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Die Aktie der Jenoptik AG (ISIN: DE0006229107) ist seit dem Tief am 9. Februar bei 10,87 EUR bis zum 7. Juni im Hoch auf 14,90 EUR gestiegen.

Ein Plus von +37% in gut vier Monaten. Gestern, am Tag der Hauptversammlung (HV), lief der Kurs allerdings zunächst wieder auf 14,66 EUR zurück. Heute, am Ex-Dividende-Tag, ging es bisher noch einmal um -2,05% abwärts auf 14,36 EUR.
 
Die Frage, die sich nun stellt: Kann die Aktie den Aufwärtstrend der letzten Monate weiter fortsetzen? Vier Analystenhäuser, die sich im Mai zu Jenoptik äußerten, sehen mit Kurszielen von 16 EUR und 16,50 EUR noch ein Upside-Potenzial zwischen 11,42% und 14,90%. Die Deutsche Bank und das Bankhaus Lampe hingegen beließen ihre Empfehlung für das Papier zuletzt weiterhin auf „Halten“ und sehen mit Kurszielen von 14 EUR und 12 EUR kein weiteres Kurspotenzial.

Die gestrige HV brachte Anlegern dabei auch keine neuen Entscheidungshilfen, dafür den Aktionären aber immerhin eine 10-prozentige Dividendenerhöhung.


Aktionäre beschließen Dividendenerhöhung

Auf der gestrigen HV in Weimar folgten die anwesenden Aktionäre dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, die Dividende von 0,20 EUR auf nunmehr 0,22 EUR je Aktie anzuheben. Dies entspricht einer prozentualen Erhöhung von 10%.

Den Gewinn hatte Jenoptik in 2015 von 41,6 Mio. EUR (2014) um +19,95% auf 49,9 Mio. EUR verbessert. Der Umsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von 590,2 Mio. EUR in 2014 um +13,28% auf 668,6 Mio. EUR gesteigert werden.

Ein Drittel der Einnahmen stammen aus dem Segment Defense & Civil Systems, weswegen auf der HV auch eine Hand voll Rüstungsgegner gegen die Militärgeschäfte von Jenoptik protestierten. Jenoptik hatte im letzten Jahr insbesondere aufgrund die Abrechnung des Großauftrags zur Ausrüstung des Raketenabwehrsystems Patriot profitiert. Der Segment-Umsatz stieg von 170,8 Mio. EUR (2014) um +23,77% auf 211,4 Mio. EUR und das EBIT gar von 2,1 Mio. EUR (2014) um über +700% auf 17,9 Mio. EUR.


Im Q1 2016 weiter auf Wachstumskurs

Auch der Start ins neue Jahr kann in punkto Umsatzzuwachs als gelungen angesehen werden. Die Einnahmen stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres von 145,8 Mio. EUR (Q1 2015) um +8,51% auf 158,2 Mio. EUR.

Der Umsatz verteilte sich dabei ungefähr zu gleichen Teilen auf die drei Segmente Optics & Life Science (52,2 Mio. EUR), Mobility (52,1 Mio. EUR) und Defense & Civil Systems (54,4 Mio. EUR). Allerdings legte letzterer Bereich mit +27,4% mit Abstand am deutlichsten zu.

Auf Ergebnisseite konnte Jenoptik im Q1 das EBIT von 8,7 Mio. EUR (Q1 2015) auf 9,8 Mio. EUR steigern. Der Bereich Optics & Life Science war wie im Vorjahresquartal hier erneut mit einem EBIT-Anteil von 5,2 Mio. EUR stärkstes Segment. Der Bereich Mobility trug 2,3 Mio. EUR zum EBIT bei und das Segment Defense & Civil Systems trug mit 3,2 Mio. EUR am zweitmeisten zum EBIT bei. Der Zuwachs stach auch hier gegenüber dem Q1 2015 mit +300% im Vergleich zu den beiden anderen Segmenten klar heraus.

 
Internationalisierung soll Wachstum vorantreiben

Jenoptik hat in der jüngsten Vergangenheit damit begonnen, sich strategisch auf die kommenden Wachstumstrends zu fokussieren. Digitale Welt – Gesundheit – Mobilität – Sicherheit – Infrastruktur sind laut Geschäftsberich 2015 die Themen der Zukunft.

 

jenoptik sparten maerkte megatrends

 

Ein entscheidender Hebel bei der ausgegebenen Wachstumsstrategie, die unter dem Namen „from good to great“ läuft, ist allen voran die Internationalisierung. Der Anteil des Auslandsgeschäfts wurde im letzten Jahr bereits von 64,2% auf 67,4% gesteigert.

Vor allem die Regionen Asien/Pazifik und Amerika stehen im Fokus von Jenoptik. Nicht umsonst hat das Unternehmen erst Anfang Juni bekannt gegeben, rund 15 Mio. USD in einen neuen und modernen Technologie-Campus für Messtechnik- und Laseranlagen für die nordamerikanische Automobil-Industrie am US-Standort Rochester Hills im US-Bundestaat Michigan zu investieren. Darüber hinaus vermeldete Jenoptik am 3. Juni noch einen Großauftrag aus den USA im Segment Optics & Life Science. Der Auftrag läuft über drei Jahre und umfasst ein Volumen von zusammen genommen 11 Mio. USD für die Lieferung von Laser für den medizinischen Einsatz.

Beide neuerlichen Unternehmensmeldungen zeigen, in welche Richtung es gehen soll. In 2018 soll der Anteil der Regionen Amerika und Asia/Pazifik am Geschäft von Jenoptik schon 40% ausmachen. Im Q1 2016 betrug der kumulierte Umsatz für die beiden Regionen 48,78 Mio. EUR, was auf den Gesamtumsatz des Quartals einem Anteil von 30,84% entspricht.


Vorstand bestätigt auf HV nochmals Prognose für 2016

Bereits im Mai hatte Jenoptik mit den Q1-Zahlen die ausgegebene Jahresprognose für 2016 bestätigt. Gestern auf der HV bekräftigte der Vorstand noch einmal die Ziele für das laufende Jahr.

Demnach will das Unternehmen in diesem Jahr ein moderates Wachstum erzielen. Der Umsatz wird zwischen 680 Mio. EUR und 700 Mio. EUR erwartet. Damit würde für 2016 ein Umsatzplus zwischen +1,71% und 4,70% herausspringen. Die EBIT-Marge wird derweil zwischen 9% und 9,5% erwartet. Bis 2018 strebt man beim Jenaer Unternehmen unterdessen einen Umsatz von 800 Mio. EUR an, die EBIT-Marge soll dann zwischen 9% und 10% liegen. 

 


Chart: Jenoptik AG | Powered by GOYAX.de

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