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Die comdirect Bank AG (ISIN: DE0005428007) wird Teil der Commerzbank, Squeeze-Out sicher, Vossloh AG (ISIN: DE0007667107) übernimmt den SDAX-Platz ab HEUTE.

Durch einen Anteilskauf von einem wichtigen Aktionär gelang es der Commerzbank die wichitge 90%-Beteiligungsschwelle zu überschreiten, die für einen Squeeze-Out notwendig ist. Hierdurch nimmt gleichzeitig der Freefloat der comdirect-Aktie so stark ab, dass ein Fast-Exit aus dem SDAX erfolgen muss - Vossloh kann so in den SDAX nach kurzer Abstinenz zurückkehren.

Gut so, wozu einen Wert bis zur HV im Mai im SDAX lassen, wenn dort sowieso mit der gesicherten Mehrheit die Verschmelzung auf eine Commerzbank-Entity beschlossen werden wird. Vossloh bietet da ganz andere, auch langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Vossloh durchläuft ein "Schlankmacher"-Programm, unterstüttzt vom Hauptaktionär, der seit einer Kapitalerhöhung Mitte 2019 über 50% der Aktien hält: Verlustbringer wurden/werden verkauft oder geschlossen, Teile die unterdurchschnittliche Renditen erzielen ebenfalls - zurück soll eine fokussiertere, margenstärkere vossloh bleiben. Diese Transformation ist bereits größtenteils abgeschlossen.

Der schnelle(-re) Abschied der comdirect

als erwartet zeichnete sich am 03.01.2020 bereits ab: Bei aktuellen Börsen-Kursen von 13,34 EUR wurde ein wesentliches Aktienpaket der comdirect AG  an die Commerzbank AG verkauft - und dass bestimmt nicht zu den ursprünglich angebotenen 11,44 EUR. Man kann davon ausgehen, dass Petrus Advisers einen guten Schnitt gemacht hat und die Commerzbank nun doch eingeknickt ist - warum wird man wahrscheinlich nie erfahren. Zeitgewinn wichtiger als ein "paar" Millionen? Verschmelzung schwieriger und konfliktreicher als vermutet? Preiszugeständnisse von Petrus? Erfolgsdruck der Commerzbank-Vorstände möglichst schnell die versprochenen Vorteile einer Zusammenführung zu heben? Litt das operative Geschäft der comdirect unter dem drohenden, nicht berechenbaren "Verschwinden" in der Commerzbank?

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Die Commerzbank hält damit nach Abschluss der Transaktion mehr als 90 Prozent der Aktien der comdirect. Damit hat die Commerzbank die erforderliche Beteiligungsschwelle für einen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out erreicht. Im Zuge des angestrebten Squeeze-Outs erhalten comdirect-Aktionäre eine Barabfindung für ihre Aktien. "Mit der Erhöhung unseres Anteils an der comdirect legen wir die Basis für eine zügige Verschmelzung der comdirect auf die Commerzbank. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Integration unserer erfolgreichen Direktbank-Tochter schnell und effizient umzusetzen und erhebliche Synergien zu erzielen - ein zentraler Baustein unserer Strategie "Commerzbank 5.0". Mit einer starken Multikanalbank bieten wir künftig allen Kunden der Commerzbank die herausragende Brokerage-Kompetenz der comdirect an", sagte am 03.01.2020 Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

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Vossloh AG auf gutem Weg und jetzt steigt die Aufmerksamkeit

Vossloh-Ausblick für das Geschäftsjahr 2019: Vossloh rechnet mit einem Umsatz zwischen 900 Mio.EUR und 1 Mrd.EUR. Das erwartete EBIT für das operative Geschäft wird insbesondere aufgrund der schwachen Geschäftsentwicklung der heute veräußerten Gesellschaft CTM voraussichtlich im unteren Drittel des zwischen 50 Mio.EUR und 60 Mio.EUR prognostizierten Korridors liegen. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Vossloh aufgrund der Portfolio-Bereinigungen nunmehr ebenfalls mit einem Konzernumsatz zwischen 900 Mio.EUR und 1 Mrd.EUR, jedoch mit einem deutlich verbesserten EBIT zwischen 65 Mio.EUR und 80 Mio.EUR.

Erfolgte Abgaben in 2019: Die Vossloh AG hat einige Fortschritte bei der Umsetzung des im April 2019 beschlossenen Maßnahmenprogramms erzielt. Gegenstand dieses Programms ist unter anderem die Trennung von nachhaltig verlustbehafteten bzw. unterdurchschnittlich profitablen Aktivitäten. In diesem Zusammenhang wurde mit einem strategischen Erwerber ein Vertrag über die Veräußerung der größten US-amerikanischen Konzerngesellschaft im Geschäftsbereich Customized Modules, Cleveland Track Material Inc. (CTM), Cleveland, Ohio, unterzeichnet. Kaufpreis und Nettomittelzufluss betragen umgerechnet rund 35 Mio.EUR. Der Aufsichtsrat hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Der Vollzug der Transaktion hängt nicht von regulatorischen Freigaben ab und wird noch im Jahr 2019 erwartet.

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Der Vorstand der Vossloh AG hat darüber hinaus weitere zusätzliche Maßnahmen zur Portfolio-Bereinigung im Geschäftsbereich Customized Modules beschlossen. Davon betroffen sind alle weiteren derzeitigen Aktivitäten dieses Geschäftsbereichs in den USA und in Südamerika. Die entsprechenden Gesellschaften einschließlich CTM erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von rund 65 Mio.EUR sowie über mehrere Jahre hinweg jeweils ein negatives EBIT beziehungsweise eine deutlich unterdurchschnittliche Profitabilität. Vossloh rechnet aktuell im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit diesen Transaktionen mit nicht zahlungswirksamen Sonderbelastungen von rund 40 Mio.EUR und insgesamt im Zusammenhang mit der Trennung von verlustbehafteten Aktivitäten mit Sonderbelastungen von rund 55 Mio.EUR, die weit überwiegend nicht zahlungswirksam sind.

Mit Blick auf das Ziel einer Reduktion der weltweiten Mitarbeiterzahl um rund 5 % gegenüber dem Stand zum Jahresende 2018 hat Vossloh in den letzten Monaten erforderliche Maßnahmen eingeleitet und wird dieses Ziel erreichen. Für das Jahr 2019 werden Aufwendungen für den Personalabbau nach aktuellem Stand in der Größenordnung von rund 30 Mio.EUR erwartet. Die entsprechenden Zahlungsabflüsse und das Ausscheiden der Mitarbeiter werden die Jahre 2019 und 2020 betreffen.

Insgesamt wird im Zusammenhang mit dem Maßnahmenprogramm im Geschäftsjahr 2019 aus heutiger Sicht folglich mit Aufwendungen in einer Größenordnung von rund 85 Mio.EUR gerechnet. Unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses alleine aus dem Verkauf von CTM wird aus dem Maßnahmenprogramm bereits im laufenden Geschäftsjahr ein positiver Liquiditätseffekt erwartet. Die gesamten Einsparungen aus dem Maßnahmenprogramm werden aus heutiger Sicht bei 15 Mio.EUR bis 20 Mio.EUR pro Geschäftsjahr liegen, von denen ein großer Anteil bereits im Geschäftsjahr 2020 erstmals zum Tragen kommen wird. Diese Einsparungen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg, mittelfristig in sämtlichen Geschäftsbereichen des Vossloh-Konzerns zweistellige EBIT-Margen erreichen zu können sowie den finanziellen Handlungsspielraum des Unternehmens spürbar auszuweiten.

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Aktuell (08.01.2010 / 07:14 Uhr) notieren die Aktien der Comdirect AG im Xetra-Handel zum Handelsschluß Gestern bei 13,54 EUR, die der Vossloh AG bei 36,40 EUR.


Chart: comdirect Bank AG | Powered by GOYAX.de
 

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Chart: Vossloh AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0005428007, DE0007667107

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