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Die Voltabox AG (ISIN: DE000A2E4LE9) machte im letzten Jahr durch Umsatzverschiebungen von sich reden, heute kommt etwas Positives und vor allem mit viel Perspektive..

Die Voltabox erhält einen Auftrag, der im einstelligen Millionen-Euro-Bereich für 2020 liegen wird, aber der einen Markt öffnet, der wesentlich größer sein kann und wohl auch werden wird. Umrüstung von Diesel auf Elektro passt in die Zeit und ist - wenn technisch möglich - bestimmt ein Beschleuniger für die sog. "Energiewende". Konkret: Die Voltabox AG hat die bereits im vergangenen Jahr begonnene Zusammenarbeit mit der e-troFit GmbH jetzt durch den Abschluss eines Rahmenvertrags langfristig gesichert. Voltabox wird damit zum präferierten Lieferanten der Hochleistungs-Batteriesysteme für die Umrüstlösung von e-troFit für Diesel-Busse.

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"Der Ansatz von e-troFit ist logisch und faszinierend zugleich. Der technisch und kommerziell perfekt adaptierte Bausatz zur Umrüstung auf einen E-Antriebsstrang ist umfassend durchdacht, intensiv erprobt und verspricht eine langfristige Lösung. Ich bin begeistert, dass Voltabox mit seiner Batterie-Technologie und der weitreichenden Expertise für Bus-Anwendungen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit durch die Modernisierung von im Feld befindlichen Dieselbussen leistet. Dies ermöglicht die Reduktion von Emissionen in den Innenstädten auf breiter Front", erklärt Jürgen Pampel, CEO der Voltabox AG.

Umrüstkit ist nicht nur für diesen Auftrag geeignet

Voltabox kann auf eine nunmehr 8-jährige Erfahrung im Bereich der Batterieentwicklung für das Marktsegment Öffentlicher Personennahverkehr zurückgreifen. Seit 2013 hat der Konzern mehrere hundert Trolleybusse weltweit mit Lithium-Ionen-Batteriesystemen ausgestattet. Nun erschließt Voltabox durch die Zusammenarbeit e-troFit einen vielversprechenden neuen Teilbereich in diesem Markt. Die Nachrüstlösung wird planmäßig auf weitere stark verbreitete Bus- und Lkw-Modelle ausgeweitet und zügig auch in Märkten über Deutschland hinaus vermarktet.

Das im ersten Schritt vertriebene Umrüst-Kit 1 enthält ein leistungsstarkes und modular aufgebautes Voltabox-Batteriesystem, bestehend aus Modulen mit prismatischen Zellen auf Basis der Nickel-Mangan-Cobalt (NMC) Zellchemie. Auf dieser Basis können Distanzen von bis zu 260 km mit einer Batterieladung realisiert werden - das System kann stufenweise für größere Reichweiten skaliert werden. Das gewichtsoptimierte Gesamtbatteriesystem ist so ausgelegt, dass es sowohl im Heck der umgerüsteten Busse als auch auf dem Dachaufbau montiert werden kann.

erfolgsgeheimnisse 2020

Q3 war durchwachsen, man wollte schneller alks die Kunden

Der Konzern hat im dritten Quartal entscheidende Fortschritte bei der Anpassung seiner Kostenstruktur im Zuge der bekanntgegebenen Umsatzverschiebungen gemacht. Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Voltabox ein Umsatzwachstum auf 85 Mio. Euro bis 100 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 5 % und 7 %.

"Anfang August haben wir aufgrund der absehbaren Umsatzverschiebungen eine Vielzahl an Maßnahmen eingeleitet und diese inzwischen umgesetzt. Wir passen unsere Kosten so rasch wie möglich der zeitlich verschobenen Geschäftsentwicklung an", sagt Jürgen Pampel, Vorstand der Voltabox AG im November. "Das zweite Halbjahr steht naturgemäß noch klar unter dem Eindruck dieser Umsatzverschiebungen und der daraus resultierenden Ergebnisbelastung. Mit jedem weiteren Monat, in dem unsere Gegenmaßnahmen wirken, kehren wir in den Normal-Modus zurück. Wie bereits angekündigt, planen wir im Geschäftsjahr 2020 wieder profitabel zu sein, da wir von einer Senkung unserer Fixkosten im kommenden Jahr um insgesamt 30 % ausgehen. Wir nutzen die aktuelle Phase konsequent, um den zukünftigen Wachstumspfad von Voltabox so nachhaltig wie möglich zu gestalten."

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Entsprechend der angepassten Prognose hat Voltabox in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 37,9 Mio. Euro erzielt, was einer Steigerung um 13,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der im bisherigen Geschäftsjahr realisierte Umsatz wurde im Wesentlichen mit der Entwicklung, der Produktion und dem Verkauf von Batteriemodulen zum Einsatz in Fahrzeugen der Intralogistik erreicht. Darüber hinaus hat Voltabox Umsatz mit standardisierten Batteriesystemen im Niederspannungsbereich für Anwendungen wie Pedelecs und E-Bikes und Batteriesystemen zur Anwendung in den Bereichen Bau- und Landwirtschaft sowie Bergbau generiert.

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Vor dem Hintergrund der Umsatzverschiebungen und der damit einhergehenden Belastung des Ergebnisses durch die entsprechenden Fixkosten sowie einer infolge von Vorserienproduktionen erhöhten Materialeinsatzquote beläuft sich die EBIT-Marge nach drei Quartalen gemäß den Erwartungen auf -30,0 %; eine Besserung im vierten Quartal ist absehbar. Auf die die Prognoseanpassung bedingenden Faktoren hat Voltabox umgehend reagiert und entsprechend gegengesteuert. Das im dritten Quartal initiierte Maßnahmenpaket entfaltet erste Wirkung. Der Fokus ist dabei nicht nur auf die Stabilisierung der Ergebnissituation im laufenden Jahr gerichtet, sondern vor allem auf eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone im Geschäftsjahr 2020. So hat Voltabox notwendige Korrekturen an der Personalstruktur vorgenommen und die personellen Ressourcen eng an die erwartete Auslastung in den kommenden Monaten angepasst.

Umsatzverschiebungen kennzeichnen Ertragssituation - Cashflow deutlich verbessert

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich infolge der am 12. August bekanntgegebenen signifikanten Umsatzverschiebungen und der auf die Realisierung des ursprünglich geplanten Wachstums ausgerichteten Fixkosten wie erwartet deutlich auf -5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -14,3 % (Vorjahr: 14,8 %) entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank entsprechend auf -11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro).

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Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2019 um 5,8 % auf 192,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 181,5 Mio. Euro) erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 44,9 % auf 75,2 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 51,9 Mio. Euro) an. Das kurzfristige Vermögen verringerte sich um 9,9 % auf 116,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 129,7 Mio. Euro). Die Vorräte erhöhten sich insbesondere infolge der Zulieferung von Produktionsmaterial, das vor allem im Geschäftsjahr 2020 für angebahnte Projekte genutzt werden wird, um 39,6 Mio. Euro auf 66,8 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 27,2 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich wie geplant deutlich um 19,3 Mio. Euro auf 36,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 56,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der Voltabox AG reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 74,9 % (31. Dezember 2018: 85,3 %).

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum auf -12,4 Mio. Euro (Vorjahr: -30,1 Mio. Euro). Gleichzeitig verbesserte sich auch der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum auf -12,6 Mio. Euro (Vorjahr: -16,3 Mio. Euro). Während die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in den ersten neun Monaten um 5,7 Mio. Euro höher als im Vorjahreszeitraum waren, fielen die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 0,8 Mio. Euro niedriger aus. Der Finanzmittelbestand betrug zum Bilanzstichtag 3,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 28,2 Mio. Euro).

Deutliche Verbesserung der Profitabilität in 2020 geplant

Gemäß der am 12. August vor dem Hintergrund der verschobenen Projekte und daraus resultierender späterer Projektanläufe angepassten Prognose erwartet der Konzern, im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz zwischen 70 Mio. Euro bis 80 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von -8 % bis -9 % zu erzielen.

Bei der Erstellung der Planung für das Geschäftsjahr 2020 hat Voltabox vor dem Hintergrund der in diesem Jahr aufgetretenen Planabweichung eine neue Methodik angewandt, die mit Unterstützung einer renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft entwickelt wurde. Die präzisere Prognose verspricht eine deutlich höhere Planungssicherheit. Die Beratungsgesellschaft wird darauf aufbauend auch die mittelfristige Planung plausibilisieren. Auf Basis dieser konservativ-realistischen Berechnungen erwartet der Voltabox-Vorstand im kommenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum auf 85 Mio. Euro bis 100 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge soll rund 15 % betragen und die EBIT-Marge zwischen 5 % und 7 % liegen. Der Free Cashflow im Jahr 2020 wird gemäß Planung im einstelligen positiven Bereich liegen. Entsprechend des verschobenen Umsatzwachstums plant Voltabox, CAPEX-Investitionen von ca. 12,5 Mio. Euro zu tätigen, davon rund 70 % für aktivierte Entwicklungsleistungen.

Umsatztreiber wird im Geschäftsjahr 2020 weiterhin die Produktion von Batteriemodulen und -systemen für Gabelstapler sein. Ferner trägt auch der Ausbau des Geschäfts mit standardisierten Akku-Packs und Batterien für Massenmarktanwendungen im Niederspannungsbereich zum Umsatzwachstum bei. Dazu zählen Pedelecs und E-Bikes sowie Golfcarts und darüber hinaus auch Starterbatterien für Hochleistungsmotorräder und -Pkw. Zudem erwartet Voltabox im kommenden Geschäftsjahr in den USA den Start für stationäre und mobile Energiespeichersysteme, u.a. im Bereich 5G, sowie Umsätze durch zwei Produktionshochläufe von Hochvolt-Batteriesystemen für Minenfahrzeuge des Kunden Komatsu.

Der nachhaltige Ausbau des US-Standorts gehört aktuell und im kommenden Jahr zu den Prioritäten des Voltabox-Vorstands. So erweist sich das neu installierte Vertriebssystem in Nordamerika bereits kurz nach dem Start mit Blick auf die geographische Verteilung und Marktdurchdringung als sehr wirkungsvoll. Der Vorstand erwartet angesichts der strukturellen und personellen Anpassungen, dass die US-Tochter im Geschäftsjahr 2020 erstmals einen positiven Ergebnisbeitrag leisten wird.

Aktuell (12.02.2020 / 08:16 Uhr) notieren die Aktien der Voltabox AG im Tradegate-Handel mit einem Plus von 0,61 EUR (9,61%) bei 7,87 EUR.


Chart: Voltabox AG | Powered by GOYAX.de

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