Geberit trotzt Bau-Flaute: Sanitär-Champion wächst 2025 deutlich schneller als der Markt

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Geberit hat 2025 in einem weiterhin schwachen Bau- und Renovierungsumfeld für eine positive Überraschung gesorgt. Währungsbereinigt legte der Nettoumsatz um 4,8 % zu – und damit deutlich stärker als der Markt. In Schweizer Franken entspricht das einem Plus von 2,5 % auf CHF 3’163 Mio.

Angesichts hoher Zinsen, verhaltener Neubautätigkeit und Zurückhaltung im Wohnungsbau ist diese Entwicklung alles andere als selbstverständlich. Geberit zeigt einmal mehr, warum der Konzern als Qualitätsadresse unter den europäischen Bauzulieferern gilt: starke Marktstellung im Premium-Sanitärbereich, hohe Preissetzungsmacht und ein geschäftsmodelltypisch hoher Anteil an Renovierung und Ersatzinvestitionen.

EBITDA-Marge knapp unter 29,5 % – hohes Niveau, aber etwas Druck auf die Spitze

Bei der Profitabilität signalisiert das Management für 2025 eine EBITDA-Marge leicht unter 29,5 %. Damit bewegt sich Geberit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn die ganz großen Rekordmargen etwas außer Reichweite zu geraten scheinen.

Belastungsfaktoren bleiben:

  • Kosteninflation bei Löhnen und Energie,

  • anhaltend anspruchsvolles Bauumfeld,

  • teilweise intensiver Wettbewerb in preissensiblen Segmenten.

Auf der anderen Seite bleiben strukturelle Stärken intakt: hohe Effizienz in Produktion und Logistik, starke Marke bei Installateuren und Planern und ein klarer Fokus auf Systeme statt Einzelkomponenten. Für langfristig orientierte Anleger bleibt Geberit damit ein klassischer „Qualitätszykliker“ – mit Zyklik über den Bauzyklus, aber gut abgefedert durch Pricing-Power und Renovierungsanteil.

Relevanz für Anleger: Defensive Wachstumsstory im Bausektor

Für die Geberit-Aktie sind die Eckdaten des Trading-Updates ein wichtiges Signal:

  • Wachstum über Marktniveau zeigt, dass der Konzern Marktanteile halten oder ausbauen kann.

  • Die EBITDA-Marge knapp unter 29,5 % unterstreicht, dass Geberit auch in schwierigeren Jahren hochprofitabel arbeitet.

Im Vergleich zu vielen anderen Bau- und Installationswerten wirkt Geberit damit weiter wie die defensive Variante im Sektor:

  • weniger abhängig vom volatilen Neubau,

  • stark im Renovierungs- und Modernisierungsmarkt,

  • global gut diversifiziert.

Für Anleger, die bereits investiert sind, bestätigt das Update vor allem eines: Die Investment-These – Qualität, hohe Margen, solide Marktposition – steht. Neueinsteiger werden insbesondere darauf schauen, wie stark diese Qualität im Kurs bereits eingepreist ist und ob schwächere Marktphasen Einstiegschancen bieten.

Ausblick: 12. März wird zur nächsten Nagelprobe

Der komplette Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2025 soll am 12. März 2026 vorliegen. Dann werden Details zur Ergebnisrechnung, zum Cashflow, zur regionalen Entwicklung und – besonders spannend – zur Kapitalallokation (Investitionen, mögliche Ausschüttungspolitik, etwaige Rückkaufprogramme) sichtbar.

Bis dahin steht fest: Geberit hat 2025 geliefert, was man von einem Premiumwert im Bau- und Sanitärsektor erwarten darf – wachstumsstärker als der Markt, hochprofitabel, aber nicht ganz immun gegen das schwierige Umfeld. Ob daraus eine echte Kursfantasie entsteht, entscheidet sich im März, wenn die Bücher vollständig geöffnet werden.

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