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Die Voltabox AG (ISIN: DE000A2E4LE9) hat heute ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht und die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Der Vorstand erwartet einen erneuten Wachstumssprung zwischen rund 60 und 70 Prozent auf 105 bis 115 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 8 und 9 Prozent. Entscheidende Impulse für die Ausweitung des Geschäftsbetriebs erwartet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr durch das Intralogistik-Geschäft in Deutschland und in Nordamerika. Darüber hinaus soll in diesem Jahr das Geschäft mit Batterien für Pedelecs und E-Bikes signifikant zum Umsatzwachstum beitragen.

Der Voltabox-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 66,9 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) erwirtschaftet und damit die zum Halbjahr angehobene Prognose von 65 bis 70 Mio. Euro auch ohne Durchführung einer zunächst geplanten Akquisition erreicht. Der Umsatzanstieg ging maßgeblich auf die sehr gute operative Entwicklung in den Marktsegmenten Intralogistik mit Batteriemodulen in hoher Stückzahl für Gabelstapler sowie in den Marktsegmenten Trolleybusse und Bergbaufahrzeuge zurück. Daneben trug auch das Geschäft mit Batteriesystemen für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sowie mit Starterbatterien für Motorräder zum Umsatz bei. Dabei wurde eine EBIT-Marge von 8,4 Prozent erreicht, die die Erwartung von 7 Prozent deutlich übertroffen hat.

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"Wir haben das erste vollständige Jahr unserer Börsennotierung erfolgreich genutzt, um unser Geschäft auf ein neues Level zu bringen und gleichzeitig die Voraussetzungen für weitere Wachstumssprünge zu schaffen", sagt Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender der Voltabox AG. "Mit besonderer Vorfreude blicken wir unserem Einstieg in den nordamerikanischen Intralogistik-Markt entgegen, wo wir unsere Erfahrung und unsere starke, in Europa erarbeitete Marktposition nutzen möchten. Zudem arbeiten wir nach der erfolgreichen Integration von ACCURATE in den Konzern mit hoher Intensität am Ausbau der besetzten Massenmärkte, denn vor allem im Bereich Pedelecs sehen wir ein äußerst hohes Potential für unsere Batteriesysteme."

Verbesserte Materialeinsatzquote und Skaleneffekte als Grundlage für sehr gutes Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2018 erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf 2,1 Mio. Euro. (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf Fremdwährungsumrechnungsgewinne zurückzuführen ist. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stieg auf 8,3 Mio. Euro, während er sich im vergangenen Jahr noch um 1,4 Mio. Euro verringert hatte. Diese Entwicklung ist vor allem auf die vorgelagerte Produktion von Modulen für den Absatz im ersten Quartal 2019 zurückzuführen. Die aktivierten Entwicklungsleistungen reduzierten sich aufgrund einer vermehrt direkten Umsatzrealisation im Rahmen von langfristigen, kombinierten Entwicklungs- und Serienlieferungsverträgen um 43,4 % auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Die Materialeinsatzquote - ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung - sank überwiegend infolge von Skaleneffekten auf 56,4 % (Vorjahr: 64,0 %). Für das Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Rohertrag in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 56,5 % entspricht (Vorjahr: 53,6 %).

"Voltabox wächst kontinuierlich in einem weiterhin hohen Tempo. Wir werden auch in 2019 sicherstellen, dass unsere Strukturen auf den nächsten Wachstumssprung vorbereitet sind. Neben zusätzlichen Flächen für die stark wachsende Mitarbeiteranzahl werden wir auch in Anlagen investieren, um unsere Produktionskapazität planmäßig auszubauen. Im Bereich der Finanzen richten wir unser Augenmerk natürlich insbesondere auf das Net Working Capital, das wir in 2018 erfolgreich genutzt haben, um unsere Marktposition in der Intralogistik auszubauen", betont Jörg Dorbandt, Vorstand Operations and Finance (COO) der Voltabox AG.

Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten sowie den akquirierten Unternehmen um 103,0 % auf 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro). Aufgrund des starken Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 20,3 % (Vorjahr: 24,6 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund von allgemeinen Verwaltungskosten, Miet- und Leasing-Zahlungen deutlich auf 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro). Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 14,3 % entspricht (Vorjahr: -1,4 %).

Konzernergebnis steigt deutlich an

Nach planmäßig erhöhten Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) und einer Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich damit deutlich auf 8,4 % (Vorjahr: -10,3 %).

Infolge geringerer Finanzierungsaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis auf -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung leicht gesunkener Ertragsteuern von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) aufgrund von Effekten aus latenten Steuern erwirtschaftete der Voltabox Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: -6,5 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro.

Die Vermögenswerte des Voltabox Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch den Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit, der sich vor allem im Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte bemerkbar gemacht hat, aber auch durch die Aktivierung von Entwicklungskosten und die Erweiterung des Konsolidierungskreises auf 181,5 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2017: 167,8 Mio. Euro).

Finanzlage geprägt von Net Working Capital-Effekten

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -54,8 Mio. Euro (Vorjahr: -4,7 Mio. Euro) infolge der deutlichen Erhöhung des Net Working Capital. Wesentliche Ursache dafür sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines starken dritten und vierten Umsatzquartals sowie den seit dem zweiten Quartal bis zum Jahresende 2018 gültigen verlängerten Zahlungszielen von 360 Tagen für einen wichtigen Kunden in der Intralogistik. Außerdem wirkte sich der Anstieg der Vorräte im zweiten Halbjahr 2018, der vor dem Hintergrund des Einstiegs in das Intralogistik-Direktgeschäft vorgenommen wurde, deutlich auf den negativen operativen Cashflow aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf -19,1 Mio. Euro (Vorjahr: -6,0 Mio. Euro). Die Auszahlungen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) ab, die damit den vom Vorstand prognostizierten Planzahlen in Höhe von rund 13,4 Mio. Euro entsprechend ausfallen. Zusätzlich beeinflusst war der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von 7,3 Mio. Euro im Rahmen der M&A-Wachstumsstrategie.

Damit ergibt sich ein um Transaktionsinvestitionen bereinigter Freier Cashflow in Höhe von -68,4 Mio. Euro (Vorjahr: -11,0 Mio. Euro), der sich nach Ansicht des Vorstands zum Ende des aktuellen Geschäftsjahrs ausgeglichen darstellen wird.

Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 28,2 Mio. Euro (Vorjahr: 102,7 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die kurzfristige Kapitalbindung im operativen Bereich infolge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen ist.

Prognose 2019

Aufgrund der guten Auftragssituation für 2019 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum von zwischen rund 60 und 70 Prozent. Dazu sollen vor allem die Umsatzausweitung in den USA u.a. mit neuen Batteriesystemen für den Intralogistik-Markt und die zunehmende Nachfrage in Europa nach modernen Li-Ionen-Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge und Elektroautos sowie für Pedelecs und E-Bikes beitragen.

Angesichts dessen blickt der Vorstand sehr optimistisch auf das aktuelle Geschäftsjahr. So soll der Umsatz des Voltabox Konzerns in 2019 auf 105 bis 115 Mio. Euro wachsen und dabei eine EBIT-Marge in der Größenordnung von 8 bis 9 Prozent erreichen. Das geplante Investitionsvolumen (CAPEX) beträgt rund 14 Mio. Euro, wobei der Anteil an Aktivierten Entwicklungsleistungen bei rund 57 % liegen soll.

Die kumulierte Auftragsvorlage der nächsten fünf Jahre lag zum Jahresende 2018 bei rund 1,1 Mrd. Euro.

Die Voltabox AG hat im Konzernabschluss 2018 Berichtigungen aus dem Vorjahr vorgenommen, die sich im Wesentlichen auf die Berücksichtigung latenter Steuern im Zusammenhang mit einer konzerninternen Übertragung von Vermögenswerten sowie auf Aufwendungen aus dem Börsengang beziehen, welche den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeführt und mit dem Gewinnvortrag verrechnet wurden.

Aktuell (01.04.2019 / 08:05 Uhr) notieren die Aktien der Voltabox AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,92 EUR (+6,02 %) bei 16,20 EUR.


Chart: Voltabox AG | Powered by GOYAX.de

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