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Die Evotec AG (ISIN: DE0005664809) knüpft in punkto „Good News“ da an, wo man im Jahr 2016 aufgehört hat. Gleich drei Meldungen wurden in den letzten sieben Handelstagen veröffentlicht.

Im Verlaufe des letzten Jahres konnte das TECDAX-Unternehmen einige strategische Kooperationen, unter anderem mit Merck und Celgene, und darüber hinaus weitere operative Erfolge vermelden.

Mitte Dezember gab man z.B. die Übernahme von Cyprotex plc, einem britischen Auftragsforschungsunternehmen, gegen eine Barzahlung von 55,7 Mio. GBP (ca. 66,3 Mio. EUR) bekannt. Cyprotex soll in 2017 Umsätze zwischen 18 Mio. EUR und 20 Mio. EUR erwirtschaften und positiv auf das EBITDA von Evotec Einfluss nehmen.  

Die Aktie verzeichnete seit Anfang November einen Kursanstieg von 4,88 EUR auf aktuell 7,66 EUR. Damit legte das Papier binnen weniger Wochen um +56,97% zu. Im abgelaufenen Börsenjahr 2016 gelang dem BioTech-Unternehmen aus Hamburg mit +78,47% insgesamt der Sprung auf Platz zwei der Best-Performer-Rangliste im TECDAX.

 

Evotec AG
Chart: Evotec AG | Powered by GOYAX.de


Strategische Partnerschaft mit MaRS Innovation im Bereich fibrotische Erkrankungen

Evotec hat heute gemeinsam mit der kanadischen MaRS Innovation den Launch von Fibricor Therapeutics LP bekannt gegeben. Das neu gegründete Unternehmen aus Toronto wird dabei mit einem Kapital von rund 2,1 Mio. USD ausgestattet.

Fibricor Therapeutics soll sich auf die Entwicklung von innovativen Therapeutika für fibrotische Erkrankungen konzentrieren, die das Potenzial haben, Fibrose zu verhindern, zu verlangsamen und den Verlauf der Krankheit umzukehren. Bei Fibrose handelt es sich um eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes (in Geweben und Organen). Der Fibrose können dabei ganz verschiedene Krankheitsbilder zu Grunde liegen.

Wie es in der Meldung weiter heißt, wird Evotec sämtliche Wirkstoffforschungsaktivitäten erbringen und im Gegenzug eine nicht genauer genannte Beteiligung an Fibricor Therapeutics erhalten.

Evotec’s COO Dr. Mario Polywka geht künftig jedenfalls von einer fruchtbaren Zusammenarbeit aus: "Fibrose ist weiterhin ein Bereich mit großem ungedecktem medizinischen Bedarf. Wir erwarten, dass die Kombination von Fibrocors Fähigkeiten hinsichtlich der Identifizierung neuer krankheitsrelevanter Targets und Evotecs branchenführender Wirkstoffforschungsplattform die Wahrscheinlichkeit, relevante Medikamente zu entwickeln, stark erhöhen wird."


PLA2G16 als neues antivirales Target für Infektionen durch Picornaviren

Am 12. Januar 2017 hatte Evotec bereits eine andere gute Nachricht gemeldet: Dr. Thijn Brummelkamp, der Mitbegründer des strategischen Partners Haplogen GmbH aus Wien (Österreich), hatte demnach „vielversprechende Forschungsergebnisse im Bereich der Picornaviren“ in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

In der Unternehmensmeldung von letztem Donnerstag heißt es, dass die Studie die unerwartete Rolle eines Signalwegs zur Bakterienabwehr im Lebenszyklus der Picornaviren belege. Zudem zeige sie, dass das Zellenzym PLA2G16, an dem Haplogen die exklusiven Rechte für die Verwendung bei viralen Infektionen hält, eine bisher nicht gekannte Möglichkeit zur Abwehr von Infektionen durch eine große Anzahl von Picornaviren darstellt. Picornaviren sind der häufigste Grund für menschliche Infektionen, sie lösen Erkrankungen wie Erkältungen und Polio aus.

Dr. Brummelkamp sieht in den Ergebnissen der Studie einen Hinweis darauf, dass PLA2G16 als neues Zielprotein für von Picornaviren verursachte Krankheiten genutzt werden kann. Derartige Medikamente würden an der Wirtszelle anstatt am viralen Protein ansetzen und es dadurch für den Virus sehr schwierig machen, eine Resistenz zu entwickeln.

Evotec und Haplogen haben im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft seit November 2012 neuartige Inhibitoren  entwickelt. Mit einem Start der präklinischen Entwicklung rechnet man in diesem Jahr.

"Wir sind begeistert von unserer gemeinsamen Forschungsarbeit mit Haplogen, in der wir unsere Wirkstoffforschungsexpertise in einem so interessanten first-in-class Target einsetzen können. Wir gratulieren Dr. Brummelkamp und seinem Team zu dieser Entdeckung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit, um letztlich einen neuartigen Wirkstoffkandidaten zu generieren.", kommentierte Dr. Werner Lanthaler (CEO Evotec) die veröffentlichten Forschungsergebnisse. 


Vertiefung der Partnerschaft mit Eternygen

Am Montag letzter Woche (9. Januar 2017) teilte das TECDAX-Unternehmen mit der ersten Meldung im neuen Jahr mit, dass die bestehende Partnerschaft mit dem Berliner BioTech-Unternehmen Eternygen GmbH ausgeweitet wird.

Bisher fungierte Evotec ausschließlich als Partner in der präklinischen Entwicklung. Fortan wird man jedoch zudem als Investor in Erscheinung treten. Evotec hat sich gemeinsam mit einem Investoren-Konsortium an der Serie-A-Finanzierungsrunde, die ein Gesamtvolumen von etwa 8 Mio. EUR umfasst, beteiligt. Die Anteilshöhe wurde dabei nicht genannt.

Eternygen ist spezialisiert auf Stoffwechselerkrankungen und konzentriert sich hier auf den Natrium-abhängigen Citrat-Transporter („NaCT“), der auch unter dem Akronym INDY („I am Not Dead Yet“) bekannt ist. Dieser ist ein zentraler Regulator des Energie- und Fettstoffwechsels. Es wird davon ausgegangen, dass INDY weiterhin an der Pathogenese der nichtalkoholischen Fettleber und nichtalkoholischen Steatohepatitis sowie an Diabetes und Adipositas beteiligt ist.

"Eternygen hat gemeinsam mit Evotec weltweit führende Expertise und Ansätze hinsichtlich eines vielversprechenden Mechanismus in Stoffwechselerkrankungen vereint. Die Kombination herausragender akademischer Leistungen mit einem sehr fokussierten Management Team sowie einer validierten Plattform ist ein für Evotec sehr wirksames Modell, um Projekte mit first-in-class Potenzial voranzubringen. Hier ist Eternygen eine sehr gute Ergänzung.", erläuterte Dr. Cord Dohrmann (CSO Evotec) die Partnerschaft mit dem Berliner BioTech-Unternehmen.

 

Material von Evotec AG

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