LAIQON AG setzt ihren Wachstumskurs fort und hat im ersten Halbjahr 2026 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) auf 11,0 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 57 Prozent beziehungsweise 4 Milliarden Euro. Auch gegenüber dem Jahresende 2025 legte das verwaltete Vermögen organisch um rund 1 Milliarde Euro beziehungsweise zehn Prozent zu.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass sich neben dem klassischen Asset Management inzwischen auch das Digitalgeschäft zu einem bedeutenden Wachstumstreiber entwickelt.
Asset Management bleibt größte Ertragssäule
Mit 8,22 Milliarden Euro entfällt weiterhin der Großteil der verwalteten Vermögen auf das Segment Asset Management. Neben der Übernahme des MainFirst-Portfolios mit einem Volumen von 2,1 Milliarden Euro konnte LAIQON hier zusätzlich rund 1,41 Milliarden Euro organisches Netto-Wachstum erzielen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass der Wegfall eines institutionellen Großmandats über rund 620 Millionen Euro aus dem vierten Quartal 2025 vollständig kompensiert werden konnte. Das spricht für eine breite Kundenbasis und eine hohe Vertriebsdynamik.
Digital Wealth entwickelt sich zum Wachstumsmotor
Besonders dynamisch verlief die Entwicklung im Segment Digital Wealth. Die verwalteten Vermögen stiegen innerhalb eines Jahres von 660 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro und haben sich damit nahezu verdoppelt.
Allein im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich das Volumen um rund 465 Millionen Euro, womit das Segment erstmals rund 45 Prozent des gesamten Konzernwachstums beisteuerte.
Den größten Beitrag lieferte dabei die KI-basierte Vermögensplattform LAIC, insbesondere das White-Label-Geschäft. Die verwalteten Vermögen in diesem Bereich wuchsen gegenüber Ende 2025 von 270 Millionen auf rund 600 Millionen Euro. Auch die LAIC AI-Fonds sowie die digitale Vermögensverwaltung growney konnten ihre Mittelzuflüsse deutlich beschleunigen.
Für Anleger zeigt sich damit, dass LAIQON zunehmend von digitalen und skalierbaren Geschäftsmodellen profitiert.
Wealth Management wird neu aufgestellt
Im klassischen Wealth Management gingen die verwalteten Vermögen leicht auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Hintergrund sind jedoch keine Marktverluste, sondern eine bewusste Bereinigung der Kundenstruktur.
Parallel hat LAIQON den Beraterstamm im Juli deutlich ausgebaut. Das Management erwartet deshalb bereits im zweiten Halbjahr wieder spürbare Nettozuflüsse in diesem Geschäftsbereich.
Plattformstrategie gewinnt an Dynamik
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass sich die Plattformstrategie zunehmend auszahlt. Während das klassische Asset Management weiterhin die größte Umsatzbasis bildet, entwickelt sich das Digitalgeschäft zum zweiten starken Wachstumspfeiler.
Insbesondere White-Label-Lösungen für Banken und Finanzvertriebe gelten als hoch skalierbar und dürften künftig einen immer größeren Anteil zum Wachstum beitragen.
AuM-Ziel von 12 Milliarden Euro rückt näher
Mit bereits 11 Milliarden Euro Assets under Management nach sechs Monaten sieht sich das Management auf Kurs, das ausgegebene Ziel von 12 Milliarden Euro bis Ende 2026 zu erreichen.
Parallel arbeitet LAIQON an einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm. Ziel ist eine Cost-Income-Ratio von 70 Prozent bis 2027, wodurch die Profitabilität trotz des starken Wachstums weiter steigen soll.
Spannend wird nun der 12. August, wenn das Unternehmen erste Zahlen zu Umsatz und operativem EBITDA veröffentlicht. Der vollständige Halbjahresbericht folgt Ende August und dürfte weiteren Aufschluss darüber geben, wie stark sich das AuM-Wachstum bereits in steigenden Erträgen niederschlägt.















