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Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) hat am Freitag gute Zahlen geliefert und überrascht heute mit einem neuen Kunden - da geht noch einiges. Österreichs größter Einzelhändler konnte gewonnen werden und was noch besser ist:

Der Kunde ist eine Tochter von REWE - mehr als nur ein wichtiger Kunde in Österreich, sondern auch Zugang zur noch viel größeren Mutter? Wer weiss. Auf jeden fall konnte Wirecard mit der heutigen Meldung positiv überraschen: Wirecard und wirecube haben mit BILLA den größten Lebensmitteleinzelhändler Österreichs als neuen Kunden gewonnen. Mittels der BILLA Scan & Go-App können Kunden einkaufen und direkt in der App bezahlen. Dabei werden sämtliche Produkte des Sortiments abgedeckt. BILLA betreibt 1.100 Filialen in Österreich und gehört zur REWE Gruppe. Auch der CEO sieht in BILLA erst den Anfang eines viel größeren Kundenfeldes: "Thanks to new #digitaltech, the self-checkout is becoming a new ePOS in store and is gaining strong momentum on the market. Cooperation between Wirecard,@wirecube_at and@BILLA_AT is another successful example of this." Wohlgemerkt: Beispiel! Nicht Einzelfall. Passend dazu war die Nachricht über das Referenzprojekt am Münchener Flughafen vor einigen Tagen.

Noch wichtiger ist BILLA als Referenzkunde - Potential über 1.100 Filialen hinaus

„Bei Wirecard wollen wir Einkaufsprozesse so schnell, einfach und angenehm wie möglich machen. Die neue BILLA App ist ein weiteres Beispiel dafür, wie man mit neuen Technologien hervorragende Kundenerlebnisse kreieren kann, die einen wahren Mehrwert für Konsumenten darstellen“, sagt Alexander Hahn, Vice President Sales Retail bei Wirecard.

Mit BILLA Scan & Go etabliert sich BILLA als Innovationsführer im österreichischen Einzelhandel. BILLA Kunden profitieren von ganz neuen Einkaufserlebnissen, und wir freuen uns über die gute Resonanz auf die App“, ergänzt Florian Burgstaller, CEO von wirecube.

Auf der Euroshop-Messe zeigt man  das, was BILLA jetzt kann: Scannen der Produkte selbständig, keine Kassenschlangen mehr und gleichzeitig Teilnahme am Kundenbonusprogramm plus elektronischer Kassenbon, kein "Papierkram" mehr udn das auch der neuen Kassenverordnung konform. Davon könnten einige Bäckereiketten durchaus angeregt werden oder? Wer kennt nicht die Bon-Berge beim Bäcker aktuell in Deutschland.

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"Mit BILLA Scan & Go wird der gesamte Einkaufsprozess digitalisiert und vereinfacht. Der Kunde kann seine Produkte nicht nur selbst am eigenen Handy scannen, sondern dank der integrierten Zahlungslösung von Wirecard diese auch direkt in der App bezahlen. Schlange stehen wird somit Geschichte. Nach dem Zahlvorgang wird automatisch eine digitale Rechnung übermittelt, die der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) und den Anforderungen des Finanzamts entspricht.Für wiederkehrende Zahlungen können die Zahlungsinformationen direkt in der App abgespeichert werden, wodurch der gesamte Vorgang noch einmal vereinfacht und somit beschleunigt wird. Einen weiteren Vorteil bietet die Integration des jö Bonus Clubs in der App. Dadurch können nach einmaliger Aktivierung dieser Funktion durch den Nutzer Bonuspunkte künftig automatisch und ohne Vorzeigen der jö Card gesammelt werden."

Hört dass der Wettbewerb - könnte man sich fragen, wer ist der nächste Einzelhändler oder Filialist, der Bonberge und Kassenschlangen vermeiden und Kundenbindungsprogramme auflegen will.

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UND Verfahren gegen FT läuft weiter - ohne Unterbrechungen - Nachtrag 10:52 Uhr, 17.02.2020

Sagt die Wirecard heute klar und deutlich - was soll man dann von dem WamS-Artikel halten? Eine solche Aussage über den Prozess ist leicht nachprüfbar und ... Offiziell Wirecard-Homepage, 17.02.2020: "Die Wirecard AG dementiert Falschmeldungen, wonach das laufende Rechtsverfahren der Wirecard AG gegen die Financial Times ausgesetzt oder eingestellt worden sei"

Die Stimmen der Analysten zu den Bilanzen - "heftiger Bewertungsabschlag", "Erwartungen übertroffen" - Haar in der Suppe wird gesucht

Zu den Zahlen von Freitag betonte der CEO Markus Braun klar das WESENTLICHE auf Twitter: "We are overachievers. Wirecard’s business is going strong into the future and we are very much looking forward to a successful year." Planübererfüllung und - wie man es verstehen könnte - nicht nur für 2019, sondern auch für die aktuell gerade noch betätigte Prognose für 2020. Und das offizielle Wirecard-Twitteraccount steht nicht nach: "We continued our growth in fiscal year 2019, substantially boosting both sales revenues and earnings."

Und wie wurde das ganze nun aufgenommen? Die DZ Bank: "Zahlungsabwickler auf der Überholspur" sagte man und erhöhte das Kursziel auf 168,00 EUR von 150,00 EUR aufgrund der Q4 Zahlen. Auch werden die Erwartungen an den Gewinn 2020 und 2021 erhöht, die Einschätzung blieb bei "KAUFEN". Und dass schon um 13:57 Uhr, klares Urteil, offensichtlich besser als erwartet bei den Zahlen.

Die UBS, sowieso nicht gerade als Fan der Wirecard bekannt, legte sich fest: "NEUTRAL" bleibt als Einstufung - wenig überraschend gefällt der über dem Analystenkonsens liegende Umsatz, aber die Marge nehme ab. Und dann der entscheidende Punkt für den UBS-Analysten sind nicht die Bilanzen entscheidend sondern die im Raum stehenden FT-Vorwürfe oder deren Klärung durch den Ende März avisierten KPMG-Bericht. Komfortabel: Erst wird allenthalben die Bedeutung der Q4-Zahlen für das Unternehmen betont und dann - wenn sie da sind und nicht "so schlecht" sind - sagt man, sie seien sowieso nicht wichtig solange die FT nicht geklärt sei...

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Goldman Sachs blieb bei "BUY", zeigte sich von den Zahlen, die alle "über dem Mittelwert der Erwartungen lagen" zufiredengestellt und sieht auch im Bereich Compliance Hinweise auf eine Verbesserung. Sah aber keinen Grund für eine Kurszielerhöhung.

Baader, mit einem Kursziel von 240,00 EUR sowieso einer der Optimistischsten, sah sich bestätigt, beließ das Kursziel wegen des "beeindruckend starken" Q4 in dieser Höhe und veriwieß für alles Weitere auf die Zeit nach den Sonderprüfungsergebnissen.

Hauck&Auffhäuser sah seine Einschätzung eines Kursziels von 270,00 EUR bestätigt und betonte den "heftigen Bewertungsabschlag" zu den Wettbewerbern wie Adyen und Worldline.

JPMorgan blieb bei "NEUTRAL" und einem Kursziel von 165,00 EUR und betonte die über den Erwartungen liegenden Umsätze und EBITDA-Zahlen, sah aber eine abnehmende Marge als Negativum - ein "etwas schwächer" reichte für diese Einschätzung.

Kurzgefasst: DIE Bilanzzahlen

Analystenkonsens: Umsatz 2,7 Mrd. EUR; EBIT 659 Mio. EUR; Gewinn 529 Mio. EUR. UND DIE REALITÄT: "Nach vorläufigen Zahlen hat sich der Konzernumsatz 2019 auf 2,8 Mrd. EUR und damit um rund 38 Prozent erhöht (2018: 2,0 Mrd. EUR). Der vorläufige operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 40 Prozent auf 785 Mio. EUR (2018: 561 Mio. EUR). Bereinigt um Sonderaufwendungen für Prüfungs- und Beratungs- sowie Rechtsberatungsleistungen in Q4/2019 beträgt das EBITDA 794 Mio. EUR, was einer Steigerung von 42 Prozent entspricht."Im Geschäftsbericht 2018 der Wirecard AG auf Seite 90: "Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwi-schen EUR 740 Millionen und EUR 800 Millionen Euro erwartet." Dann wurde einmal erhöhr, so dass es in der quartalsmitteilung zum 3.quartal auf Seite 5 heisst:"Der Vorstand bestätigt seine Prognose, für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 ein EBITDA zwischen 765 Mio. EUR und 815 Mio. EUR zu erzielen. "

ALSO PROGNOSE BEIM EBITDA ERREICHT IM OBEREN DRITTEL. BEIM UMSATZ SCHAFFTE MAN MEHR ALS DIE KONSENSERWARTUNGEN. GUTES ERGEBNIS. KEINE ÜBERRASCHUNGEN, einfach Zahlen, die starkes Wachstum und weiter gute Aussichten für 2020:"Für das laufende Geschäftsjahr 2020 bestätigt der Vorstand seinen Ausblick und erwartet einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 1,0 Mrd. EUR bis 1,12 Mrd. EUR."


Chart: Wirecard AG | Powered by GOYAX.de
 
 

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0007472060, DE0005664809

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