Adler Group Aktie – KPMG-Forensik Bericht. Freispruch? Schuldspruch? Der Bericht im Einzelnen…

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Adler Group Aktie, KPMG Forensik Bericht.

Adler Group Aktie sprang nach Veröffentlcihung des KPMG-Forensik-Berichts erstmal bis „knapp unter 14,00 EUR“ hoch, um dann im weiteren Handel bei einem nur noch gut 5%-igen Plus bei 12, 27 EUR zu landen. Unsicherheit, was der KPMG-Bericht nun wirklich belegt, bestätigt und wo durchaus noch Schwächen sind.

Wenn der Forensik Bericht allgemein als Freispruch erster Klasser für die Adler Group SA  (ISIN: LU1250154413) Verantwortlichen von den Viceroy-Vorwürfen aufgefasst würde, hätte der Kurs höher liegen müssen. Also nicht der Freispruch erster Klasse, den der Adler-Verwaltungsratsvorsitzender Prof. Dr. A. Stefan Kirsten in einer Presseerklärung am Freitag Morgen 07:44 Uhr folgendermassen erläutert:

„Meine persönliche Ansicht zur Gesamtbewertung des Berichts ist eindeutig: Es gab unbotmäßigen versuchten Einfluss in Anzahl und Tiefe durch Dritte, aber von einer systematischen und umfassenden Bereicherung zulasten anderer Stakeholder kann meines Erachtens überhaupt keine Rede sein. Betrug und Täuschung gab es nicht. Finanzielle Korrekturen, wo im Bericht gefunden und aufgeführt, werden korrigiert. Sie sind aber immateriell und daher für die Stakeholder irrelevant. Materiell, in der Sache und im Ton halte ich die Viceroy-Vorwürfe für vollkommen überzogen und daher für nicht haltbar.“

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Es muss etwas geändert werden, aber es gab keinen systematischen Betrug! So der Verwaltungsratspräsident. Ob das für die Adler Group Aktie reicht?

Für Prof. Dr. A. Stefan  Kirsten ist das Thema Viceroy damit erledigt, wie er gegenüber Medien und Analysten erklärte. „Aber im Rahmen der Untersuchung wurden diverse Schwachpunkte aufgedeckt, die ein für ein börsennotiertes Unternehmen mangelndes Verständnis von guter Corporate Governance offensichtlich gemacht haben. Wir werden nun fristgerecht unseren Jahres- und Konzernabschluss 2021 vorlegen und sodann ein umfassendes Programm „Listen – Learn – Lead“ aufsetzen, um die erkannten Schwachstellen in Struktur und Prozess zu beseitigen. Wir streben dazu eine Präsentation Mitte Mai an, zusammen mit der Einladung für die Hauptversammlung am 29. Juni 2022; denn unsere Aktionäre sollen die relevanten Maßnahmen beschließen.“

Nur Gerresheimer Deal sei umstritten zwischen KPMG und Adler Group – Rest sei eher philosophischer Art – „akademisch“.

Wichtig war es Kirsten zudem, darauf hinzuweisen, dass „die Erkenntnisse aus der Sonderuntersuchung uns nicht in unserer Fähigkeit beschneiden werden, weiter unsere Verbindlichkeiten wie geplant zu bedienen, noch werden sie zu einer Verletzung der Anleihebedingungen führen.“ Kirsten ging bei seinen Ausführungen ausdrücklich auf einen „offenen Dissens“ mit KPMG ein – bezüglich der sogenannten Gerresheimer Transaktion. Hätte man alle Forderungen aus Einzeltransaktionen, so KPMG, hier vollständig angepasst, hätte es im 3. Quartal 2019 eine Überschreitung des Loan-to-Value für dieses eine Quartal gegeben, und das nur auf der Ebene einer Tochtergesellschaft. „Der Rest ist eine sehr theoretische, ja fast akademische Analyse ohne rechtliche oder faktische Relevanz für die heutige Adler Gruppe“, fügte Kirsten hinzu.

Also Business as usual. Keine wesentlichen Bilanzwirkungen. Fehler ja, aber korrigierbar. Kein systematisches Fehlverhalten – so die Offiziellen der Adler Group

So ganz überzeugt scheint der Markt davon nicht. Anleger sollten DEN GESAMTEN BERICHT der Forensiker von KPMG betrachten und selber die Bedeutung des festgestellten fehlverhaltens einordnen. Und dann daraus eine Meinung zu den Chancen und Risiken der Adler Group Aktie entwickeln. Anders als bei Wirecard, als der KPMG-Bericht klare Beweise für ein breitangelegetes Betrugssystem über Jahre und systematisch lieferte, gab es bei Adler Group einzelne – berechtigte – Kritikpunkte Viceroy’s die bestätigt wurden, andere wurden widerlegt oder es wurden keine Beweise dafür gefunden. Sehr oft findet sich bei KPMG der Hinweis auf verspätet oder gar nicht zur verfügung gestellte Unterlagen. Un dpassenderweise wurden 100 tuasende von E-Mails als vertraulich und „geschützt“ eingestuft udn so gar nicht erst an KPMG weitergegeben. Hier der

KPMG Bericht über die Sonderuntersuchung vom 21.04.2022 – 137 Seiten Wirtschaftskrimi. Ob mit Happy End für die Adler Group Aktie wird sich zeigen.

Vorab soviel: Viele Vorwürfe Viceroy’s über nicht nachvollziehbare Bewertungsansätze, „Mauscheleien“ bei den diversne Übernahmen von Consus, Adler Real Estate und „mit Aktien“ der ADO Properties SA bezahlt – der heutigen Adler Group SA, „Geschäften“ mit kontrollierenden „Privatpersonen“, nicht nachvollziehbaren Eigentumsverhältnissen einzelner Geschäftspartner, „nicht marktgerechte Kaufpreise“ „unter Freunden“ – werden wohl viel Wahrheit enthalten haben. Zumindest legen die von KPMG zitierten Tranaktionen, involvierten Parteien und oft willkürlich angestezten Preissetzungen oder „zugerufenen Beraterverträge“ sehr viel „Vermischung“ nahe. Auch wenn letztendlich eine Vielzahl von Hinweisen „da sind“ letztendlich fehlen den Forensikern von KPMG letztendlich die letzten Beweise – auch möglicherweise „nicht vorgelegten Unterlagen“ oder nicht zur Verfügung gestelltem E-Mailverkehr.

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Gerresheimer Deal war mit einem 50% Aufschlag auf marktübliche Preise nach Ansicht KPMG’s nicht nachvollziehbar

Und das dadurch möglicherweise „Gewinne“ fabriziert worden sind, die so einige Verschuldungsgrenzen in Anleihebedingungen verletzt hätten, ist für KPMG bewiesen – zumindest für einen Zeitpunkt im Q3/2019. Die ansonsten sehr vorsichtig formulierenden Fornesiker von KPMG bleiben offensichtlich in dem Punkt Gerresheimer hart. Ansosnten entsteht oft der Eindruck , dass wegen fehlender Unterlagen, „geheimen“ Emails  oder nicht gegebener Informationen seitens der Adler-Verantwortlichen oder Personen „im Dunstkreis“ wichtiger Akteure, oft der letztendliche Beweis oder Beleg fehlt für eine klare Beurteilung. Oft finden sich die Worte: „keien Hinweise“, „konnte nicht widerlegt werden“ oder andere Aussagen, die einen Freispruch mangels klarer Beweise suggerieren, nicht aufgrund erwiesener Unschuld.

Aber: Mangels Beweisen reicht im deutschen Rechtssystem aus – die „interessanten Kaufpreis“ und „Aktienpreisgestaltungen“, ohne die eigentlcih selbstverständlichen Gutachten, Bewertungen bei Geschäften dieser Grössenordnung haben definitv GESCHMACK, aber hier muss man dem Verwaltungsratspräsidenten der Adler Group zustimmen. Auch wenn er nur Verbesserungsbedarf sieht, erscheint es dem Leser des KPMG-reports so, als ob Corporate Governance ein Fremdwort in der alten Adler Real Estate Gruppe war.

Sofern die „alten Strukturen“ wirklich durch eine funktionsfähige Corporate Governance, klare Complianceregeln wirklich keinen Einfluss mehr haben auf die Adler Group, dann könnte….

Aber der Verwaltunsgratspräsident hat RECHT: Keine Wirkung auf die zukünftige Entwicklung der Adler Group! Also auch für die Aktionäre möglicherweise Ärgerniss und Vermögensverlust in der Vergangenheit – aber für die Zukunft der Adler Group haben diese Strukturen – sofern man hier die Wahrheit spricht – keinen Einfluss! So könnte der neue – möglicherweise dauerhafte – Aktionär Vonovia mit erprobten Compliancestrukturen helfen.

Ob die vielen Anfangsverdachtsmomente im KPMG-Bericht zu weiteren Massnahmen führen werden, kann dne Aktionären der Adler Group fast egal sein, wichtiger ist für die Aktionäre die Zukunft des Unternehmens  und die Frage, wie sich insbesondere die aus der Consus-Übernahme wohl „wackligsten“ Vermögenswerte entwickeln werden. Vorgänge um einen Vermögensübertrag an Adler zur Liquiditätssicherung der wankenden Consus vor der Übernahme durch Adler – „Accentro Real Estate“ – mit nicht vollständig gezahlten Kaufpreisen, 60 Mio EUR derzeit noch offener Forderung aus dieser Transaktion in der Adler Bilanz, deren Wert nach KPMG dringend berichtigt werden muss, und zumindest „ambitionierte“ Bewertungsansätzen wurden offensichtlich von Viceroy im Wesentlichen richtig dargestellt. Erschreckend genug.

Nel Aktie konnte Gestern die anfänglichen Kursgewinne nicht halten. Warum? Auf der Generalversammlung lief es gestern „nicht rund“.
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Durch die Consus Übernahme erfolgte eine nach KPMG nicht nachvollziehbare Wertsteigerung des 50% Anteils an der CG Gruppe AG von 49 Mio EUR auf 872 Mio EUR innerhalb eines Jahres. Wundersame Geldvermehrung, die nicht den anderen Adler Aktionären zugute gekommen ist. Auch hier: Keine Wirkung auf die zukünftigen Geschäfte der Adler Group, aber in der Vergnagenheit wurden so wohl die meissten Aktionäre in ihren Vermögensanteilen „verwässserst“ zu Gunsten einer/einem nicht genannten/bekannten  „Beteiligten“.

Viel Schatten bei der Adler Group, viele Vorwürfe „nur“ mangels Beweisen nach aktuellem Belegstand als derzeit nicht nachweisbar abgelehnt, ABER die Wertansätze der Immobilien waren grösstenteils korrekt.

Wie ja auch die Paketverkäufe der Adler Group an LEG und Hedgefonds belegten. Und hier war die grösste Gefahr für die Aktionäre, auch wenn einige der Consus Assets wohl „mutig bewertet“ waren/sind, ist hier doch keine reine Blase verbucht oder reine Phantasiebewertung erfolgt.Gerade bei den Consus Assets sollte in der 2021er Bilanz wohl noch Abschreibungsbedarf gefunden worden sein. Letztendlich könnte der Verwaltungsratspräsident Recht behalten: Für die zukünftige Entwicklung und Schuldentragfähigleit der Adler Group wurden keine gegenläufigen Belege oder Tatsachen aufgedeckt. Die Vorgänge der Vergangenheit haben sehr wahrscheinlich die Vermögensbasis aller Aktionäre zu Gunsten „von wem auch immer“ gemindert, aber ob hieraus irgendwelche Konsequenzen erfolgen werden, ist ungewiss, eher unwahrscheinlich. Status Quo muss Adler Group als „Neuanfang“ verstehen, eine zweite Chance. Und den muss man als Neuanfang mit Corporate Governance und Compliancestrukturen umgesetzen.

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Evonik Aktie könnte durchaus weiter „aufholen“. Die Zahlen des Q1 waren wesentlich besser als erwartet. Und auch wenn die Prognose…

Chart: Adler Group S.A. | Powered by GOYAX.de

 

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