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nebenwerte news nebenwerte magazin28.05.2020 –  Die LPKF Laser & Electronics  AG (ISIN: DE0006450000) - seit dem 18. Februar 2020 im SDAX der Deutschen Börse - haben ihren Hauptaktionär verloren. Schlag auf Schlag ging dass: Am 26.05. abends um 21:15 Uhr teilte man mit dass die Bantleon-Gruppe verschiedene Optionen für ihren Anteil am Grundkapital der LPKF prüfe. Aktuell werden rund 18,2 % von der German Technology AG gehalten, weitere rund 10,4 % hält Herr Jörg Bantleon, der Eigentümer der Bantleon-Gruppe. Man schloss mit: "Es ist derzeit noch nicht absehbar, ob und wann es zu einem Verkauf oder einer Platzierung von Aktien der Gesellschaft kommen wird." Dann Gestern Morgens: "Man werde 28,6% der LPKF-Aktien über den Kapitalmarkt an institutionelle Investoren im Rahmen eines Bookbuildingverfahrens veräußern".

Und dann der Vollzug: "Die German Technology AG und Jörg Bantleon, Eigentümer der Bantleon-Gruppe, haben LPKF darüber informiert, dass sie die insgesamt 7.006.488 angebotenen LPKF-Aktien erfolgreich im Rahmen einer Kapitalmarktplatzierung an institutionelle Investoren veräußert haben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von circa 28,6%. Der Vorstand von LPKF hat diese Aktienplatzierung durch die Bantleon-Gruppe aktiv unterstützt und begrüßt ihren erfolgreichen Abschluss"

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LPKF verliert den Hauptaktionär - 28,6% der Aktien suchen einen neune Eigentümer

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Heisst für die Aktie? Die Zeit der Unsicherheit dauerte nicht allzu lange, aber wie geht es weiter? Wer sind die institutionellen Aktionäre? "Normale" Fonds oder langfrsitige Kapitalanleger? Oder etwa darüber hinausgehend interesssierte strategische Investoren? Die anstehenden §40 Meldungen werden darüber wahrscheinlich Aufschluss geben. Die Beteiligungsabgabe wird auf jeden Fall gemeldet werden müssen und der Erwerb von Aktien eines Unternehmens, die die 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75% Schwelle über- oder unterschreiten - und dass spätestens 3 tage nach Informationszugang beim Emittenten - der LPKF.

Alles offen, das erste Quartal war jedenfalls schlecht

Im ersten Quartal lag der Umsatz des LPKF-Konzerns mit 19,5 Mio. EUR rund 46 % unter dem Vorjahreswert von 36,4 Mio. EUR und innerhalb der Prognose des Vorstands. Der niedrige Quartalsumsatz führte zu einem negativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 2,4 Mio. EUR. Im Vorjahresquartal hatte LPKF noch einen Gewinn in Höhe von 6,1 Mio. EUR erzielt.

Bereits im Februar hatte LPKF ein schwaches erstes Quartal prognostiziert, wobei das saisonale Timing von Großaufträgen der beiden größten Kunden des Unternehmens den Unterschied zum Vorjahresquartal nahezu vollständig ausmachen.

Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 28 und 33 Mio. EUR und ein positives Ergebnis von 1 bis 4 Mio. EUR. Für die folgenden Jahre rechnet LPKF weiterhin mit einem nachhaltigen, profitablen Wachstum in allen Geschäftsbereichen und bestätigt die im Februar gegebene Mittelfristprognose.

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Götz M. Bendele blickt auch in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Lage optimistisch in die Zukunft: „Ungeachtet einiger Verschiebungen, die wir bei Projekten und Aufträgen sehen, besteht grundsätzlich eine große Nachfrage nach unseren Lösungen und Dienstleistungen." und  Für unser laufendes Geschäftsjahr entscheidend ist, ob die allgemein unterstellte Erholung bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres eintritt und ob Bedarfe noch im laufenden Jahr nachgeholt werden". Die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr sei aber nach wie vor stark eingeschränkt.

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DIE GANZE REIHE DER Aktien in Crashzeiten - erster Zwischenstand vom 16/17.04.2020:

Teil1: MuM, DataGroup und MBB - Lukas Spang lag bisher richtig mit seinen Empfehlungen

Teil3: PNE, SBF und Dic Asset - Michael C. Kissig eine Woche später eingestiegen, auch besser als die Indizes

und aus gegebenem Anlass Update 26.05.2020 unseres Teil2:

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Der Umsatz der LPKF 2019

Nach vorläufigen Zahlen hat die LPKF Laser & Electronics AG im Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz von ca. 140 Mio. EUR erzielt. Damit liegt das Technologieunternehmen am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 135-140 Mio. EUR und 17 % über dem Vorjahresumsatz von 120,0 Mio. EUR. Der Free Cashflow wird nach 5,8 Mio. EUR im Vorjahr einen Wert von über 40 Mio. EUR erreichen. Für 2019 rechnet der Vorstand weiterhin mit einer EBIT-Marge von 12-14 %. Der Auftragseingang lag mit 112 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 139,8 Mio. EUR, und mit 30 Mio. EUR lag der Auftragsbestand zum Jahresende ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 58,4 Mio. EUR.

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Zukunft - nach Covid-19 - soll sehr gut werden

Für die folgenden Jahre erwartet das Unternehmen weiterhin ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Dazu kommen zusätzliche Wachstumsimpulse aus der innovativen LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching), mit der es möglich ist, dünnes Glas schnell, präzise und ohne Beschädigungen zu bearbeiten. Auf Basis des erreichten Fortschritts bei Kundenprojekten im Bereich LIDE hat LPKF das Umsatz- und Ergebnispotenzial der LIDE-Technologie überprüft und aktuell eingeschätzt. Grundlage für diese Einschätzung sind konkretisierte Erwartungen in Bezug auf verschiedene Anwendungen u. a. aus dem Halbleiter- und Displaybereich, denen jeweils entsprechende Kundenvorhaben zu Grunde liegen. Dazu zählt auch der vor Kurzem gemeldete erste Verkauf eines LIDE-Systems in die Serienfertigung von Halbleitern. Unter Berücksichtigung dieser höheren Umsatz- und Ergebnisbeiträge durch LIDE erwartet der Vorstand für das Jahr 2024 einen nachhaltig wachsenden Konzernumsatz von über 360 Mio. EUR sowie eine EBIT-Marge von mindestens 25 %.

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Fazit: Verschiebungen ja, aber

Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass die Geschäftsentwicklung des weltweit tätigen Unternehmens von den Folgen der Coronavirus-Krankheit (COVID-19) in Summe nicht wesentlich betroffen sein wird. Im laufenden Geschäftsjahr werden sich aber voraussichtlich auch bei LPKF zeitliche Verschiebungen bei der Erfüllung einzelner Aufträge ergeben.

 


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