Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (ISIN: DE0005201602) hat vorläufige Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 veröffentlicht. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes blieb das Ergebnis stabil, während die Umsatzerlöse unter den Vorjahreswerten lagen.
Umsatzrückgang, stabile Profitabilität
In den ersten neun Monaten 2025 erzielte der Konzern Umsatzerlöse von 119,4 Mio. Euro (9M 2024: 133,9 Mio. Euro). Das EBIT erreichte 5,6 Mio. Euro (9M 2024: 7,6 Mio. Euro) und das EBITDA 12,0 Mio. Euro (9M 2024: 14,1 Mio. Euro).
Im dritten Quartal gelang es dem Unternehmen, das operative Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau zu halten. Die EBIT-Marge und die Rohertragsqualität verbesserten sich signifikant – ein Ergebnis strikter Kostenkontrolle und konsequentem Margenmanagement.
Oliver Schwegmann, CEO der Berentzen-Gruppe:
„Nach einem schwierigen ersten Halbjahr haben wir im dritten Quartal ein stabiles EBIT erwirtschaftet. Trotz rückläufiger Nachfrage bleibt die Berentzen-Gruppe profitabel und fokussiert auf nachhaltiges, margenschonendes Wachstum.“
Rückgänge bei Spirituosen und alkoholfreien Getränken
Der Umsatzrückgang resultiert vor allem aus:
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schwächerer Verbrauchernachfrage nach alkoholischen Getränken,
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fehlender Erholung der Konsumstimmung im zweiten Halbjahr,
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sowie den Wegfall von Umsätzen durch den Verkauf des Mineralbrunnenbetriebs Grüneberg im Oktober 2024.
Bereinigt um diesen Verkauf und weitere Portfolioeffekte wäre der Umsatzrückgang deutlich geringer ausgefallen. Positiv entwickelte sich die Marke Mio Mio, die im bisherigen Jahresverlauf ein Umsatzplus von 8 % verzeichnete.
Schwegmann: „Mio Mio bleibt ein Wachstumstreiber. 2026 planen wir weitere Innovationen und den Ausbau des Dosenangebots.“
Umsatzprognose gesenkt – EBIT-Erwartung bestätigt
Aufgrund der Marktentwicklung passt die Berentzen-Gruppe ihre Umsatzprognose für 2025 an und rechnet nun mit 165,0 bis 169,0 Mio. Euro (bisher oberhalb dieser Spanne).
Die Ergebniserwartung bleibt unverändert:
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EBIT: 8,0 – 9,5 Mio. Euro
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EBITDA: 16,9 – 18,4 Mio. Euro
Schwegmann ergänzt:
„Wir erwarten auch im vierten Quartal ein EBIT auf Vorjahresniveau. Der Nachfragerückgang wirkt sich vor allem auf die Umsätze, nicht aber auf die Ertragskraft aus.“
Strategischer Ausblick
Für die kommenden Jahre kündigt die Berentzen-Gruppe eine Aktualisierung ihrer strategischen Leitlinien an.
Der Fokus soll künftig stärker auf innovative Produktkategorien, neue Absatzmärkte und Vertriebskanäle gelegt werden.
Schwegmann abschließend:
„Der Getränkemarkt verändert sich. Besonders im Bereich alkoholischer Getränke sind neue Impulse gefragt – wir sehen darin erhebliche Wachstumschancen, die wir aktiv erschließen werden.“














