SFC Energy, Spezialist für Brennstoffzellenlösungen, baut ihre langjährige Partnerschaft mit Linc Polska weiter aus – und das auf einem deutlich höheren Niveau als bislang. Nachdem der bisherige Rahmenvertrag für 2025 „deutlich übertroffen“ wurde, haben beide Seiten nun für das Jahr 2026 einen neuen Rahmenvertrag über rund 1,5 Mio. Euro vereinbart.
Für SFC bedeutet das: Sichtbarkeit im Auftragseingang, Rückendeckung für die Produktionsplanung – und ein klarer Fingerzeig, dass die Nachfrage nach netzunabhängigen Sicherheitslösungen in Europa nicht abebbt, sondern eher in die nächste Phase eintritt.
SFC Energy: Mobile Überwachung im Aufwind – Brennstoffzellen statt Dieselgeneratoren
Kern der Kooperation sind die EFOY Pro 2800 Brennstoffzellen, die in sogenannten Mobile Surveillance Units (MSU) von Linc Polska verbaut werden. Diese mobilen CCTV-Einheiten kommen überall dort zum Einsatz, wo Sicherheit gebraucht wird, aber kein stabiler Netzanschluss existiert:
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Schutz kritischer Infrastrukturen,
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Überwachung von Baustellen,
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temporäre Sicherheitsanwendungen bei Events oder in sensiblen Bereichen.
Genau hier spielen Brennstoffzellen ihre Stärken aus: autonom, geräuscharm, wartungsarm und emissionsfrei – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Dieselgeneratoren, insbesondere in urbanen Räumen und ökologisch sensiblen Gebieten.
Für Städte, Versorger und Sicherheitsbehörden ist das nicht nur eine Frage der Ökobilanz, sondern auch der Akzeptanz: Ein nahezu lautloses, sauber betriebenes System fällt weniger auf – und sorgt dennoch für permanenten Schutz.
Sicherheit als Wachstumstreiber – und SFC mittendrin
CEO Dr. Peter Podesser macht keinen Hehl daraus, wohin die Reise geht: Der neue Rahmenvertrag unterstreiche die „anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Brennstoffzellenlösungen für unbemannte, automatisierte Sicherheitsanwendungen“ und erhöhe zugleich die Planungssicherheit.
Mit anderen Worten: Was vor ein paar Jahren noch wie eine smarte Nische wirkte, wird zunehmend zum eigenständigen Geschäftsfeld. Die Expansion in Zentraleuropa und neue Regionen zeigt, dass das Thema mobile, netzunabhängige Videoüberwachung quer durch Europa skaliert – und SFC mit EFOY eine etablierte Lösung im Markt hat.
Für Anleger ist wichtig: Es geht hier nicht um einmalige Projektumsätze, sondern um ein wiederkehrendes Anwendungsszenario, das mit jeder neuen MSU-Flotte wächst – inklusive potenzieller Folgeumsätze bei Brennstoff, Service und Ersatz.
SFC Energy: Linc denkt größer – eigene Deutschland-Tochter in Planung
Die Sicht von Linc Polska zeigt, wie dynamisch der Markt geworden ist. CEO Harald Dingemans spricht von einem weiterhin sehr dynamischen Nachfragewachstum – mit besonders starken Zuwächsen in Polen, Deutschland, Irland und dem Segment öffentliche Sicherheit.
Spannend für SFC: Linc will 2026 eine eigene „Linc Deutschland GmbH“ aufbauen, um den deutschen Markt direkter zu bearbeiten. Das ist ein klares Bekenntnis zur weiteren Expansion – und implizit auch ein Indikator dafür, dass die Kooperation mit SFC kein Strohfeuer ist, sondern auf einer wachsenden, regional breiter aufgestellten Kundenbasis aufsetzt.
Je stärker Linc seine Marktpräsenz in Deutschland und Westeuropa ausbaut, desto stärker dürfte auch der Bedarf nach zuverlässiger, netzunabhängiger Energieversorgung wachsen – und damit die Relevanz der EFOY-Brennstoffzellen im Portfolio.
Einordnung für Anleger: Kleine Vertragszahl, große Signalwirkung
1,5 Mio. Euro Rahmenvolumen sind für sich genommen kein Gamechanger für die SFC-Gesamtzahlen – aber die Signalwirkung ist deutlich größer als der absolute Betrag:
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Ein bestehender Rahmenvertrag wird übertroffen – die Nachfrage ist also stärker als ursprünglich erwartet.
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Ein neuer Vertrag mit klarer Volumenzusage schafft Visibilität für 2026.
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Das Einsatzfeld „mobile Sicherheit“ zeigt sich als skalierbare Anwendung, nicht als Einzelprojekt.
In Summe unterstreicht die Meldung, dass SFC Energy seine Brennstoffzellen zunehmend als kritische Infrastrukturkomponente positioniert – dort, wo Verfügbarkeit, Emissionsfreiheit und leiser Betrieb entscheidend sind.
Wer in der SFC-Energy-Aktie investiert ist oder darüber nachdenkt, sollte diesen Deal weniger als einmalige Umsatzmeldung sehen, sondern als Baustein einer wachsenden Anwendungsplattform: von Off-Grid-Energie über Verkehrstechnik bis hin zu Sicherheits- und Überwachungslösungen – überall dort, wo der Dieselgenerator mehr und mehr zum Auslaufmodell wird.














