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Statt der von Analysten erwarteten 156 Mio. EUR konnte der Flughafenbetreiber Fraport AG (ISIN: DE0005773303) im ersten Quartal nur ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 145,6 Mio. EUR vorweisen. Das Ebitda ging damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,9% zurück.


Spürbare Krisen in Russland und der Türkei

Belastend wirkten Tarifvereinbarungen, Investitionen des Unternehmens am Flughafen in Frankfurt am Main sowie geringere Einnahmen bei Flughafenbeteiligungen in St. Petersburg und Antalya. Somit bekommt der Konzern die Rezession in Russland und die ausbleibenden Touristen in der Türkei zu spüren. Aufgrund zahlreicher Anschläge durch Terroristen des IS und kurdischer Rebellen ging die Zahl der Urlauber in der Türkei deutlich zurück.

Die Krisen in beiden Ländern und die gesamte geopolitische Lage könnten sich auch weiterhin auf die Zahlen des Unternehmens auswirken. Fraport behält seine Prognose für 2016 jedoch bei. Das operative Ergebnis soll von 848,8 Mio. EUR in 2015 auf bis zu 880 Mio. EUR ansteigen.


Mehr Umsatz in Frankfurt und an ausländischen Flughäfen

Von Januar bis März stieg der Umsatz aber dennoch um 2,6% und somit um 14,7 Mio. EUR auf 572,5 Mio. EUR an. Niedrigere Zinsen und geringere Verluste durch Währungseffekte ließen das Minus beim Finanzergebnis von -56,4 Mio. EUR auf -42,5 Mio. EUR zurückgehen. Unterm Strich stand ein um 42,5% gesteigertes Ergebnis von 15,1 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 45,5% auf 0,16 EUR.

Am Hauptstandort Frankfurt konnte man eine um 3,3% auf 13 Mio. angestiegene Passagieranzahl verbuchen. Gleichzeitig sanken jedoch die Erlöse pro Passagier von 3,93 EUR auf 3,62 EUR. Verantwortlich für den Rückgang ist der starke Schweizer Franken im Vorjahr und die durch niedrige Währungskurse geringere Kaufkraft russischer und chinesischer Passagiere in diesem Jahr.

Für einen Ausgleich der Einbußen in St. Petersburg und Antalya konnten zudem die gestiegenen Umsätze an den Flughäfen in Ljubljana, Varna, Burgas, Xi´an, Hannover und Lima sorgen.

Quelle: Fraport AG

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