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Die Ströer SE & Co. KGaA (ISIN: DE0007493991) steht liquide und gestärkt nach einem hervorragenden Q1 da - volle Kassen, T-Online mit kräftigen Steigerungen in Corona-Zeiten und viele langfristige Verträge - macht es händelbar.

Das erste Quartal 2020 wird sich nahtlos an ein herausragendes Jahr 2019 anschließen und das 30. Rekordquartal für Ströer in Folge sein. Besonders hervorzuheben ist ein organisches Wachstum des OOH Kerngeschäfts im hoch einstelligen Prozentbereich und damit deutlich oberhalb unseres ursprünglichen Ausblicks eines Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich für das gesamte Jahr 2020. Das starke Wachstum des ersten Quartals 2020 wurde vor allem getrieben von einem sehr starken digitalen OOH Wachstum, einem der wesentlichen Treiber für das von allen Marktteilnehmern erwartete strukturelle Wachstum der Außenwerbung von ca. 5 Prozent in den nächsten 10 Jahren, ohne die Auswirkungen von Corona in 2020.

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Prognose wohl nicht zu halten

"Nach einem sehr starken ersten Quartal sehen wir seit letztem Montag (16. März 2020) einen starken Einfluss der Coronakrise auf unser OOH-Kampagnengeschäft, vor allem bei unseren nationalen Kunden, aufgrund des massiv eingeschränkten öffentlichen Lebens vor dem Hintergrund der öffentlichen Auflagen in Deutschland, wie auch im übrigen Europa und sogar weltweit. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens führt zu einer deutlich geringeren Reichweite der OOH Produkte und weniger Reichweite führt zwangsläufig zu sinkenden Umsätzen im Bereich OOH. Der sich daraus ergebende Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig quantifizieren. Somit ist aktuell auch keine abschließend verlässliche Vorhersage der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2020 möglich.
Diese vorübergehende, zeitlich begrenzte Entwicklung wird aber eindeutig dazu führen, dass Ströer nicht in der Lage sein wird, die vor der Coronakrise gegebene Prognose eines mittleren einstelligen organischen Umsatz- und adjustierten EBITDA-Wachstums für das Jahr 2020 zu erreichen." Aber die Fiannzdecke unterscheidet den sowieso marktbeherrschenden Konzern von der kleinteiligen Konkurrenz - es wird also zukünftig für Stroer noch einfacher attraktive Stellflächen und Werbeorte zu akquirieren, vielleicht sogar zu übernehmen - deutschlandkonzentriert, wo man sich die größten Wachstumschancen ausgerechnet hat und so seine Strategie klar ausgrichtete.

Sowohl bei Umsatz als auch Kosten ist man teilweise variabel auf Corona reagierend

Die Gesellschaft stellt überzeugend gegenüber auf Umsatz- und Kostenseite, wo mna Stellschrauben drehen konnte und kann, um die Corona-Schäden in Grenzen zu halten. Umsatzabhängige Mieten, ausgelagerte Tätiglkeiten, teilweise langfristige Werbeverträge - alles dass hilft derzeit. Im Wortlaut von Stroer:

"Auf der Umsatzseite:A) Am wichtigsten ist hier unser starkes lokales OOH-Geschäft, bei dem die permanente, ganzjährig gebuchte Werbung einen hohen Anteil von 40 Prozent an den gesamten lokalen Werbeumsätzen ausmacht. Zum Vergleich: Der nationale Umsatz hat nur einen Anteil von 6 Prozent Dauerwerbung bezogen auf den gesamten nationalen Umsatz. Daraus resultiert ein Anteil von ca. 22 Prozent an dauerhaften und bereits bestätigten OOH-Umsätzen, die nicht von der Coronakrise beeinflusst werden.

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B) Das bereits gebuchte Kampagnengeschäft für unser zweites Quartal 2020 ist im deutschen Markt zusätzlich durch ein starkes Stornierungsverbot geschützt, das bereits gebuchte Umsätze im Durchschnitt 60 Tage im Voraus absichert. Dadurch haben wir bereits ca. 50 Prozent des ursprünglich erwarteten OOH-Umsatzes für das 2. Quartal in unseren Büchern fixiert. Für das dritte Quartal erwarten wir, im Vergleich zur aktuellen Situation, ein deutlich verbessertes Geschäftsumfeld.

Auf der Kostenseite:C) Ströers Aufwendungen für die Reinigung, die Wartung, den Motivwechsel und den Auf- und Abbau der Werbeträger sind bereits vor über 10 Jahren vollständig an Subunternehmer ausgelagert worden und daher hoch flexibel.

D) Über 90 Prozent der von Ströer zu entrichtenden Mieten für OOH Werbeträger werden hauptsächlich in einem Umsatzanteilsverfahren einnahmenbasiert ermittelt und atmen daher parallel mit der Einnahmenentwicklung - nach oben wie nach unten. In den Fällen, in denen Ströer eine Fest- oder Mindestmiete zahlt, erwarten wir, dass wir unsere Miete entsprechend der vorübergehend deutlich reduzierten Reichweiten senken und haben bereits erste Vereinbarungen mit einigen Vermietern erzielen können."

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Aktuell (20.03.2020 / 07:40 Uhr) notieren die Aktien der Ströer SE & Co. KGaA im Tradegate-Handel zum Schluss gestern um 22:00 Uhr mit einem Plus von +0,45 EUR (+1,05 %) bei 44,50 EUR.


Chart: Ströer SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: DE0007493991

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