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Was für eine Woche - der DAX machte wieder Freude, aber Wirecard ließ alle anderen Nachrichten diese Woche verblassen - Vertrauensverlust, Enttäuschung und Wut, selten ist innerhalb einer Minute um 10:43 Uhr am 18.06.2020 soviel Porzellan zerschlagen worden. Schaden für den Finanzplatz ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber das Anlegen in Aktien ist um ein Negativbeispiel reicher, egal wie es am Ende ausgeht.

Wir hatten uns am letzten Wochenende mit Wirecard beschäftigt - Chronologie der Ereignisse der Vorwoche, Oouvertüre für den 18.06.? Nein viel mehr: Wirecard - Ouvertüre vor dem 18.06. oder was war diese Woche wichtig bei Wirecard? Auf vielfachen Leserwunsch lieferten wir Sonntag eine Zusammenfassung der Ereignisse thematisch sortiert nach: Wirecard - alles läuft auf den 18.06. hinaus - high noon? Viele sahen einen Neuanfang bei Wirecard ab dem 18.06. als möglich an, die wenigsten einen negativen...

Nach dem Wochenende startete der DAX am Montag mit 11.661,34 Punkten und es sah nicht gut aus, Tiefs bei 11.597,82 Punkten wurden am frühen Vormittag getestet, um dann schließlich bei 11.911,35  Punkten zu schließen. Die Wirecard lieferte operativ weiter: Payhawk weiss es zu schätzen  Und Vertrauen in den Nachhaltigkeitswert Encavis - Aktiendividende bevorzugt, die Aktionäre wissen wohl, was sie an dem Unternehmen haben. Die "Carve-Out-Maschine" Mutares gab sich neue Messlatten vor - gut für den Anleger.

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Dienstag ging es mit 12.168,37 Punkten los, oberhallb der in der Vorwoche gebrochenen 200-Tage-Linie, alles wieder gut? Der Markt lief und schloss bei 12.315,66 Punkten, tiefgrün. Und noch stimmte alles bei Wirecard - weniger shorts, Russlands "amazon" als Kunden - noch 2 Tage bis zum 18.06. Naiv ging man immer noch von einem möglichen Befreiungsschlag aus beim Aschheimer Paymentdienstleister - es gab ja seitens E&Y auch keine negativen Hinweise oder Vorabinformationen. Für SFC konnte ein Folgeauftrag gemeldet werden. Und auch USU bekommt wieder einen Auftrag von einer staatlichen Stelle.

12.312,44 Punkte, so ging es am Mittwoch weiter und am Ende schloss der Markt bei 12.382,40 Punkten.Irrationale Kurssteigerungen? Es gibt den Spruch: "Der Markt hat immer Recht" - also geht man wohl trotz eineiger bedenklicher Infektionsmeldungen in den USA, Brasilien und anderen Ländern weiterhin von einer relativ glimpflich verlaufenden Corona-Pandemie-Wirtschaftskrise aus. Die Notenbanken und Staaten taten das ihrige durch billiges Geld, Anleihekaufprogramme respektive riesige Konjunkturpakete, über deren Rückzahlung man sich derzeit keinerlei Gedanken zu machen scheint. Nur China mahnt leise vor den Folgen der expansiven Geldpolitik und den großen staatlichen und multistaatlichen Programmen. Am Abend fragten wir uns noch, was wohl bei Wirecard für eine Erwartungshaltung für den 18.06 besteht: Was muss, was sollte und was könnte kommen.... Wir ahnten noch nicht,w as dann wirklich kommen sollte. Unser Worst Case wäre ein versagtes ode reinegschränktes Testat gewesen wegen Orga-Mängeln und unsauberen Buchungsvorgängen, nicht aber das "sich in Luft Auflösen" von 1,9 Mrd. EUR. Und es gab ja noch einige "normale" und gute Meldungen am Mittwoch:Encavis - Tochter verwaltet Nachhaltigkeitsfonds so erfolgreich, dass kräftig Neugeld kommt Und die 2Biotechnologieschmiede für Dritte" Evotec absolvierte eine harmonische HV und gab den Weg frei...

Donnerstag 12.347,49 Punkte am Morgen und zu Ende bei 12.281,53 Punkten, wobei an diesem Tag de rFokus auf nur einem Vorgang lag: Dem Wwirecard Drama, zuerst nur eine desaströse Kommunikationsstrategie bemängelnd, kam dann um 10:43 Uhr der Hammer. Wirecard - Schade, jetzt wird es eng, ungeahnt und ohne jede Vorwarnung und im Laufe des Nachmittags gab es für uns nur eine Schlussfolgerung: Wirecard - hilft nur noch Schadensbegrenzung

Und es gab einen ersten kleinen Schritt: Der Vorstand zuständig für das Tagesgeschäft Marsalak wurde freigestellt und James freis wurde mit sofortiger Wirkung in den Vorstand berufen (eigentlich für den 01.07.2020 geplant) - Aufräumen, Schaden begrenzen - soweit überhaupt möglich. UND DAS ÜBERLEBEN WIRECARDS SICHERN. Die wieteren Nachrichten des tages verblassten im Vergleich dazu, unverdient: Zalando - Onlineboom beim Modehändler angekommen, die Hamborner kauft, baut und vermietet und Mountain Alliance - hat mehr als Exasol zu bieten, findet heidelpay auf jeden Fall

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EINE AKTIE DIE BESSER ALS WIRECARD IST - HIER

Freitag: OPENING bei  12375,18 Punkten und der Markt tendierte weiter freundlich, außer bei der Wirecard Aktie, die nach dem über 60% Tagesverlust von Donnerstag nochmals rund 50% verlor. Unsicherheit und Irritation prägt die Stimmung. Wirecard - Und wie geht es weiter? Stellungnahme lässt viele Fragen - gestern erster Schritt - Freis übernimmt, Marsalek freigestellt Und so auch die folgenden Meldungen des Tages ohne die verdiente Aufmerksamkeit DIC Asset mit Vermietungserfolg, der Automotive und Rüstungskonzern Rheinmetall mit neuem Auftrag und die GFT Technologies traut sich eine Prognose abzugeben.

Dann kam Freitag Nachmittag noch der - erwartete - Rücktritt Markus Brauns, interimistisch übernimmt der "Neue" James Freis und der Hinweis, man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit den Banken zur Refinanzierung - wenig später wurde die Mandatierung der Investmentbank Houlihan Lokey mitgeteilt. Houlihan Lokey soll nun gemeinsam mit Wirecard einen Plan zur nachhaltigen Finanzierungsstrategie des Unternehmens entwickeln. Wirecard stehe derzeit in Verhandlungen mit einem Bankenkonsortium.

NACHTRAG 20.06.2020/12.27 Uhr: Wirecard: Status Quo - Shorts erwarten Pleite, Wochenende entscheidet über Existenz/Zukunft

Am Montag Morgen notierte der DAX bei Handelseröffnung im Frankfurter-Handel um 9:00 Uhr bei 11.661,34 Punkten und schloss Ende der Woche bei 12.330,76 Punkten (XETRA-Schluss 17:45 Uhr). Und die Anleger stehen vor einer schwierigen Woche: was wird aus dem ehemaligen Anlegerliebling Wirecard? Kann eine Insolvenz aufrgund gekündigter Kreditlinien abgewendet werden? Wie geht es mit dem gesamtmarkt weiter? Corona ist noch nicht besiegt, die Wirtschaft ächzt unte rden Pandemiefolgen und ob die große Pleitewelle noch kommt, weiss niemand. Kaufhof-Karstadt macht übe r60 Häuser zu, BMW baut 6.000 Mitarbeiter ab, Daimler will Personal in de rProduktion einsparen, TUI fly reduziert die Flotte um 50%, Lufthansa Rettungspaket könnte auf der HV am neuen Großaktionär scheitern usw usw es gibt nicht nur positive Nachrichten, aber auch positive...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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