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Vor dem Hintergrund eines weiterhin sehr positiven Ethanol-Marktumfeldes erhöht die Südzucker AG (ISIN: DE0007297004) die Konzernjahresprognose.

Wer hätte das gedacht, dass einmal die CropEnergies die große Südzucker derartig stärken kann. Der Zucker ist tot, es lebe Ethanol: Südzucker erwartet für das Geschäftsjahr 2019/20 weiterhin einen Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (Vorjahr: 6,8) Milliarden Euro, geht aber nunmehr von einem operativen Konzernergebnis von 50 bis 130 (bisherige Prognose: 0 bis 100; Vorjahr: 27) Millionen Euro und einem EBITDA von 410 bis 490 (bisherige Prognose: 360 bis 460; Vorjahr: 353) Millionen Euro aus. Das sind die guten Zahlen, die CropEnergies heute meldete.

Dabei rechnet Südzucker im Segment Zucker aktuell mit einem operativen Verlust in Höhe von -200 bis -260 (bisherige Prognose: -200 bis -300; Vorjahr: -239) Millionen Euro. Im Segment Frucht wird ein deutlicher Ergebnisrückgang (Vorjahr: 77 Millionen Euro) erwartet. Demgegenüber wird im Segment Spezialitäten von einer moderaten Ergebnissteigerung (Vorjahr: 156 Millionen Euro) ausgegangen. Das Segment CropEnergies wird nun voraussichtlich ein operatives Ergebnis zwischen 70 bis 90 (bisherige Prognose: 50 bis 75; Vorjahr: 33) Millionen Euro erzielen. Hauptgrund für die Verbesserung sind die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Erlöse für erneuerbares Ethanol. Diese resultieren auch aus der robusten Nachfrage nach klimaschonenden Alternativen zu fossilen Kraftstoffen in mehreren europäischen Ländern.

Für das laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 rechnet Südzucker nun mit einem leicht positiven operativen Konzernergebnis (bisherige Prognose: deutliche Verringerung des operativen Verlusts; Vorjahr: -23 Millionen Euro).

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Nebenwerte-Magazin Sentifi

Segment Zucker - kommt noch was, aber..

nichts Gutes. Aufgrund des anhaltend schwierigen globalen Zucker-Marktumfelds erwartet Südzucker für das at-equity-Ergebnis des Konzerns - dieses ist nicht Teil des operativen Ergebnisses - im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2019/20 erhebliche negative Auswirkungen aus der Geschäftsentwicklung bei der englischen Beteiligungsgesellschaft ED&F Man Holdings Limited (Beteiligungsquote der Südzucker AG rund 35 Prozent). Bei ED&F Man werden insbesondere nicht-zahlungswirksame Belastungen aus der strategischen Neuausrichtung enthalten sein, die sich im dritten Quartal konkretisieren werden.

Segment Spezialitäten mit fortgesetztem Wachstum

zumindest noch im zweiten Quartal konnte das Wachstum im Segment Spezialitäten fortgesetzt und der Umsatz im ersten Halbjahr auf 1.192 (Vorjahr: 1.125) Millionen Euro gesteigert werden. Dies ist neben dem höheren Absatz insbesondere bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten vor allem auf die höheren Ethanolerlöse zurückzuführen, die trotz eines Rückgangs zum Ende des zweiten Quartals das Vorjahresniveau deutlich übertrafen. Das operative Ergebnis lag auch im zweiten Quartal über dem Vorjahresquartal, so dass nach den ersten sechs Monaten ein deutlicher Zuwachs auf 87 (Vorjahr: 75) Millionen Euroerzielt werden konnte.

Wird das noch was? Wie lange kann das gesunde Ethanol-Geschäft bei CropEnergies die taumelnde zuckersparte kompensieren? DIE aktuelle Analyse zur Südzucker AG kostenlos.

Gestiegene Kosten insbesondere bei den Rohstoffen wurden hierbei durch die Umsatzsteigerung mehr als ausgeglichen. Segment CropEnergies mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg CropEnergies verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg auf 405 (Vorjahr: 349) Millionen Euro aufgrund deutlich höherer Ethanolerlöse. Höhere Rohstoffpreise konnten durch mehrheitlich verbesserte Erlöse für Lebens- und Futtermittel nur teilweise kompensiert werden, sodass die Nettorohstoffkosten anstiegen. Die markante Verbesserung der Ethanolerlöse ermöglichte jedoch eine Verdreifachung des operativen Ergebnisses auf 44 (Vorjahr: 14) Millionen Euro.

Segment Frucht mit deutlichem Ergebnisrückgang

Der Umsatz im Segment Frucht verringerte sich leicht auf 596 (Vorjahr: 612) Millionen Euro. Im Bereich Fruchtzubereitungen stagnierte der Umsatzbei stabilen Absatzmengen und Erlösen, während im Bereich Fruchtsaftkonzentrate rückläufige Erlöse nicht vollständig durch gestiegene Ab-sätze kompensiert werden konnten. Das operative Ergebnis verringerte sich deutlich auf 36 (Vorjahr: 47) Millionen Euro. Im Bereich Fruchtzubereitungen wirkten sich im ersten Halbjahr bei stagnierenden Umsätzen die höheren Kosten sowie auch Einmaleffekte belastend aus. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnten rück-läufige Erlöse nicht vollständig durch gestiegene Absätze ausgeglichen werden.

Aktuell (24.10.2019 / 14:39 Uhr) notieren die Aktien der Südzucker AG im Xetra-Handel mit einem Plusvon +0,32 EUR (+2,64 %) bei 12,46 EUR.


Chart: Südzucker AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0007297004

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