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Die SAF-HOLLAND Group (ISIN: LU0307018795), einer der weltweit führenden Zulieferer von Truck- und Trailerkomponenten, musste in den letzten Monaten die Prognose senken und geriet in den Automotivestrudel.

Im November sagte Alexander Geis, CEO der SAF-HOLLAND: "Wir haben auf das sich abschwächende Marktumfeld für Trailer und schwere Lkw sofort reagiert und an sämtlichen Standorten ein umfassendes Programm zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten initiiert. Wir haben unsere Anstrengungen im Rahmen des Programm FORWARD in den USA nochmals intensiviert (...)"

UND JETZT FOLGEN TATEN: Konzentration und Stosskraft ist angesagt, insbesondere um die Aufträge in China zu holen, die SAF dringend braucht. Mike Ginocchio, Präsident der Region Asien Pazifik (APAC) und Mitglied des Group Management Board der SAF-HOLLAND Gruppe, übernimmt mit Wirkung zum 1. Januar 2020 zusätzlich die Verantwortung für die Region China. Beide Regionen werden ab 2020 zur Region APAC_I/China zusammengefasst. Die SAF-HOLLAND wird damit ab dem 1. Januar 2020 aus den Regionen EMEA, Amerika sowie APAC_I/China bestehen.

Konzernumsatz und bereinigte EBIT-Marge im Einklang mit den angepassten Prognosewerten

Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten 2019 mit 1.008,6 Mio. Euro um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 980,9 Mio. Euro. Der zusätzliche Umsatzbeitrag der seit Januar 2018 erworbenen Gesellschaften betrug dabei 38,1 Mio. Euro. Die positiven Währungskurseffekte, die überwiegend aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro resultierten, beliefen sich auf 22,0 Mio. Euro. Die währungskurs- und akquisitionsbereinigten Erlöse fielen somit um 3,3 Prozent auf 948,6 Mio. Euro.

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Das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ermäßigte sich in den ersten neun Monaten 2019 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 5,9 Prozent von 71,1 Mio. Euro auf 66,9 Mio. Euro. Das deutlich verbesserte Ergebnis der Region Amerika konnte dabei die niedrigeren Ergebnisbeiträge der drei anderen Regionen nicht kompensieren. Die bereinigte EBIT-Marge der ersten neun Monate 2019 belief sich auf 6,6 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent).

Das bereinigte Periodenergebnis vor Anteilen Dritter erreichte bei einem leicht verbesserten Finanzergebnis und einer deutlich erhöhten Steuerquote einen Wert von 42,9 Mio. Euro (Vorjahr 46,1 Mio. Euro). Auf Basis der rund 45,4 Mio. ausgegebenen Stammaktien ergab sich ein unverwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,94 Euro (Vorjahr 1,01 Euro) sowie ein verwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,80 Euro (Vorjahr 0,87 Euro).

Investitionen mit Fokus auf Optimierung der Prozesse und Abläufe

Die Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2019 auf 36,9 Mio. Euro (Vorjahr 25,3 Mio. Euro), einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio. Euro). Auf die Region EMEA entfielen 14,1 Mio. Euro (Vorjahr 9,6 Mio. Euro), auf die Region Amerika 15,6 Mio. Euro (Vorjahr 12,9 Mio. Euro), auf die Region APAC 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro) sowie auf die Region China 6,7 Mio. Euro (Vorjahr 2,2 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkte waren insbesondere das chinesische Greenfield-Projekt, Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen in den USA im Rahmen des Programm FOREWARD sowie ein neues Verwaltungsgebäude in Deutschland.

Die Netto-Finanzschulden (inkl. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) haben sich per 30. September 2019 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 um 61,1 Mio. Euro auf 274,7 Mio. Euro erhöht. Ursächlich hierfür waren neben dem Total Free Cashflow von -3,0 Mio. Euro die Dividendenzahlung in Höhe von 20,4 Mio. Euro, insbesondere aber die erstmalige Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 mit 33,3 Mio. Euro. Die SAF-HOLLAND Group verfügte per 30. September 2019 über flüssige Mittel in Höhe von 126,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 155,0 Mio. Euro).

"Wir werden auch in den nächsten Quartalen konzentriert an unserem Net Working Capital Management arbeiten, um einen nachhaltig positiven operativen Free Cashflow zu erreichen," sagt Dr. Matthias Heiden, Finanzvorstand der SAF-HOLLAND. "Dies wird auch die Grundlage dafür sein, dass wir unsere Financial Covenants weiter einhalten können".

Region APAC UND CHINA waren beide Sorgenkinder bei den letzten 9-Monatszahlen

Da wo jetzt gestrafft wird, war man zwar bereits auf dem Weg der Besserung, aber noch lamge nicht am Ziel, weder in Indien(Asien-Pazifik), noch in China. Die Region APAC erzielte in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatzzuwachs von 3,9 Mio. Euro auf 69,2 Mio. Euro. Der zusätzliche Umsatzbeitrag der seit Januar 2018 erworbenen Gesellschaften betrug dabei 20,4 Mio. Euro. Die währungskurs- und akquisitionsbereinigten Erlöse fielen im Vorjahresvergleich um 26,2 Prozent auf 48,2 Mio. Euro. Ursache für diesen Umsatzrückgang war insbesondere das anhaltend schwache Marktumfeld in Indien.

Das bereinigte EBIT blieb mit 4,1 Mio. Euro dagegen hinter dem Vorjahresergebnis von 5,4 Mio. Euro zurück. Dabei wurden Restrukturierungserträge von Höhe von 2,2 Mio. Euro aus dem Verkauf eines Gebäudes im Rahmen der Zusammenlegung der SAF-HOLLAND Australien mit der York Transport Equipment Pty. Ltd. (Australien) bereinigt. Die bereinigte EBIT-Marge ermäßigte sich von 8,3 Prozent auf 5,9 Prozent. Ursache hierfür war ebenfalls das anhaltend schwache Marktumfeld in Indien. Ein eingeleitetes Kostensenkungsprogramm zeigt erste positive Effekte.

Die Region China erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatz von 30,8 Mio. Euro (Vorjahr 61,2 Mio. Euro). Dieser Umsatzrückgang resultiert aus einem eingebrochenen Exportgeschäft infolge des Handelsstreits zwischen China und den USA, konjunkturbedingten kurzfristigen Auftragsstornierungen/-verschiebungen sowie vorübergehenden Streiks infolge der Ankündigung von Werksschließungen.

Die Region China erzielte in den ersten neun Monaten 2019 ein bereinigtes EBIT von -9,9 Mio. Euro (Vorjahr +2,2 Mio. Euro). Nicht bereinigt wurden dabei Einmalaufwendungen in Höhe von insgesamt 6,6 Mio. Euro, die in etwa hälftig im zweiten und dritten Quartal anfielen. Diese betreffen Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro bzw. 1,2 Mio. Euro, Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,8 Mio. Euro sowie streikbedingte Kosten in Höhe von 0,8 Mio. Euro.

Die Integration der anderen chinesischen Standorte in das neue Werk in Yangzhou ist weit vorangeschritten. So hat das Werk in Qingdao zum 31. Juli 2019 seinen Betrieb eingestellt. Die zwei Lagerhäuser in Peking wurden ebenfalls zum 31. Juli 2019 geschlossen. Die Geschäftsaktivitäten des Werkes in Xiamen sowie des Pekinger Büros sollen bis zum Jahresende 2019 eingestellt werden. Der Anlauf der Vorserienfertigung im neuen Werk in Yangzhou ist im vierten Quartal erfolgt.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2019

Das Group Management Board von SAF-HOLLAND rechnet auf Grundlage der erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale für das Geschäftsjahr 2019 auf Konzernebene unverändert mit einem Umsatz in einer Bandbreite von 1.260 Mio. Euro bis 1.300 Mio. Euro. Dies entspräche einer Veränderungsrate von 0 Prozent bis minus 3 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge sollte nach Einschätzung des Group Management Board im Gesamtjahr in einer Bandbreite von 6,0 Prozent bis 6,5 Prozent liegen.

Aktuell (10.12.2019 / 07:18 Uhr) notieren die Aktien der SAF Holland S.A. im Xetra-Handel zum Handelsschluss gestern 17:35 Uhr mit einem Minus von -0.07 EUR (-0,91 %) bei 7,07 EUR.


Chart: SAF-HOLLAND S.A. | Powered by GOYAX.de

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