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Der MDAX legte im zurückliegenden Jahr 2015 +22,67% zu und beendete es mit 20.774 Punkten. Damit schnitt er deutlich besser als der DAX (+9,56%) ab. Die beste Performance lieferte dabei Ströer SE mit über +130%.

Der Spezialist für Online- und Außenwerbung stieß dabei durch den Aufstieg vom SDAX in den MDAX im Dezember die Rheinmetall AG kurz vor Jahresende noch vom Performance-Thron. Insgesamt schafften es 21 der 50 Unternehmen die MDAX-Performance zu schlagen, 14 Unternehmen erreichten dabei eine Performance jenseits der +40%.

Lediglich neun Unternehmen beendeten das Jahr im Minus. Schlecht verlief das Jahr vor allem für die Automobilzulieferer Leoni AG und ElringKlinger AG. Aber auch das Modeunternehmen Hugo Boss AG gehörte mit einer Performance von mehr als -24% zu den großen Verlierern.


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Best-Index-Performer: Aktie von Ströer in 2015 mit deutlichem Abstand an der Spitze  

Die Ströer SE (ISIN: DE0007493991) wurde am 21. Dezember des abgelaufenen Jahres in den MDAX aufgenommen und schaffte es mit seiner Jahres-Performance von +136,35% direkt auf Platz eins. Zuvor war das Kölner Unternehmen im SDAX notiert.

Ganz sicher gehörte Ströer in 2015 zu den Lieblingen deutscher Anleger. In 2014 ging die Aktie noch mit 24,50 EUR aus dem Handel, ehe sie in 2015 ihre Rally startete, die den Kurs im weiteren Verlauf bis November sogar auf ein neues Allzeithoch bei 64,49 EUR brachte. In der Spitze wies das Papier von Ströer somit ein Kursplus von 163,22% auf. In den letzten Wochen des Jahres setzte dann noch einmal eine Korrektur ein, so dass die Aktie das Jahr 2015 mit einem Kurs von 57,90 EUR abschloss. Ströer machte vor allem durch die Übernahme des T-Online-Portals von sich reden. Mit weiteren Akquisitionen hat sich das zuvor primär auf Außenwerbung fokussierte Unternehmen mit seiner Strategie, zukünftig auch im digitalen Sektor Fuß zu fassen, gut positioniert. Auch für 2016 sind die Aussichten weiterhin auf Wachstum eingestellt. Analysten sehen dabei nahezu einheitlich Kursziele von 70 EUR.  

Ströer stibitzte durch den Aufstieg in den MDAX der Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009) auf der Zielgeraden soeben noch den Spitzenplatz. Das Düsseldorfer Rüstungsunternehmen kam auf eine Performance von +69,51% und verwies damit den Bielefelder Hightech-Maschinenhersteller DMG Mori AG (ISIN: DE0005878003), deren Aktie auf Jahressicht ein Kursplus von 62,04% erreichte, auf Platz drei. Dahinter reihten sich Gerresheimer AG (ISIN: DE000A0LD6E6) mit +60,60% und Südzucker AG (ISIN: DE0007297004) mit +53,28% ein.

Aber auch für die Airbus Group SE (ISIN: NL0000235190) lief das Jahr 2015 sehr ordentlich. Die Aktionäre des Flugzeugherstellers durften sich über eine Performance von 52,68% freuen. Auf den Rängen sieben bis zehn landeten CTS Eventim AG & Co. KGaA (ISIN: DE0005470306) mit +49,96%, Stada Arzneimittel AG (ISIN: DE0007251803) mit +47,88% und die KION Group AG (ISIN: DE000KGX8881) mit +45,01%.

 


Worst-Index-Performer: Leoni und Hugo Boss stürzen nach gutem Start ab

Es ist tut schon weh, wenn man zu den Unternehmen gehört, die in 2015 im MDAX negativ performt haben. Denn es waren lediglich neun.

Doch besonders schlecht lief es für den Nürnberger Automobilzulieferer Leoni AG (ISIN: DE0005408884). Die Aktie des Spezialisten für Drähte, Kabel und Bordnetz-Systeme musste im vergangenen Jahr einen Verlust von -26,22% hinnehmen. Während die Aktie im ersten Halbjahr noch von rund 49 EUR auf knapp 63 EUR anstieg, sorgten Dieselgate und insbesondere die Gewinnwarnung im Oktober in der zweiten Hälfte für einen stark negativen Verlauf.

Auch bei der Hugo Boss AG (ISIN: DE000A1PHFF7) sah es bis April noch recht gut aus. Die Aktie stieg von 102 EUR auf 120 EUR und stand zwischenzeitlich mit mehr als 17% im Plus. Doch auch beim Metzinger Modehersteller war es das zweite Halbjahr, das vornehmlich für den Kurssturz verantwortlich war. Mit einer Gewinnwarnung und mit schlechten Q3-Zahlen rauschte der Kurs bis Ende Dezember auf 76,60 EUR, was für 2015 unterm Strich ein Minus von -24,68% bedeutete.

Die weiteren Verliererränge nahmen ElringKlinger AG (ISIN: DE0007856023) mit einem Kursverlust von -18,39%, Wacker Chemie AG (ISIN: DE000WCH8881) mit -14,86% und die Aareal Bank AG (ISIN: DE0005408116) mit -12,47% ein.

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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