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Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete die Biotest Gruppe (ISIN: DE0005227235) in den fortgeführten Geschäftsbereichen Umsatzerlöse in Höhe von 400,3 Mio. EUR nach 378,1 Mio. EUR im Jahr zuvor.

Das entspricht einem Umsatzanstieg von 5,9%. Alle Vertriebsregionen verzeichneten im Jahr 2018 für die Umsatzerlöse Zuwachsraten im einstelligen Prozentbereich. Das EBIT in den fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 10,6 Mio. EUR nach -9,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das Vorjahres-EBIT in Höhe von -9,3 Mio. EUR war durch den Rückruf eines Präparats belastet. Für die fortgeführten Geschäftsbereiche der Biotest Gruppe ergab sich daraus ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -6,0 Mio. EUR nach -26,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das EBT des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs lag im Geschäftsjahr 2018 bei 194,6 Mio. EUR nach 12,9 Mio. EUR im Vorjahr aufgrund der Verkaufserlöse der Plasmapheresezentren in den USA.

Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche lag bei -12,9 Mio. EUR nach -16,4 Mio. EUR im Jahr 2017. Das Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs stieg auf 194,6 Mio. EUR nach 12,9 Mio. EUR im Vorjahr, maßgeblich beeinflusst durch die Erfassung des Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf der US-Gesellschaften. Das gesamte Ergebnis nach Steuern (EAT) der Biotest Gruppe aus fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen lag somit bei 181,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -3,5 Mio. EUR).

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Biotest hat im Geschäftsjahr 2018 wie angekündigt das Netz von konzerneigenen Plasmasammelstationen in Europa weiter ausgebaut. In dieser Zeit hat Biotest zwei Plasmapheresezentren in Tschechien sowie ein weiteres Zentrum in Deutschland im Jahr 2019 eröffnet. Damit dienen nun 20 Plasmasammelstationen in Europa der langfristigen Sicherung der Plasmaversorgung. Das wichtige Ausbauprojekt Biotest Next Level wurde im Jahr 2018 weiter vorangetrieben. Die erste Prozessanlage für die Aufreinigung von IgG Next Generation wurde im Juni 2018 erfolgreich qualifiziert und an Biotest übergeben.

Ausblick

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2019 für die fortgeführten Geschäftsbereiche einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis wird im Jahr 2019 von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Neben den geplanten Aufwendungen für das Expansionsprojekt Biotest Next Level in Höhe von 80 bis 90 Mio. EUR, inklusive der zugehörigen Forschungs- und Entwicklungskosten, könnte sich die angespannte Lage in den Krisenregionen insbesondere im Nahen Osten bemerkbar machen. Des Weiteren wird für vorangeschrittene Entwicklungsprojekte ein Partner gesucht. Aufgrund der vorgenannten Einflussfaktoren geht der Vorstand von einem EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche von -5 bis +5 Mio. EUR aus, wenn ein Partnering in 2019 erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Wer ist BioTest?

Biotest ist ein Anbieter von Plasmaproteinen und biotherapeutischen Arzneimitteln. Mit einer Wertschöpfungskette, die von der vorklinischen und klinischen Entwicklung bis zur weltweiten Vermarktung reicht, hat sich Biotest vorrangig auf die Anwendungsgebiete Klinische Immunologie, Hämatologie und Intensiv- und Notfallmedizin spezialisiert. Biotest entwickelt und vermarktet Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumin, die auf Basis menschlichen Blutplasmas produziert werden und bei Erkrankungen des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz kommen. Darüber hinaus entwickelt Biotest biotechnologisch hergestellte monoklonale Antikörper für verschiedene Krebsindikationen und Systemischer Lupus Erythematodes (SLE), einer Autoimmunerkrankung. Biotest beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter.

Aktuell (28.03.2019 / 13.23 Uhr) notieren die Aktien der Biotest AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,20 EUR (-0,92 %) bei 21,65 EUR.


Chart: Biotest AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0005227235

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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