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Die Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) hatte im Dezember letzten Jahres ihre Erstnotierung von der Börse Johannesburg nach Frankfurt verlegt und hat bereits jetzt sein Ziel damit erreicht.

Am 7. Dezember 2015 notierte die Aktie der Poco-Mutter mit dem ersten Kurs bei 5 EUR. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch Ende März bei 5,78 EUR steht das Papier aktuell bei 5,43 EUR und ist damit +8,6% im Plus. 


Mehr Aufmerksamkeit von Investoren durch Börsenwechsel hat Erfolg

Das damals erklärte Ziel des Börsenwechsels war es, dem Steinhoff-Konzern bei Investoren mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Und dies – so kann man nach nur sechs Monaten schon konstatieren – ist dem Unternehmen ohne Frage in kürzester Zeit gelungen.

Im März, also bereits wenige Monate nach dem Wechsel an die Frankfurter Börse, stieg Steinhoff in den MDAX auf. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 19 Mrd. EUR war das auf kurz oder lang sicherlich keine große Überraschung. Dennoch bedeutete diese Entscheidung der Deutschen Börse für das Erreichen des Ziels, mehr Investoren für das Unternehmen zu interessieren, einen riesigen Schritt nach vorne.  

Abzulesen ist dies ganz einfach am monatlichen Handelsvolumen. Dieses stieg im Xetra von rund 6,74 Mio. Aktien im Dezember zunächst moderat auf 9,19 Mio. im Januar. Im Februar schoss das Volumen dann auf 46,83 Mio. gehandelte Aktien. Der März war mit einem Handelsvolumen von 84,11 Mio. Aktien bisher stärkster Handelsmonat. Der Aufstieg in den MDAX ließ das Interesse an dem Papier deutlich ansteigen. Gleichzeitig mit diesem deutlichen Anstieg beim Volumen stieg dann auch der Kurs, so dass am 31. März auch das bisherige Hoch bei 5,78 EUR erreicht werden konnte.


Umsatz und Ergebnis steigen nach neun Monaten deutlich

Neben dem Aufstieg in den MDAX und der so gewonnenen Aufmerksamkeit unter Anlegern konnte Steinhoff jedoch auch mit den 9-Monatszahlen, die im Mai vorgelegt wurden, fundamental Positives vermelden.

Der Umsatz stieg von 6,83 Mrd. EUR (9M 2014/2015) um +45,39% auf nunmehr 9,93 Mrd. EUR an. Stärkstes Segment war nach wie vor der Bereich „Haushaltswaren“, zu denen auch das Geschäft des deutschen Möbel-Discounters Poco zählt. Hier legte der Umsatz von 5,78 Mrd. EUR (9M 2014/2015) um +11,25% auf 6,43 Mrd. EUR zu. Geografisch war das europäische Geschäft hervorzuheben: Hier setzte der Konzern 4,96 Mrd. EUR um, +15,62% mehr als im Vorjahreszeitraum (9M 2014/2015).  

Auf Ergebnisseite verbesserte Steinhoff den operativen Gewinn von 748 Mio. EUR auf 1,09 Mrd. EUR. Das ist eine Steigerung von +45,72%. Gleichzeitig mit Bekanntgabe der 9-Monatszahlen bestätigte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr 2015/2016, das Ende Juni endet.


Steinhoff wird bei geplanten Übernahmen gleich zweimal ausgestochen

Weniger glücklich verliefen derweil zwei avisierte Übernahmen: Zum einen wollte man das britische Einzelhandelsunternehmen Home Retail übernehmen, wurde hier aber vom britischen Handelskonzern Sainsbury überboten.

Darüber hinaus musste man sich beim Übernahmepoker des britischen Elektrogroßhändlers Darty geschlagen geben. Zunächst hatte Steinhoff man den Aktionären von Darty 125 Pence je Aktie angeboten. Dann trat jedoch die französische Handelskette Fnac als Bieter auf. Dies war der Beginn eines Schlagabtauschs war die Folge.

Bis zu einem Preis von 160 Pence je Aktie zog Steinhoff mit, was einer Offerte von rund 847 Mio. Britische Pfund entspricht. Nachdem Fnac zuletzt jedoch 170 Pence je Aktie bot und entschied man bei Steinhoff, sich aus dem Übernahmewettstreit zurückzuziehen.

 


Chart: Steinhoff International Holdings N.V. | Powered by GOYAX.de

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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