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Der Countdown läuft. Am 13. Oktober wird die Voltabox AG, eine Tochtergesellschaft des börsennotierten Automobilzulieferers Paragon AG, an die Börse gehen.

  • Bereich E-Mobilität stößt auf hohes Interesse der Investoren

  • Hoher derzeitiger Voltabox-Auftragsbestand garantiert steigende Umsätze und Gewinne

  • Bewertung mit dem 21-fachen des operativen Gewinns in 2019 zwar sportlich, aber nicht übertrieben

  • Mutter Paragon mit zukünftigem 60-prozentigem Anteil an Voltabox ebenfalls interessant


Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 10. Oktober. Das Management befindet sich auf Roadshow, um sich institutionellen Investoren vorzustellen. Voltabox ist ein Anbieter von Batteriesystemen für industrielle Anwendungen im Bereich E-Mobilität. Da dieses Thema zurzeit ein hohes Investoreninteresse garantiert, haben wir uns das Unternehmen genauer angeschaut.

Nach Börseneinführung kommt das Unternehmen je nach Platzierungspreis zwischen 20 und 24 Euro auf eine Marktkapitalisierung von 316 bis 380 Millionen Euro. In diesem Jahr wird Voltabox einen Umsatz von rund 26 Millionen Euro und lediglich einen kleinen operativen Gewinn von einigen Hunderttausend Euro erzielen. Auf den ersten Blick scheint es deshalb angesichts der hohen Bewertung sinnvollere Dinge zu geben, als sich noch weiter mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

Auf den zweiten Blick aber lohnt es sich, das Unternehmen genauer zu beobachten. Denn der Hersteller von Lithiumbatteriesystemen für Trolleybusse, Logistikfahrzeuge wie z.B. Gabelstapler und auch Bergbaufahrzeuge, verfügt bereits heute über einen Auftragsbestand von über 800 Millionen Euro, der in den nächsten fünf Jahren abgearbeitet werden muss.

Ein beträchtlicher Teil des Mittelzuflusses in Höhe von 126 bis zu 152 Millionen Euro aus dem Börsengang soll für den Ausbau der Produktionskapazitäten genutzt werden. Man kann deshalb davon ausgehen, dass Voltabox bereits in 2019 einen Umsatz von 110 Millionen Euro und einen operativen Gewinn (EBIT) von rund 12 Millionen Euro erreichen dürfte.


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Berücksichtigt man nun die Nettoliquidität des Unternehmens nach dem Börsengang, wäre Voltabox bei der Emission auf Basis des erwarteten Gewinns im Jahre 2019 etwa mit dem 21-fachen des EBIT bewertet. Immer noch eine sehr sportliche Bewertung. Aber hier lohnt zum Vergleich ein Blick auf die Bewertung des Maschinenbauers Aumann, der zwar im Gegensatz zu Voltabox kein reiner E-Mobilität-Zulieferer ist, aber zumindest darin ein nennenswertes Geschäftsfeld hat.

Auch Aumann ist mit dem ca. 20-fachen des EBIT auf Basis der Schätzungen für das Jahr 2019 bewertet. Insofern relativiert sich die Bewertung von Voltabox etwas. Daher könnte der bevorstehende Börsengang angesichts der hohen Wachstumsraten des Unternehmens als Investment durchaus interessant sein.

Für alle, die lieber etwas konservativer unterwegs sind, bietet sich ein Blick auf die börsennotierte Paragon AG als Muttergesellschaft der Voltabox an.

Paragon bekommt durch die Abgabe von Voltabox-Aktien im Rahmen des Börsengangs zwar nur 10 bis 12 Millionen Euro in die Kasse. Allerdings wird Paragon nach dem IPO von Voltabox noch 60 Prozent am Unternehmen halten. D.h. allein die 60-prozentige Beteiligung an Voltabox ist zwischen 190 und 230 Millionen Euro wert.

Dies entspricht bereits zwischen 47 und 58 Prozent der heutigen Marktkapitalisierung von 400 Millionen Euro der Paragon AG. Möglicherweise ist das restliche Geschäft der Paragon AG (Elektronische Bauteile für die Automobilindustrie, wie z.B. Sensoren, Akustikkomponenten und Displays) mit voraussichtlich rund 100 Millionen Euro Umsatz und 11 Millionen Euro operativem Gewinn in 2017 mehr wert, zumal auch dieses Geschäft bereits heute über einen Auftragsbestand von ca. 750 Millionen Euro verfügt.

 

Der Artikel wurde ursprünglich auf www.value.blog veröffentlicht. 

 

paragon AG
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Dennis Etzel | NFS Capital AGDennis Etzel hat rund 20 Jahre professionelle Kapitalmarkterfahrung. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften war er zunächst knapp zehn Jahre als Aktienanalyst für verschiedene Investmentbanken tätig. Danach als Investmentmanager und Geschäftsführer einer active-ownership Investmentgesellschaft sowie als Portfoliomanager eines Family Office. Seit Ende 2014 ist er Portfoliomanager für den vielfach ausgezeichneten Value Opportunity Fund.

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