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Die Biotechnology Research and Information Network AG (ISIN: DE0005203947), kurz BRAIN, hat seine Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2015/2016 vorgelegt.

Das Zwingenberger Unternehmen litt vor allem im Q2 weiter unter dem niedrigen Ölpreis. Im Bereich „BioIndustrial“ verzeichnete man aufgrund dessen einen Nachfragerückgang bei Enzymen für die Herstellung von Bioethanol.


Wachstum im BioScience-Bereich gleicht Nachfragerückgang im BioIndustrial-Segment aus

Mit Blick auf die Gesamtleistung und den Umsatz konnte BRAIN den Rückgang im Segment „BioIndustrial“ durch das Wachstum im Segment „BioScience“ mehr als ausgleichen.

So stieg die Gesamtleistung auf Konzernebene von 12,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum um +1,56% leicht auf 13 Mio. EUR. Auch beim Konzernumsatz legte man um +2,10% auf 11,16 Mio. EUR zu (1. HJ 2014/2015: 10,93 Mio. EUR.
Dabei hatte man es wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises mit einem schwierigen Marktumfeld im Bereich „BioIndustrial“ zu tun. Die Nachfrage nach Bioethanol ging zurück und somit auch die Nachfrage nach Bulk-Enzymen für die Herstellung von Bioethanol, welche von der Tochter WeissBioTech hergestellt wird.

Das Wachstum bei den Speciality Enzymen, welche unter anderem für die Nahrungsmittel- und Fruchtsaftindustrie hergestellt werden und auf die sich BRAIN immer mehr fokussiert, wurde durch die Entwicklung im Bioethanol-Sektor aufgefressen. Die Gesamtleistung des Segments reduzierte sich von 7,1 Mio. EUR (1. HJ 2014/2015) auf 6,6 Mio. EUR, der Umsatz ging von 6,8 Mio. EUR (1. HJ 2014/2015) auf 6,23 Mio. EUR zurück.

Dass man dennoch die Gesamtleistung und den Umsatz auf Konzernebene steigern konnte, ist der BioScience-Sparte zu verdanken. Hier erhöhte sich die Gesamtleistung in den ersten sechs Monaten von 5,7 Mio. EUR deutlich auf 6,4 Mio. EUR. Der Umsatz stieg von 4,16 Mio. EUR auf 4,95 Mio. EUR.


IPO und Mitarbeitervergütungsprogramme belasten Ergebnis

Auf Ergebnisseite musste BRAIN im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/2016 allerdings aufgrund des vollzogenen Börsengangs und wegen anteilsbasierter Mitarbeitervergütungsprogramme im Zusammenhang mit der Tochter AnalytiCon Discovery GmbH ein um -3,2 Mio. EUR schlechteres EBIT hinnehmen.

Auf Konzernebene verzeichnete man dadruch ein negatives EBIT von -5,3 Mio. EUR (1. HJ 2014/2015: -2,1 Mio. EUR). Die Kosten des IPO betrugen -1,1 Mio. EUR und die Belastung aus den Mitarbeitervergütungsprogrammen wirkten sich mit -0,9 Mio. EUR negativ aus.

Auf Segmentebene ging das EBIT im Bereich „BioIndustrial“ von 0,2 Mio. EUR (1. HJ 2014/2015) auf -0,2 Mio. EUR zurück, während die Sparte „BioScience“ sich von -2,1 Mio. EUR (1. HJ 2014/2015) auf -5,3 Mio. EUR verschlechterte. Bei letzterem Bereich wirkten sich neben den oben genannten Kosten für das IPO und die Mitarbeiterprogramme außerdem die Investitionen für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Inhaltsstoffe ergebnisbelastend aus.


Anleger haben wenig Interesse an der BRAIN-Aktie

Das Papier von BRAIN ist seit dem IPO am 9. Februar dieses Jahres nach einem kurzen Kursanstieg bis auf 10,49 EUR alles in allem auf Talfahrt. In der Spitze ging es am 25. Mai bis auf 8,16 EUR runter.

Beim Börsengang gab das Unternehmen die Aktien seinerzeit zu einem Preis von 9 EUR aus, was am unteren Ende der gesetzten Spanne von 9 EUR bis 12 EUR lag. Der erste Kurs wurde bei 9,15 EUR taxiert.

Aktuell notiert der Titel des Biotech-Unternehmens bei 8,42 EUR. Damit liegt die Aktie -6,44% unter dem Ausgabepreis und -7,98% unter dem ersten Kurs vom 22. Januar. Vom Hoch im Februar ist man gar -19,73% entfernt.

Kein guter Start ins erste Börsenjahr. Hinzu kommt, dass nur wenige Anleger Interesse an der Aktie zu haben scheinen. Ein Blick auf das heutige Handelsvolumen zeigt das eindrücklich. Und auch in den letzten Monaten sah das kaum anders aus.

 


Chart: Biotechnology Research and Information Network AG|  Powered by GOYAX.de

 

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