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Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-HOLLAND S.A. (ISIN: LU03070187959) hat den bisherigen Geschäftsverlauf und die branchenspezifischen Rahmenbedingungen eingehend analysiert und den Forecast für das Gesamtjahr 2019 angepasst.

Für uns unerwartet rudert SAF zurück. Die Prognose muss reduziert werden. Das im Zeitraum Januar bis August 2019 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich verbesserte Ergebnis der Region Amerika konnte die niedrigeren Ergebnisbeiträge der sonstigen Regionen nur noch leicht kompensieren.

China hat Probleme beim Anlauf einer neuen Produktionsanlage, so dass mit zusätzlichen Impairmentabschreibungen auf Forderungen und Warenbestände zu rechnen ist. Und natürlich gibt es Probleme und weltweit machen sich die schlechten Zahlen im Automotivebereich bemerkbar. SAF hat keine eigene Sonderkonjunktur mehr - Schade.

Vor diesem Hintergrund rechnet SAF-HOLLAND für das Geschäftsjahr 2019 nunmehr mit einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 1.260 Mio. Euro bis 1.300 Mio. Euro (Vorjahr 1.301 Mio. Euro). Dies entspräche einer Veränderungsrate von 0 Prozent bis minus 3 Prozent (bisherige Erwartung: Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent). Die bereinigte EBIT-Marge sollte nach Einschätzung des Group Management Board im Gesamtjahr nunmehr in einer Bandbreite von 6,0 Prozent bis 6,5 Prozent liegen (bisherige Erwartung: um die Mitte der Bandbreite von 7 Prozent bis 8 Prozent).

Im August bei Vorlage der -guten - Halbjahreszahlen hörte sich das noch ganz anders an:"Alexander Geis, CEO der SAF-HOLLAND sagte im August. "Für das Gesamtjahr sind wir auf Grundlage der erwarteten branchenspezifischen Rahmenbedingungen zuversichtlich, die Markterwartungen treffen zu können. Wichtig dafür ist auch die konsequente Umsetzung der unternehmensweit aufgesetzten Operational Excellence Programme sowie unsere Fähigkeit, sich schnell und flexibel an Nachfrageschwankungen anpassen zu können."

Schlecht

Aber immer noch profitabel und "nur" etwas weniger Umsatz, da haben andere Zulieferer ganz andere Probleme. Erschreckend ist der Überraschungsmoment. Und natürlich die Angst, dass wie bei anderen auch bei SAF scheibchenweise weitere Reduktionen folgen werden. Bleibt es bei dieser Prognose wird man damit leben können - der Markt wohl weniger: Auf Tradegate brach gestern Abend die Aktie bereits um fast 15% ein, heute wird wohl der Markt ähnliche Kursreaktionen zeigen oder sieht man es nachher doch etwas entspannter....

 HIER: DIE aktuelle Analyse zu SAF Holland. Wird sich die Gesellschaft wieder von diesem Zurückrudern befreien? Gibt es noch mehr negative Überraschungen..

SAF-HOLLAND ist der größte...

... unabhängige, börsennotierte Nutzfahrzeugzulieferer in Europa und beliefert schwerpunktmäßig die Trailer-Märkte. Das Unternehmen zählt mit rund 1.139 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2017 zu den international führenden Herstellern von fahrwerksbezogenen Baugruppen und Komponenten vor allem für Trailer aber auch für Lkw, Busse und Campingfahrzeuge. Die Produktpalette umfasst neben Achs- und Federungssystemen unter anderem Sattelkupplungen, Königszapfen und Stützwinden, die unter den Marken SAF, Holland, Neway, KLL, V.Orlandi und York vertrieben werden. SAF-HOLLAND beliefert die Fahrzeughersteller in der Erstausrüstung (OEM) auf sechs Kontinenten. Im Aftermarket-Geschäft liefert die Gruppe Ersatzteile an die Service-Netzwerke der Hersteller (OES) und mit Hilfe von Verteilungszentren über ein umfassendes globales Vertriebsnetz an Endkunden und Servicestützpunkte. SAF-HOLLAND ist, als einer von nur wenigen Zulieferern in der Truck- und Trailer-Industrie, international breit aufgestellt und in fast allen Märkten weltweit präsent. .

Aktuell (24.09.2019 / 07:40 Uhr) notieren die Aktien der SAF Holland S.A. im Tradegate-Handel zum gestrigen Schluss um 22:00 bereits kräftig im Minus -1,38 EUR (-14,99 %) bei 8,02 EUR.


Chart: SAF-HOLLAND S.A. | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: LU0307018795

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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