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Die STS Group AG (ISIN: DE000A1TNU68), ein im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierter weltweit tätiger Systemlieferant für die Automotive- und Nutzfahrzeugindustrie, veröffentlicht heute ihre Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2020.

Andreas Becker, CEO der STS Group AG: "Die Geschäftsentwicklung der STS Group war im ersten Quartal von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Werksschließungen in China, Europa und Amerika geprägt. Die Werksschließungen wirkten sich vor allem in Europa negativ auf die Umsatz- und Ertragslage im Konzern aus, wobei die finanziellen Auswirkungen im zweiten Quartal noch spürbarer sein werden. Die globale Automobilproduktion ging im ersten Quartal 2020 um rund 25 % und der chinesische Automobilmarkt sogar um rund 40 % zurück. Trotzdem hat sich unser Geschäft in China positiv entwickelt. Getragen von einer hohen Kundennachfrage im Nutzfahrzeugbereich konnte das Segment China die schließungsbedingten Umsatzrückgänge aufholen und den hohen Auslastungsgrad vor der vorübergehenden Werksschließung wieder erreichen. Mittlerweile sind alle unsere Werke in Europa wieder geöffnet, um die Lieferketten sicherzustellen. Außerdem arbeiten wir an einer Vielzahl von Liquiditäts- und Kostensenkungsmaßnahmen. Unter anderem verzichtet der gesamte Vorstand der STS Group AG aktuell auf 20 % seines Festgehaltes."

Umsatzentwicklung

Die STS Group erwirtschaftete im Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 74,3 Mio. EUR nach 95,5 Mio. EUR (-22,2 %) in der Vorjahresperiode. Verantwortlich für den Umsatzrückgang im Konzern ist im Wesentlichen die globale Ausbreitung des Coronavirus

und der damit verbundene weltweite Shutdown der Wirtschaft. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren insbesondere im Marktumfeld der STS Group in Europa und Amerika spürbar. Die Werke in Deutschland, Italien, Polen, Frankreich und Brasilien waren von Mitte März bis Ende April 2020 vorübergehend geschlossen. Dies führte zu einer deutlich negativen Umsatzentwicklung in den Segmenten Acoustics, Plastics und Materials.

Erfreulich entwickelte sich hingegen das Segment China, das trotz COVID-19 bedingter Werksschließungen im Februar und März im ersten Quartal 2020 ein Umsatzplus von 2,9 % erzielen konnte. Treiber dafür ist die hohe Kundennachfrage nach STS-Produkten im Nutzfahrzeugbereich im chinesischen Markt.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im ersten Quartal 2020 auf -1,3 Mio. EUR (3M/2019: 4,3 Mio. EUR). In der Berichtsperiode fielen Sonderaufwendungen für Reorganisationsmaßnahmen in Höhe von 0,1 Mio. EUR an. In der Vorjahresperiode gab es keine Sonderaufwendungen. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) lag im ersten Quartal 2020 aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens mit -1,2 Mio. EUR deutlich unter der Vorjahresperiode (3M/2019: 4,3 Mio. EUR). Die Ergebnissituation in den Segmenten Acoustics und Plastics wurde im ersten Quartal 2020 durch COVID-19 bedingte Umsatzrückgänge deutlich belastet. Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere die Einführung von flächendeckender Kurzarbeit sowie Einsparungen bei den betrieblichen Kosten, konnten die umsatzbedingten negativen Ergebniseffekte nur teilweise kompensieren. Das Segment China erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres trotz COVID-19 bedingter Werksschließungen einen deutlichen Ergebnisanstieg, was insbesondere auf den Wegfall der Anlaufkosten für das neue Werk in Shiyan sowie einen ertragsstärkeren Produktmix zurückzuführen ist. Das Konzernergebnis lag in der Berichtsperiode bei -8,6 Mio. EUR (3M/2019: -1,3 Mio. EUR).

Finanzlage

Im ersten Quartal 2020 erwirtschaftete die STS Group einen positiven Netto-Cashflow aus operativer Tätigkeit von 0,7 Mio. EUR (3M/2019: -1,1 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte insbesondere aus einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich besseren Entwicklung des Working Capital.

Die Nettofinanzschulden der Gruppe erhöhten sich zum 31. März 2020 um 4,8 Mio. EUR auf 43,9 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 39,1 Mio. EUR), im Wesentlichen infolge höherer Verbindlichkeiten gegenüber Banken sowie gestiegener Verbindlichkeiten aus Factoring. Die Nettofinanzverschuldung setzte sich zum 31. März 2020 aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken und Dritten in Höhe von 22,6 Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus Factoring in Höhe von 14,6 Mio. EUR und Leasingverbindlichkeiten von 24,0 Mio. EUR abzüglich der liquiden Mittel in Höhe von 17,3 Mio. EUR zusammen.

"Als Folge der COVID-19-Pandemie liegt unser Fokus nun auf einem stringenten Liquiditätsmanagement sowie der Umsetzung kurzfristig wirksamer Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere der flächendeckenden Einführung von Kurzarbeit in Europa sowie einer strikten Kostendisziplin in allen Bereichen", kommentierte Dr. Ulrich Hauck, CFO der STS Group AG.

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Prognose 2020

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die COVID-19-Pandemie in Europa und Amerika sieht der Vorstand das Marktumfeld für die STS Group im Geschäftsjahr 2020 als äußerst herausfordernd an. Von Mitte März 2020 bis Ende April 2020 waren die STS-Werke in Italien, Frankreich und Deutschland geschlossen bzw. die Produktion wurde deutlich heruntergefahren. Die weiteren Auswirkungen von COVID-19 auf die weltweite Wirtschaft und insbesondere die Entwicklung der Abrufzahlen der Automobil- und Nutzfahrzeugproduzenten sind derzeit nicht zuverlässig abschätzbar. Hingegen sind die chinesischen STS-Werke nach den Werksschließungen im Februar und März bereits wieder gut ausgelastet.

Der Vorstand erwartet vor dem Hintergrund der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Entwicklung der COVID-19-Pandemie für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Die Gesellschaft hat bereits umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, dennoch rechnet der Vorstand mit einer rückläufigen Adjusted EBITDA-Marge.

Die Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2020 der STS Group AG steht unter ir.sts.group als Download zur Verfügung. Die 3-Monatszahlen bedürfen keiner Sichtung eines Wirtschaftsprüfers und sind daher ungeprüft.

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Virtuelle ordentliche Hauptversammlung 2020

Die STS Group AG wird ihre ordentliche Hauptversammlung in diesem Jahr ausschließlich virtuell ausrichten. Im Zuge der COVID-19-Pandemie hatte sich die STS Group frühzeitig dazu entschlossen, die für den 15. Mai 2020 angesetzte Hauptversammlung auf den 14. Juli 2020 zu verschieben. Zum Schutz der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern sowie Dienstleistern und aufgrund des von der Bundesregierung bis zum 31. August 2020 verlängerten Verbots von Großveranstaltungen haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die Hauptversammlung am 14. Juli 2020 rein virtuell durchzuführen.

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Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A1TNU68

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