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Die Sixt Leasing SE (ISIN: DE000A0DPRE6), Marktführer im Online-Direktvertrieb von Neuwagen in Deutschland sowie Spezialist im Management und Full-Service-Leasing von Großflotten,

hat im Geschäftsjahr 2018 nach vorläufigen Berechnungen (IFRS) einen Rekordumsatz erzielt und das Ergebnis gesteigert. Der Konzernvertragsbestand blieb nahezu stabil zum Vorjahr, soll 2019 jedoch wieder leicht zulegen. Mittelfristig erwartet der Vorstand ein deutliches Wachstum, auch bei Umsatz und Ergebnis.

Geschäftsentwicklung

Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail ging im Jahr 2018 um 1,6 Prozent auf 44.700 Verträge zurück und blieb damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung wurde vor allem von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen fiel das Neugeschäft insbesondere aufgrund der schleppenden Einführung des neuen WLTP-Testverfahrens und der damit zusammenhängenden angespannten Liefersituation einzelner Hersteller niedriger als im Vorjahr aus. Zum anderen stieg die Anzahl an ausgelaufenen Verträgen im Geschäftsjahr 2018 aufgrund des starken Vertragswachstums in den zurückliegenden Jahren deutlich an.

Im Geschäftsbereich Flottenmanagement erhöhte sich der Vertragsbestand stärker als erwartet um 6,6 Prozent auf 42.000 Verträge.

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Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing verzeichnete einen Rückgang um 10,5 Prozent auf 43.000 Verträge. Dies ist im Wesentlichen auf den unerwarteten Wegfall eines Volumenkunden und die zu Jahresbeginn angekündigte aktive Risikosteuerung zurückzuführen. Im Rahmen dieser Initiative wurde das potenzielle Restwertrisiko durch Dieselfahrzeuge über das gesamte Leasing-Neugeschäft hinweg erfolgreich gesenkt. Der Bestand an Dieselfahrzeugen in Deutschland mit Euro-5-Norm und niedriger ohne Rückkaufvereinbarung wurde dabei auf nur noch rund 2.800 Fahrzeuge per 31. Dezember 2018 reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 50 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert (31. Dezember 2017: rund 5.600 Fahrzeuge).

Insgesamt ging der Konzernvertragsbestand im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) um 2,4 Prozent auf 129.700 Verträge zurück und blieb damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent auf einen Rekordwert von 805,8 Mio. Euro, insbesondere aufgrund des Ausbaus des Vertragsbestands im Geschäftsfeld Online Retail im Geschäftsjahr 2017. Der operative Konzernumsatz (ohne Verkaufserlöse) erhöhte sich etwas stärker als erwartet um 5,7 Prozent auf 480,5 Mio. Euro. Die Verkaufserlöse durch Leasingrückläufer und vermarktete Kundenfahrzeuge im Flottenmanagement stiegen überproportional um 12,3 Prozent auf 325,3 Mio. Euro an. Hierzu trug insbesondere die höhere Anzahl an Fahrzeugrückläufern im Geschäftsfeld Online Retail bei.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2018 leicht um 2,8 Prozent auf 240,8 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 3,0 Mio. Euro auf -13,2 Mio. Euro. Die Zinsaufwendungen konnten insbesondere infolge der Rückführung der letzten beiden Teilbeträge der Core Fazilität an die Sixt SE von 300 Mio. Euro im Juni 2017 und 190 Mio. Euro im Juni 2018 signifikant reduziert werden.

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) legte im Geschäftsjahr 2018 um 2,8 Prozent auf 30,5 Mio. Euro zu und erreichte damit wie prognostiziert ungefähr das Niveau des Vorjahres. Die operative Umsatzrendite blieb mit 6,4 Prozent nahezu stabil (2017: 6,5 Prozent). Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 22,0 Mio. Euro.

Der Vorstand plant, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat, der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine stabile Dividende in Höhe von 0,48 Euro je Aktie vorzuschlagen. Dieser Dividendenvorschlag entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 45 Prozent des Konzernüberschusses und einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent bezogen auf den Jahresschlusskurs 2018. Die Quote liegt damit in der Mitte der kommunizierten Zielspanne von 30 bis 60 Prozent des Konzernüberschusses.

Michael Ruhl, Vorstandsvorsitzender der Sixt Leasing SE: "2018 haben wir unser Portfolio für die Zukunft fit gemacht und damit unser Rendite-Risiko-Profil deutlich verbessert. 2019 wollen wir auf den Wachstumspfad zurückkehren und über verschiedene Digitalisierungsinitiativen das Produktangebot erweitern und flexibler gestalten. Gleichzeitig sollen dabei durch Prozessoptimierungen Kostenpotenziale gehoben und Effizienzsteigerungen realisiert werden."

Da sich das Marktumfeld und die Kundenpräferenzen insbesondere im Online Retail zuletzt merklich verändert haben, setzt Sixt Leasing nun verstärkt darauf, sein Angebot um Produkte und Services zu ergänzen, mit denen gezielt weitere Kundengruppen angesprochen werden können. Auf Basis der gewachsenen Stärken und der langjährigen Erfahrung in der frühzeitigen Entwicklung von am Kundenbedarf ausgerichteten Lösungen, ist das Unternehmen bestens positioniert, um überproportional von dem erwarteten weiteren starken Marktwachstum zu profitieren.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 prognostiziert der Vorstand insgesamt eine leichte Steigerung des Konzernvertragsbestands sowie einen operativen Konzernumsatz und ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) jeweils ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei wird für das erste Halbjahr 2019 mit einer deutlich schwächeren Geschäftsentwicklung sowohl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum als auch zur erwarteten Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2019 gerechnet.

Auf Basis der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung hat der Vorstand die mittelfristigen Wachstumsziele angepasst. Demnach erwartet er bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 ein Wachstum des Konzernvertragsbestands auf rund 200.000 Verträge (bisher: mehr als 220.000 Verträge). Damit rechnet die Gesellschaft mittelfristig weiterhin mit einem sehr starken Wachstum in den Geschäftsfeldern Online Retail und Flottenmanagement. In Bezug auf den operativen Konzernumsatz geht das Unternehmen von einem deutlichen Anstieg auf rund 650 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021 (bisher: rund 700 Mio. Euro) aus. Auch das EBT soll sich bis 2021 deutlich auf 40 bis 45 Mio. Euro erhöhen (bisher: 50 Mio. Euro).

Aktuell (14.03.2019 / 08:04 Uhr) notieren die Aktien der Sixt Leasing SE im Frankfurter-Handel mit einem Minus von -1,52 EUR (-10,94 %) bei 12,38 EUR.


Chart: Sixt Leasing SE | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A0DPRE6

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