Sto-Konzern erreicht Ziele

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Die Sto SE & Co. KGaA ist ein Hersteller von Farben, Putzen, Lacken und Beschichtungssystemen sowie Wärmedämmverbundsystemen.
Sto-Konzern Aktie. Die Sto SE & Co. KGaA, international bedeutender Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen, konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen die für 2023 prognostizierten Ziele erreichen. Der Geschäftsverlauf stand wesentlich unter dem Einfluss ungünstiger Witterungsbedingungen, wodurch die Verarbeitung der im Außenbereich verwendeten Sto-Produkte behindert wurde. Hinzu kamen hemmende Sondereffekte im Baugewerbe. Vor allem unklare Rahmen- und Förderbedingungen sowie ausbleibende politische Beschlüsse in Deutschland führten zu einer stark zunehmenden Verunsicherung potenzieller Bauherren. Neben der daraus resultierenden Zurückhaltung privater und institutioneller Investoren bremsten auch die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage, die geopolitischen Konflikte, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen die Nachfrage im Geschäftsjahr 2023.

Der Umsatz im Sto-Konzern verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % auf 1,72 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,79 Mrd. EUR) und lag damit marginal über der im November 2023 angepassten Prognose von 1,71 Mrd. EUR. Aus Währungsumrechnungen ergab sich saldiert ein negativer Effekt von insgesamt 16,4 Mio. EUR. Bereinigt um diesen ging der Konzern-Umsatz um 3,0 % zurück.

Sto-Konzern: Konzern-EBIT verringerte sich

Die Rohertragsquote stieg auf 53,9 % (Vorjahr: 50,7 %), lag jedoch noch unter dem Niveau vor dem Jahr 2021, in dem eine drastische Zunahme der Beschaffungspreise einsetzte. Sto hatte darauf mit Verkaufspreiserhöhungen reagiert, die gemeinsam mit der 2023 einsetzenden Entspannung in vielen Bereichen des Beschaffungsmarktes und einem strikten Kostenmanagement zur Verbesserung der Marge beitrugen. Das Konzern-EBIT verringerte sich im Berichtsjahr um 2,5 % auf 126,5 Mio. EUR (Vorjahr: 129,7 Mio. EUR) und erreichte die prognostizierte Bandbreite von 118 Mio. EUR bis 143 Mio. EUR. Das EBT ging durch das verbesserte Finanzergebnis nur um 0,7 % auf 127,4 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 128,3 Mio. EUR; Prognose: 117 Mio. EUR bis 142 Mio. EUR), die daraus resultierende Umsatzrendite verbesserte sich gegenüber Vorjahr von 7,2 % auf 7,4 % (Prognose: 6,1 % bis 7,5 %). Die Renditekennziffer ROCE lag mit 17,1 % ebenfalls innerhalb der erwarteten Spanne (Vorjahr: 17,3 %; Prognose: 14,8 % bis 18,0 %).

Die Finanz- und Vermögenslage des Sto-Konzerns, der am Jahresende 2023 weltweit 5.783 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.12.2022:  5.735) beschäftigte, gewann weiter an Stärke. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 62,6 % (31.12.2022: 62,4 %), der Bestand an liquiden Mitteln vergrößerte sich auf 122,3 Mio. EUR (31.12.2022: 119,4 Mio. EUR). Das Nettofinanzguthaben nach Berücksichtigung von Finanzschulden stieg zum Jahresende 2023 auf 119,7 Mio. EUR (31.12.2022: 114,4 Mio. EUR). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 170,9 Mio. EUR (Vorjahr: 95,3 Mio. EUR).

Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin STO Management SE wird der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Juni 2024 vorschlagen, aus dem nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der Sto SE & Co. KGaA, der sich 2023 auf 69,8 Mio. EUR belief, wie im Vorjahr 31.896.720,00 EUR als Gewinn auszuschütten. Demnach sollen die Kommanditvorzugsaktionäre unverändert eine Basisdividende von 0,31 EUR und einen ebenfalls gleichbleibenden Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie erhalten. An die Kommanditstammaktionäre soll erneut eine Basisdividende von 0,25 EUR und ein Sonderbonus von 4,69 EUR je Aktie ausgezahlt werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats.

In den ersten drei Monaten 2024 blieb der Umsatz insbesondere aufgrund der Witterungsverhältnisse im Januar sowie der im Vergleich zu 2023 geringeren Anzahl an Arbeitstagen im Monat März per saldo unter dem Vorjahresniveau und auch unter den Erwartungen.

Im Gesamtjahr 2024 rechnet Sto trotz der großen Herausforderungen insbesondere im deutschen Markt mit einem Umsatz von 1,79 Mrd. EUR im Konzern. Für das EBIT und das Vorsteuerergebnis EBT prognostiziert Sto jeweils eine Bandbreite von 113 Mio. EUR bis 138 Mio. EUR. Die Umsatzrendite dürfte demnach zwischen 6,3 % und 7,8 % liegen. Die Renditekennziffer ROCE erreicht voraussichtlich einen Wert von 14,5 % bis 17,8 %.

Voraussetzung für die Prognose ist ein durchschnittlicher Witterungsverlauf, eine den Erwartungen entsprechende Konjunkturentwicklung in den für Sto wichtigen Märkten sowie ein weitgehend stabiler Euro-Umrechnungskurs. Eine weitere wesentliche Annahme ist, dass die geopolitischen Spannungen wie der Russland-Ukraine- oder der Nahostkonflikt keine erheblichen Nachfragebeeinträchtigungen in den für Sto relevanten Märkten verursachen und es zu keinen Einschränkungen bei der Durchführung der Geschäftstätigkeit oder der Versorgung mit Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie kommt.

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