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Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 erwartet die Siltronic AG (ISIN: DE000WAF3001),

einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium, einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf 2018.

"Unser Geschäft war 2017 durch eine sehr hohe Nachfrage nach Siliziumwafern bei gleichzeitig limitierten Produktionskapazitäten geprägt. Dies hat zu einer deutlichen Erhöhung der durchschnittlichen Verkaufspreise geführt. Unsere Kunden sind bestrebt, ihren Waferbedarf auch auf längere Sicht zu sichern und wir haben diverse Langfristverträge zu attraktiven Konditionen abgeschlossen", sagte Dr. von Plotho, CEO der Siltronic AG.

2017 konnte das Unternehmen in einem sehr positiven Marktumfeld die durchschnittlichen Verkaufspreise für 200 mm- und 300 mm-Wafer deutlich erhöhen. Diese lagen im vierten Quartal 2017 für 300 mm-Wafer sowie für das gesamte Produktspektrum der Siltronic AG in US-Dollar rund 30 Prozent über denen des vierten Quartals 2016.

Der Umsatz 2017 lag mit 1.177,3 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (2016: 933,4 Millionen Euro). Dies ist hauptsächlich auf die gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreise zurückzuführen.

Die absoluten Herstellungskosten sind von 761,5 Millionen Euro auf 807,0 Millionen Euro gestiegen. Unter Vernachlässigung von Einmalaufwendungen konnte das Unternehmen die Herstellungskosten je Waferfläche gegenüber dem Vorjahr jedoch reduzieren. Dies ist auf eine höhere Auslastung der Anlagen und erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen.

Das Bruttoergebnis lag bei 370,3 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Bruttomarge erhöhte sich von 18,4 Prozent auf 31,5 Prozent.

Das EBITDA erreichte 353,1 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr ebenfalls mehr als verdoppelt (2016: 146,0 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge erreichte 30,0 Prozent nach 15,6 Prozent im Vorjahr

2017 war per Saldo der Aufwand aus Maßnahmen zur Währungssicherung mit 3,0 Millionen Euro deutlich niedriger als 2016 mit 20,9 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist mit 235,7 Millionen Euro fast neun Mal höher als im Vorjahr (2016: 27,0 Millionen Euro).

Das Periodenergebnis lag 2017 mit 192,2 Millionen Euro deutlich über dem Wert von 2016 (8,7 Millionen Euro).

Damit beläuft sich das Ergebnis je Aktie auf 6,18 Euro (Vorjahr: 0,40 Euro).

Die deutliche Verbesserung des EBIT wirkte sich positiv auf den ROCE (Return on Capital Employed) aus, der von 3,7 Prozent auf 31,3 Prozent gestiegen ist.

2017 hat Siltronic 123,2 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Aufgrund der Preiserhöhungen für Wafer wurde ein Preisniveau erreicht, das Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten für 300 mm-Wafer erlaubt. Daher hatte Siltronic bereits im September 2017 beschlossen, bis Mitte 2019 Kapazitäten für rund 70.000 zusätzliche 300 mm-Wafer pro Monat aufzubauen. Diese Erhöhung erlaubt es dem Unternehmen, das Marktwachstum analog zum eigenen Marktanteil zu begleiten. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen werden sich auf rund 140 Millionen Euro belaufen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden notwendiges Produktionsequipment in Auftrag gegeben und bereits Anzahlungen in Höhe von rund 30 Millionen Euro an Lieferanten geleistet. Zusätzlich wurden bereits begonnene Automatisierungsprojekte weitergeführt und in neue Ziehanlagen investiert.

Der Free Cashflow war 2017 mit 169,6 Millionen Euro deutlich positiv und lag wie erwartet weit über dem Vorjahreswert von 19,0 Millionen Euro.

Das Nettofinanzvermögen hat sich dementsprechend auf 342,1 Millionen Euro verbessert (2016: 175,0 Millionen Euro).

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Siltronic AG werden der Hauptversammlung im April eine Dividende von 2,50 Euro für das Geschäftsjahr 2017 vorschlagen. Dies entspricht einer Gesamtdividendenauszahlung von 75 Millionen Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt damit rund 40 Prozent des Jahresüberschusses 2017, der auf die Siltronic-Aktionäre entfällt.

Sehr starke Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2017

Mit einem Umsatz von 328,1 Millionen Euro im vierten Quartal 2017 (Q4 2016: 246,3 Millionen Euro) setzte das Unternehmen den deutlich positiven Geschäftsverlauf der ersten drei Quartale 2017 fort. Die anhaltende Vollauslastung bei 200 mm- und 300 mm-Wafern, eine sehr hohe Auslastung bei Wafern von 150 mm Durchmesser und kleiner sowie sequentiell weiter steigende Preise haben dazu beigetragen. Hauptsächlich aufgrund der Preiserhöhungen hat Siltronic im vierten Quartal 2017 ein EBITDA von 120,9 Millionen Euro erreicht. Das EBITDA des Vergleichszeitraums 2016 lag bei 50,5 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge von Oktober bis Dezember 2017 erreichte 36,8 Prozent (Q4 2016: 20,5 Prozent).

Positive Entwicklung für 2018 erwartet

Das Marktforschungsinstitut IHS Markit erwartet derzeit, dass die Waferfläche für die Halbleiterindustrie 2018 um 4,5 Prozent wächst. Dabei wird der Bereich Solid State Drives (SSD), der auf NAND-Technologie basiert, als ein großer Wachstumstreiber prognostiziert. Auch der DRAM-Markt zeigt positive Tendenzen. Wachstumstreiber sind aber auch die Automobilindustrie sowie industrielle Anwendungen.

Die Nachfrage nach Siltronic-Wafern im ersten Quartal 2018 ist ungebrochen. Im Bereich der 300 mm- und 200 mm-Wafer ist die Produktion weiterhin voll ausgelastet. Die Produktion von Wafern mit 150 mm und kleineren Durchmessern ist ebenfalls nahe der Vollauslastung.

Das Unternehmen erwartet 2018 weiter steigende Waferpreise, geht jedoch davon aus, dass die Preiserhöhungen geringer sein werden als in den Vorquartalen.

Siltronic erwartet aufgrund des starken Euro einen negativen Effekt auf den Umsatz und das EBITDA. Bei einem EUR/USD-Wechselkurs von 1,25 (2017: 1,13) und einem EUR/JPY-Wechselkurs von 135 (2017: 127) rechnet das Unternehmen für 2018 mit negativen Währungseffekten von rund 100 Millionen Euro auf den Umsatz und von rund 60 Millionen Euro auf das EBITDA.

Der Umsatz sollte 2018 trotz des starken Euro 1,3 Milliarden Euro deutlich überschreiten. Die EBITDA-Marge sollte nahe 40 Prozent liegen. Der Netto-Cashflow sollte den Wert von 2017 deutlich übertreffen. Die Investitionen werden sich auf circa 240 Millionen Euro bis 260 Millionen Euro belaufen. Hierin enthalten sind neben Basisinvestitionen auch Investitionen in Capabilities und Automatisierungsprojekte sowie eine neue Ziehhalle in Singapur. Das Ergebnis je Aktie sollte 2018 deutlich steigen.

Siltronic ist optimistisch, dass sich das Geschäftsjahr 2018 insgesamt sehr positiv entwickeln wird.

"Wir erwarten im laufenden Geschäftsjahr 2018 weiter steigende Waferpreise, auch wenn die Preiserhöhungen weniger ausgeprägt sein sollten als 2017. Der starke Euro wird unseren Umsatz und das EBITDA zwar in einem nicht unerheblichen Maß belasten. Wir sind jedoch zuversichtlich, unseren Umsatz und unsere EBITDA-Marge weiter steigern zu können. Mit dem Bau einer neuen Ziehhalle in Singapur schaffen wir bei der Kristallkapazität die Voraussetzungen, um die Waferkapazität in den bestehenden Gebäuden weiter ausbauen zu können", so von Plotho.

Aktuell (05.03.2018 / 08:14 Uhr) notieren die Aktien der Siltronic AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +6,15 EUR (+5,43%) bei 119,45 EUR.


Chart: Siltronic AG | Powered by GOYAX.de

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