Smartbroker: Alles läuft nach Plan

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Smartbroker-Gruppe veröffentlicht erste vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 und kündigt Überarbeitung des Börsenportals wallstreet-online.de an
Die Smartbroker Holding AG (ISIN: DE000A2GS609), einer der führenden Online-Broker-Betreiber nach betreutem Kundenvermögen und der mit Abstand größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum, hat heute die testierten Geschäftszahlen für 2022 veröffentlicht und damit die vorläufigen Zahlen, die am 15. März 2022 kommuniziert wurden, bestätigt.

Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes erreichte die Smartbroker-Gruppe wichtige Zwischenziele auf dem Weg zum Relaunch ihres Online-Brokers Smartbroker. Auch mit einem verkleinerten Marketingbudget gelang es, die Anzahl der Wertpapierdepots auf 267.000 und die Höhe des betreuten Kundenvermögens um 0,3 Mrd. auf € 9,2 Mrd. zu steigern.

Mediengeschäft bleibt umsatzstärkster Teilbereich, aber Transaktionsgeschäft holt auf

Der Umsatz nach HGB lag bei € 52,8 Mio. (€ 56,8 Mio. auf vergleichbarer Basis im Jahr 2021). Das Transaktionsgeschäft, dessen mit Abstand größte Umsatzquelle der Smartbroker darstellt, trug knapp € 19 Mio. zum Gruppenumsatz bei. Das Mediengeschäft blieb der umsatzstärkste Teilbereich. Mit den vier Börsenportalen wurde ein Umsatz von rund € 34 Mio. und ein EBITDA von circa € 15 Mio. erwirtschaftet, was einer Marge von 43 % entspricht. Das EBITDA nach Kundengewinnungskosten lag gruppenweit bei € 8,8 Mio. (€ 4,4 Mio. im Vorjahr). Dies entspricht einer Steigerung um 99 %. Die Kundenakquisekosten betrugen im Jahr 2022 insgesamt € 4,0 Mio., sodass das EBITDA vor Kundengewinnungskosten bei € 12,8 Mio. lag (vorläufig: € 13,1 Mio.). Belastet wurde das Jahresergebnis in erster Linie durch außerordentliche Abschreibungen beim Projekt SMARTBROKER+ in Höhe von knapp € 13 Mio. Nichtsdestotrotz zeigte sich die Bilanz zum Jahresende 2022 weiterhin sehr konservativ mit einer Eigenkapitalquote von 67% und einem Kassenbestand in Höhe von mehr als € 27 Mio.

Stärkung der Einnahmen-Seite durch Diversifizierung und Einführung neuer Produkte

Nach einem guten ersten Quartal 2022 war die Smartbroker-Gruppe im weiteren Jahresverlauf mit einem Rückgang der Handelsaktivitäten von Privatanlegern und einer Reduzierung der verfügbaren Werbebudgets konfrontiert. So sank beispielswese die Anzahl der Trades je Depot von 29 im Jahr 2021 auf 18 im Jahr 2022 (-38 %). Gleichzeitig ging die Anzahl der Seitenanrufe auf den Börsenportalen um mehr als 30 % zurück (2,6 Mrd. im Jahr 2022). Zu den Ursachen zählt die Geschäftsführung unter anderem den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die Verunsicherung an den Märkten, die Zurückhaltung der Aktionäre, steigende Inflation und die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Dennoch gelang es dem Unternehmen, die Profitabilität im Mediengeschäft aufgrund einer zielgenauen Ausrichtung beizubehalten und damit die notwendigen Investitionen für den Ausbau des Transaktionsgeschäfts aus eigener Kraft zu erwirtschaften.

Um die Einnahmenseite zu stärken und zu diversifizieren, führte die Smartbroker-Gruppe eine Reihe von Premium-Inhalten ein und investierte in den Aufbau einer eigenen Video-Redaktion. Im selben Zeitraum wurden außerdem mehrere Börsenbriefe auf den Markt gebracht. Parallel dazu wurden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt – insbesondere in den Bereichen Produkt und Entwicklung. 2021 arbeiteten im Schnitt rund 196 Fachkräfte für die Smartbroker-Gruppe, 2022 waren es 239 (+22 %).

Partnerschaft mit der Baader Bank schafft Basis für zeitnahen Start von SMARTBROKER+

Mit Blick auf den Start von SMARTBROKER+ schloss das Unternehmen im November 2022 eine Kooperationsvereinbarung mit der Baader Bank, die künftig als Depotbank und Transaktionsabwickler fungiert. Zudem wurde das Squeeze-Out-Verfahren zur Erzielung der 100%-Beteiligung an der Smartbroker-Betreibergesellschaft Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) erfolgreich abgeschlossen. Gleiches gilt für Umfirmierungen der wallstreet:online AG in Smartbroker Holding AG und wallstreet:online capital AG in Smartbroker AG.

Börsenportale und SMARTBROKER+ werden stärker miteinander verzahnt

Für das laufende Jahr rechnet die Smartbroker-Gruppe mit einem Umsatz zwischen € 51 Mio. und € 56 Mio. Das operative EBITDA nach Kundengewinnungskosten soll sich auf € 1 Mio. bis € 4 Mio. belaufen. Inhaltlich liegt der Fokus auf der Markteinführung von SMARTBROKER+ und dem anschließenden Umzug der Smartbroker-Bestandskunden auf die neue Plattform. Der Vorstand der Smartbroker Holding AG betrachtet 2023 daher als ein weiteres, letztes Brückenjahr. Demnach werden höhere Kosten für die Entwicklung von SMARTBROKER+ und der parallele Betrieb der derzeitigen Version des Online-Brokers voraussichtlich zu einem negativen Cash-Flow führen. Allerdings soll SMARTBROKER+ bereits ab 2024 ganzjährig zum Umsatzwachstum beisteuern, und erstmals auch die Profitabilität der Gruppe stärken.

Erfolgreich abgeschlossen werden konnte bis Mitte des Jahres bereits der erste Schritt des Umbaus von wallstreet-online.de – der ältesten Marke der Gruppe. Im Rahmen des Rebrushes wurden für die Webseite und die mobilen Apps ein komplett neues Design und Schriftbild entwickelt. Im weiteren Verlauf sollen die Seitenstruktur, Userflows und der technische Aufbau der Anwendungen weiter optimiert werden. Auch die anderen Medienangebote der Gruppe werden im weiteren Verlauf modernisiert, speziell auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten. Gleichzeitig soll SMARTBROKER+ deutlich enger mit den vier Börsenportale verzahnt werden. Ein mittelfristiges Ziel ist u.a. die Möglichkeit des Direkterwerbs von Wertpapieren aus den Portalen.

Präsenz-Hauptversammlung ist für Mitte Oktober 2023 geplant

Einen ausführlichen Einblick in die Geschäftsentwicklung wird das Unternehmen auf seiner Hauptversammlung geben, die in diesem Jahr wieder als Präsenz-Veranstaltung in Berlin stattfinden wird. Als Termin wurde der 17. Oktober 2023 gewählt. Zuvor wird Ende September der Halbjahresbericht 2023 vorgelegt.

Roland Nicklaus, CFO der Smartbroker Holding AG, zum endgültigen Ergebnis des Jahres 2022 und den Zielen für 2023: „Obwohl wir den zweithöchsten Umsatz seit Gründung erzielen konnten, war 2022 kein einfaches Jahr für unser Unternehmen. Auch das laufende Jahr steht noch einmal unter den Vorzeichen des Transformationsprozesses im Bereich Transaktion, der nach den Verzögerungen im vergangenen Jahr nun planmäßig voranschreitet. Der Produktstart von SMARTBROKER+ steht kurz bevor, das bisherige Feedback der Tester ist sehr gut und das Interesse innerhalb der Branche außerordentlich hoch. Schon jetzt gibt es zahlreiche Voranmeldungen für unseren vollständig überarbeiteten Broker. Nach dem Umzug unserer Bestandskunden auf das neue System werden wir den Fokus ab Ende 2023 wieder auf die Neukundengewinnung legen, für 2024 rechnen wir daher erneut mit steigenden Werten bei den geführten Wertpapierdepots und dem betreuten Kundenvermögen. Gleichzeitig wird sich die Kostenstruktur wieder normalisieren, die Einmalausgaben wegfallen und parallel dazu wird sich der Anteil des Transaktionsgeschäft an den Gesamteinnahmen erhöhen.“


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