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Die STRATEC Biomedical AG (ISIN: DE0007289001) hat mit den gestern vorgelegten Zahlen über ein erwartet schwaches erstes Quartal berichtet.

Anleger waren schon Mitte März mit einer gesenkten Jahresprognose darauf vorbereitet worden, so dass sich der Aktienkurs gestern und heute stabil zeigte. Aktuell notiert das Papier bei 50,10 EUR und somit auf Tagesbasis mit +1,27% im Plus.


Deutlicher Umsatz- und Ergebnisrückgang

Es war keine große Überraschung, als STRATEC Biomedical gestern ein deutlich verschlechtertes Zahlenwerk zum ersten Quartal bekannt gab: Der Umsatz betrug 31,2 Mio. EUR und lag somit -9,57% unter dem Niveau aus dem Q1 2015 (34,5 Mio. EUR). Beim Ergebnis schnitt das Birkenfelder BioTech-Unternehmen noch schlechter ab: Das EBIT verringerte sich von 5,8 Mio. EUR (Q1 2015) um -22,41% auf 4,5 Mio. EUR und der Gewinn schmolz von 4,7 Mio. EUR um -27,66% auf 3,4 Mio. EUR.

Auf ein schwaches erstes Quartal hatte STRATEC Biomedical allerdings im März schon hingewiesen. Hauptgrund für die negativeren Aussichten waren Bestellkürzungen, insbesondere eines wichtigen chinesischen Kunden. Insgesamt zeigte sich in der Region Asien eine verringerte Abnahmeerwartung aufgrund des dort schwierigen wirtschaftlichen Umfelds.

Deswegen hatte STRATEC Biomedical die mittelfristige Wachstumsprognose aus 2013 für die Jahre 2014-2017 signifikant nach unten korrigiert: Das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum (CAGR) wurde in der ursprünglichen Prognose mit 8% bis 12% angegeben und wird nun nur noch bei 6% erwartet. Für 2016 rechnet man mit einem Umsatz zwischen 150 Mio. EUR und 154 Mio. EUR. Die Aktie reagiert auf die Gewinnwarnung hin mit einem Kursabschlag von -13,49%. Das Papier rutschte binnen eines Tages von 50,50 EUR (Schlusskurs 15. März) auf 43,69 EUR (Schlusskurs 16. März).


Aktualisierung der Prognose angekündigt

Da STRATEC Biomedical die am 23. März bekannt gegebene Akquisition von Diatron MI plc wie angekündigt am 31. März abgeschlossen hat, wird das Unternehmen voraussichtlich mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 21. Juli auch eine aktualisierte Wachstumsprognose mitliefern.

Das ungarische Unternehmen mit Sitz in Budapest fertigt mit seinen rund 200 Mitarbeitern hauptsächlich Systemlösungen und Verbrauchsmaterialien für die Bereiche Hämatologie und klinische Chemie an und liefert diese in mehr als weltweit 100 Länder. Im letzten Geschäftsjahr erzielte Diatron einen Umsatz von etwa 34 Mio. EUR.

Bereits ab April 2016 wird sich das Geschäft von Diatron umsatz- und ergebniswirksam auf das Finanzergebnis von STRATEC Biomedical auswirken. Insgesamt geht man aufgrund dessen von einem deutlichen Umsatzzuwachs und einer verbesserten Ergebnislage aus.


Erhöhte Dividende und Akquisition von Diatron stützen Aktie

Neben den positiven Impulsen aufgrund der getätigten Akquisition von Diatron und der damit verbundenen Kompensierung des schwächelnden Asiengeschäfts dürfte zudem die erneute Erhöhung der Dividende einen stützenden Charakter auf die Aktie gehabt haben.

Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung am 9. Juni wie bereits angekündigt, eine Dividende von 0,75 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,70 EUR je Aktie) vorzuschlagen. Dies wäre die zwölfte Dividendenerhöhung in Folge.

Von den vier Analysten, welche die Aktie im April bewertet haben, sprachen zwei eine Kaufempfehlung und zwei eine Halteempfehlung aus. Die Kursziele liegen zwischen 47 EUR und 54 EUR. Mit dem aktuellen Kursniveau liegt die Aktie momentan bereits leicht über dem rechnerischen Durchschnittskursziel von 50 EUR.

 


Chart: STRATEC Biomedical AG | Powered by GOYAX.de

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