund 2,41 Mrd. USD. Somit stehen allein von VietJet nach dem neuerlichen Auftrag insgesamt 54 A320 und 65 A321 auf dem Bestellzettel.

Neben VietJet unterschrieb zudem die Jetstar Pacific Airlines einen Vertrag zur Lieferung von zehn A320ceo mit einem Wert laut Liste von insgesamt 980 Mio. USD. Die Fluggesellschaft erweitert damit seine Flotte von bisher 12 geleasten Flugzeugen aus der A320-Familie.

Der dritte Deal im Bunde wurde mit Vietnam Airlines, die im Übrigen eine 70-prozentige Beteiligung an Jetstar Pacific Airlines hält, angebahnt. Airbus und Vietnam Airlines unterschrieben ein sogenanntes MOU (Memorandum of Understanding). Darin wurde festgehalten, dass die vietnamesische Airline zehn A350-900 im Wert von 3,08 Mrd. USD bestellen wird.


Gewinnt Aktie nach Bruchlandung wieder an Höhe?

Ein Blick auf den Jahreschart der Airbus-Aktie verrät, in welche Richtung das Papier an der Börse in den vergangenen zehn Monaten geflogen ist. Seit Ende November, als der Kurs noch in Höhen bei 68, EUR stand, vollzog sich in der Folge ein deutlicher Kurseinbruch.

In einem ersten Schwung stürzte die Aktie bis Februar dieses Jahres bis auf ein Kursniveau von 51 EUR ab. In gut zweieinhalb Monaten verlor das Papier somit -25%. Es folgte bis März dann eine kurze und relativ steile Erholung. Bis auf 60 EUR ging es binnen weniger Wochen hinauf.

Doch die Erholung stellte sich als wenig nachhaltig heraus. Ende März schon ging es wieder deutlich abwärts. Bis Anfang Juli rutschte der Kurs auf 48,43 EUR. Das heißt, in einem Zeitraum von nur acht Monaten verlor Airbus mehr als -29% seines Börsenwerts.

Die Triebwerkprobleme mit dem Bundeswehr-Transportflieger A400M spiegelten sich quasi im Kursverlauf der Aktie wider. In diesem Zusammenhang wurde Anfang August bekannt, dass das Verteidigungsministerium für die verspätete Lieferung des vierten A400M nochmals einen Schadenersatz in Höhe von 12,7 Mio. EUR einfordern will. Zuvor sollen bereits für die zweite und dritte Maschine zusammen 13 Mio. EUR an Schadenersatz vereinbart worden sein.

Trotz alledem ging es seit dem Tief Anfang Juli mit der Aktie wieder Stück für Stück aufwärts. Etwas holprig im August, doch im September schnurren die Triebwerke wieder so, wie es sein muss. Vom Tief bei 48,43 EUR ging es um immer hin +12,66% bis auf aktuell 54,56 EUR wieder in die Höhe. Ob der Flug ohne Turbulenzen weiter geht, wird man abwarten müssen. So war Airbus zuletzt wegen Ermittlungen seitens der britischen Korruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) erneut negativ in die Schlagzeilen geraten.

 

Airbus Group N.V.
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Mit Material von Airbus Group N.V.

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