thyssenkrupp nucera – Der Wasserstoffmarkt wirkt seit Monaten zäh – doch thyssenkrupp nucera liefert jetzt ein kräftiges Signal: Das Unternehmen wird vom spanischen Energieanbieter Moeve mit der Lieferung von 300 MW Elektrolyse-Kapazität für das Projekt „Onuba“ in Andalusien beauftragt. Das Volumen liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich – und noch wichtiger für Anleger: nucera konkretisiert die Order-Intake-Prognose und hebt die Untergrenze für 2025/26 deutlich an.
Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe – Buchung erst im 2. Halbjahr 2025/26
Der Vertrag umfasst Planung, Beschaffung, Fertigung und Lieferung der Elektrolyseure. Der Auftragseingang soll planmäßig im zweiten Halbjahr 2025/26 verbucht werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet nucera nur geringe Umsatzeffekte aus dem Projekt; der Großteil der Umsatzrealisierung fällt in 2026/27.
Prognose-Update: Auftragseingang jetzt 550–850 Mio. Euro
Mit Blick auf den Auftragseingang wird die Guidance präziser – und faktisch stärker: nucera erwartet für 2025/26 nun 550 bis 850 Mio. Euro (Vorjahr 2024/25: 348 Mio. Euro). Zuvor lag die Spanne bei 350 bis 900 Mio. Euro. Die Anpassung spiegelt sowohl den Onuba-Auftrag als auch einen bereits im Dezember 2025 unterzeichneten Chlor-Alkali-Großauftrag im Nahen Osten (hoher zweistelliger Mio.-Bereich; Buchung in Q2 2025/26) wider.
Einordnung für Anleger: Die Obergrenze sinkt zwar, aber die Untergrenze springt – das ist oft die wichtigere Botschaft, weil es den Mindest-Auftragseingang und damit die Visibilität verbessert.
„Onuba“: Größtes Projekt seiner Art in Südeuropa – 45.000 Tonnen H₂ pro Jahr
Der grüne Wasserstoff aus Andalusien soll in nachhaltigen Flugkraftstoffen, im Straßen- und Schiffsverkehr sowie zur Dekarbonisierung der Chemie- und Düngemittelindustrie eingesetzt werden. „Onuba“ gilt als größtes Projekt dieser Art in Südeuropa und als erste Phase des „Andalusian Green Hydrogen Valley“. Geplant sind rund 45.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr und eine Einsparung von etwa 250.000 Tonnen CO₂ jährlich.
Warum die Meldung gerade jetzt so brisant ist
Das Timing ist pikant: Kurz zuvor stand nucera wegen eines gesenkten Ausblicks (u.a. kostenseitig im Green-Hydrogen-Geschäft) unter Druck.
Der Spanien-Auftrag wirkt hier wie ein Gegenakzent: Markt bleibt schwierig, aber Großprojekte kommen durch – und nucera sitzt am Tisch. Gleichzeitig wird klar: Umsatz- und Ergebniswirkung kommen zeitversetzt, während der Auftragseingang schon jetzt die Story stabilisiert.















