Freiverkehr | AURELIUS Aktie interessant? Office Depot Exit und Neuengagements geben Phantasie. Und HanseYachts…

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Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A0JK2A8) lieferte zufriedenstellende Quartalszahlen und zuletzt konnte auch grösserer Exit konnte gemeldet werden.Durch den Last-Exit bei Office Depot, die zuvor zerlegt in 5 Teilschritten länderweise und dann am 16.08. mit dem attraktiven, fokussierten „Onlinegeschäft“ als wohl dickster Brocken veräussert werden konnte, bestätigte man erstmals dieses Jahr auch die Ankündigung „mehrerer anstehender Exits“ aus dem Vorjahr. Und natürlich fällt in diesem Zusammenhang direkt wieder der Name HanseYachts AG (ISIN: DE000A0KF6M8) ein, die nach schwierigen Coronazeiten jetzt wohl wieder interessanter für potentielle Käufer werden sollten. Dazu kommt der seit Jahren bereits kommunizierte „Reifegrad“ der Aureliusbeteiligung, der einen Verkauf als anstehend definiert.

Ob es wirklich zu grösseren Exits noch kommen wird, ist natürlich im Schatten der immer noch immanenten Corona-Wirkungen schwierig einzuschätzen. Das Unternehmen selber sprach noch am 05.07. von „(…)Bis zum Ende des Jahres werden wir sehr wahrscheinlich auch mehrere kleine Exits sehen.“ (Matthias Täubl, CEO der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA anlässlich der Übernahme der Norsk Hydro Tochter , die zukünftig unter „Remi Claeys Aluminium“ firmeiren wird)

Aktienkurs

Auch der Aktienkurs hat sich von den Novembertiefs 2020 bei gut 11,00 EUR wieder erholt und scheint Kraft zu sammeln für einen „Angriff“ auf die 30,00 EUR Marke. Hierbei würden natürlich ein, zwei weitere Exits helfen. Die Gerüchte und Diskussionen um angebliche „Buchhaltungskniffe“ oder „Überbewertungen der Aktie“ „Manipulationen“ scheinen ebenfalls zum Schweigen gekommen zu sein. Und bisher gab es keine letztendlichen Beweise für die Vorwürfe, die in den letzten Jahren in „schöner Regelmässigkeit“ die Aktie zurückwarfen.

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Die durch die Steinhoff, Wirecard und Grenke Diskussionen aufgescheuchten Wirtschaftsprüfer sollten im eigenen Interesse also auch bei Aurelius gerade die Bilanzpositionen besonders prüfen und gegebenenfalls kommentieren, die in der Vergangenheit zu Kritik Anlass gaben. So könnten die „Skandale“ der letzten Jahre möglicherweise den Aktionären ein grösseres Vertrauen in die Bilanzierung des Münchener Carve-Out Spezialisten geben. Dazu die Transparenzintiative des Unternehmens, die zumindest die „Erfolgsbeteiligungen“ des Managements transparenter macht und die Bilanzen aussagekräftiger machen soll.

Gute Nachrichtenlage

Die letzten Meldungen aus München waren dazu angetan, die Erwartungen in die zukünftigen Chancen für die Aurelius zu steigern. Insbesondere nutzt Aurelius um grössere Investitionen zu stemmen die Finanzierungskraft über Co-Investments mit dem Fonds AURELIUS European Opportunities IV. So wurden im ersten Halbjahr folgende Zukäufe getätigt:

Als erste Plattform wurde Ende Mai 2021 die HÜPPE GmbH, ein führender europäischer Anbieter für Badezimmerausstattung, übernommen. Anfang Juli 2021 folgte die Bekanntgabe des Kaufs der belgischen Norsk Hydro Precision von der Norsk Hydro-Gruppe. Das Unternehmen ist ein international führender Lieferant von geschweißten Aluminiumrohren für industrielle Produkte, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HVAC) sowie die Automobilindustrie.

Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden und ist daher noch nicht in den vorgelegten Halbjahreszahlen enthalten. Im Rahmen von Add-on-Akquisitionen hat die Conaxess Trade-Gruppe die schwedische Movement Group erworben. Des Weiteren hat sich der Berliner Gerüstbauer BPG Building Partners Group mit der GSB Gerüstbau verstärkt. Zudem wurde AutoRestore als Schwestergesellschaft der britischen Rivus Fleet Solutions übernommen. Alle drei Add-on-Akquisitionen wurden Ende März 2021 abgeschlossen. Im Rahmen des neu aufgelegten Co-Investmentprogramms wurden die Käufe des europäischen Consumer Battery-Geschäfts (heute: Advanced Power Solutions) von Panasonic sowie der britischen SSE Contracting Limited, einem führenden Contracting-Unternehmen für Dienstleistungen in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, erfolgreich abgeschlossen.

NAV plus 14 % zum 30.06.2021 – Zahlen operativ gut, Exits fehlten für mehr

Das bereits gute operative EBITDA des ersten Quartals konnte im zweiten Quartal nochmals übertroffen werden und im ersten Halbjahr somit in Summe ein operatives EBITDA von 122,4 Mio. EUR erzielt werden (+63 % gegenüber 75,3 Mio. EUR in H1 2020). Die Konzernunternehmen entwickeln sich, trotz der Einschränkungen durch die anhaltende Corona-Pandemie, in Summe erfreulich. Besonders die im Geschäftsjahr 2020 neu erworbenen Konzernunternehmen Zentia, GKN Wheels & Structures, Nedis und Distrelec sowie die bestehenden Portfoliounternehmen VAG und Rivus Fleet Solutions trugen zu diesem starken operativen Ergebnis bei.

EBITDA fehlen die Exits, die Zuschreibungen ermöglichen

Das EBITDA des Gesamtkonzerns lag mit 124,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert in Höhe von 258 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind die gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich niedrigeren Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) in Höhe von 0,6 Mio. EUR (H1 2020: 145,0 Mio. EUR). Für die Neuausrichtung der Konzernunternehmen fielen 36,5 Mio. EUR Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen an, 18 % weniger als im Vergleichszeitraum (H1 2020: 44,4 Mio. EUR). Aus dem Verkauf von Unternehmen wurden Erträge in Höhe von 37,6 Mio. EUR (H1 2020: 82,1 Mio. EUR) erzielt. Dieser Betrag enthält unter anderem den bereits im ersten Quartal 2021 vollzogenen Verkauf von Office Depot Italien.

Net Asset Value plus 14 % gegenüber Geschäftsjahresende 2020

Die erfreuliche operative Entwicklung spiegelt sich auch in einem Anstieg des Net Asset Value auf einen Gesamtwert von 1.145,0 Mio. EUR wider, was einer Steigerung von 14 % gegenüber dem Geschäftsjahresende 2020 (1.002,5 Mio. EUR) entspricht. Der Net Asset Value je Aktie erreichte entsprechend 38,46 EUR (31. Dezember 2020: 33,67 EUR). Die liquiden Mittel lagen zum 30. Juni 2021 bei 272,1 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 422,9 Mio. EUR) und die Eigenkapitalquote bei 23,1 % (31. Dezember 2020: 21,3 %).

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Optimismus bei Vorlage der Halbjahreszahlen am 12.08.2021

„Der erfolgreiche Jahresstart setzt sich für uns auch in diesem Quartal weiter fort. Wir konnten einige unserer Akquisitionsvorhaben bereits erfolgreich umsetzen und unser Portfolio damit um vielversprechende Neuerwerbe erweitern. Zudem freuen wir uns über die sehr gute operative Entwicklung unserer Portfoliounternehmen. Wie wir erwartet hatten, bringt das Jahr 2021 eine Reihe an interessanten Investitionsgelegenheiten mit sich, für die wir durch unsere stabile finanzielle und operative Ausgangslage bestens aufgestellt sind. Ich blicke sehr optimistisch auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021“, so Matthias Täubl, CEO der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA.

Aktuell (2308.2021 /12:00 Uhr) notieren die Aktien der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA im Xetra-Handel (-0,08 EUR / -0,29 %) bei 27,36 EUR.


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