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Die SFC Energy AG (ISIN: DE0007568578) hat ihre im November 2019 revidierten Ziele in Bezug auf Umsatz als auch Profitabilität für das Gesamtjahr 2019 erreicht.

Nach vorläufiger Konsolidierung erwirtschaftete die Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 58,5 Mio. (2018: EUR 61,7 Mio., revidierte Jahresprognose 2019: EUR 58 bis 62 Mio.). Grund für die angepasste Jahresprognose und die damit unter dem Vorjahr liegende Umsatz- und Ergebnisentwicklung war zum einen eine deutliche Investitionszurückhaltung im Bereich Oil & Gas und zum anderen die fehlende Auftragsvergabe eines Beschaffungsvorhabens im Verteidigungsbereich in Deutschland.

Das bereinigte EBITDA lag laut vorläufigen Berechnungen im Berichtsjahr bei EUR 3,6 Mio. (2018: EUR 3,7 Mio.). Das bereinigte EBIT belief sich laut vorläufigen Berechnungen im Jahr 2019 auf EUR 0,3 Mio. gegenüber EUR 2,6 Mio. im Vorjahr. Beide Ergebniszahlen (bereinigtes EBITDA und bereinigtes EBIT) beinhalten die Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 16.

Ohne Anwendung von IFRS 16 ergibt sich ein bereinigtes EBITDA von EUR 1,3 Mio. sowie ein bereinigtes EBIT von EUR 0,1 Mio. Damit wurde auch ohne Effekte aus der Anwendung des IFRS 16 ergebnisseitig die angepasste Jahresprognose erreicht (bereinigtes EBITDA in einer Größenordnung von EUR 0,5 bis 2,5 Mio. und bereinigtes EBIT von EUR -0,5 bis 1,5 Mio.).

Der Umsatz im Bereich Oil & Gas lag im Berichtsjahr aufgrund fehlender Pipeline-Kapazitäten für Öl und Gas in West-Kanada, die zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung führten, laut vorläufigen Zahlen mit 15,6 % unter dem Vorjahr. Dieser Investitionsstau beginnt sich infolge erster positiver Entscheidungen bezüglich neuer Pipeline-Kapazitäten aktuell aufzulösen. SFC Energy ist mit einem wieder erstarkten Auftragsbestand ins erste Quartal 2020 gestartet. Im laufenden Geschäftsjahr steht der Ausbau des USA-Geschäfts im strategischen Fokus, um die Abhängigkeit vom kanadischen Öl- und Gasgeschäft weiter nachhaltig zu reduzieren.

Im Berichtsjahr ist es gelungen, das Geschäft im Segment Defense & Security weiter zu internationalisieren. Der internationale Anteil am Umsatz ist auf Jahressicht laut vorläufigen Berechnungen um 84,5 % gewachsen (Auslandsanteil: 70,5 %, nationaler Anteil 29,5 %). Der umsatzseitige Rückgang um 24,2 % im Vergleich zum Vorjahr basiert weiterhin auf dem hohen Vergleichswert des Vorjahreszeitraums, der einen großvolumigen Auftrag der Bundeswehr beinhaltete. Die deutliche Diversifizierung des Kundenstammes unterstreicht das hohe Vertrauen, das SFC-Energy-Lösungen entgegengebracht wird und festigt die führende Stellung der Unternehmensgruppe als Anbieter von zuverlässigen Brennstoffzellensystemen im internationalen Verteidigungsbereich weltweit.

Das Segment Industry konnte im Berichtsjahr mit einem Plus von 5,7 % solide Zuwächse bei nahezu gleichbleibender Marge erwirtschaften. Die positive Entwicklung resultiert insbesondere aus einer gestiegenen Nachfrage nach der von PBF entwickelten modularen Produktplattform für Kunden in der Laserindustrie, welche die schwächere Nachfrage bei Kunden in der Halbleiterindustrie überkompensieren konnte.

Das zivile Brennstoffzellengeschäft im Segment Clean Energy & Mobility zeigte prozentual das stärkste Wachstum im Vorjahresvergleich (+25,7 %) mit einer Trendwende im Endkundengeschäft (+6 %) sowie einem überdurchschnittlichen Zuwachs im Bereich Industriekunden (+36 %). Treiber dieser positiven Entwicklung war eine hohe Nachfrage aus den Märkten für Sicherheitstechnik und Windenergie in Europa und insbesondere Asien. Zudem konnte auf Grund des starken industriellen Anteils die Marge auf über 43 % gesteigert werden.

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender der SFC Energy AG, sagt: "Auch wenn die nachhaltig positive Umsatzentwicklung in den Segmenten Clean Energy & Mobility sowie Industry im Geschäftsjahr 2019 die rückläufige Entwicklung im Bereich Oil & Gas sowie die Austragsverschiebung im Verteidigungsbereich in Deutschland nicht kompensieren konnte, hat unser Kerngeschäft weiter an Dynamik gewonnen. Im Consumer-Bereich ist uns eine klare Trendwende gelungen. Das industrielle Brennstoffzellengeschäft ist 2019 um über 35 % gewachsen, das internationale Verteidigungsgeschäft hat sich nahezu verdoppelt. Wir haben unsere Finanzierung im Berichtsjahr neu aufgestellt und die Unternehmensgruppe im Ergebnis entschuldet.

erfolgsgeheimnisse 2020

Mit Wasserstoffbrennstoffzellen haben wir unser Angebot um höhere Leistungsklassen ergänzt sowie neue Anwendungsfelder und zusätzliche Wachstumschancen in diesen dynamischen Märkten erschlossen. Der erste Auftrag aus dem Bereich Wasserstoffbrennstoffzellen war bereits im vierten Quartal 2019 umsatzwirksam. Die Beauftragung für die Ausrüstung in den ersten Bundesländern für ein Programm von bis zu 1.500 Funkstandorten in Deutschland unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Wasserstoffbrennstoffzellen als nachhaltig saubere und zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung kritischer Infrastrukturen und Telekommunikation. Inhaltlich liegen wir auf Kurs und haben gute Voraussetzungen, die zeitlich verzögerte Geschäftsentwicklung Ende 2019 zu kompensieren."

Prognose 2020

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 geht der Vorstand von einem organischen Wachstum und einem Konzernumsatz in Höhe von EUR 64 bis 71 Mio. aus. Dabei wird eine Steigerung der Profitabilität mit einem bereinigten EBITDA in einer Größenordnung von EUR 3,6 bis 6,6 Mio. und einem bereinigten EBIT von EUR 0,1 bis 3,1 Mio. angepeilt. Das untere Ende der Bandbreite beinhaltet keine neuen Aufträge von nationalen Verteidigungskunden.

Die Mittelfristprognose bleibt völlig intakt. Der Vorstand bekräftigt die mittelfristige Planung, in den nächsten drei bis vier Jahren einen Umsatz von über EUR 100 Mio. mit einer bereinigten EBITDA-Marge von deutlich über 10 % zu erreichen.

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Bei der Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses des kanadischen Tochterunternehmens Simark geht der Vorstand von einem Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro von 1,50 aus.

Aktuell (11.02.2020 / 08:04 Uhr) notiert die Aktie der SFC Energy AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,30 EUR (+2,43 %) bei 12,65 EUR.


Chart: SFC Energy AG | Powered by GOYAX.de

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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