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Die Hamburger Hafen und Logistik AG (ISIN: DE000A0S8488) hat ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt und das erste Halbjahr 2019 mit steigendem Umsatz und Ergebnis abgeschlossen.

Die Profitabilität konnte in einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert werden. Vor allem dank der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia stieg der Containerumschlag moderat an. Beim Containertransport wurde eine deutliche Steigerung erreicht. In Summe mit einer starken Umsatzsteigerung im Segment Logistik und einer erneut moderaten Erhöhung der Erlöse bei der Immobilienbewirtschaftung führte dies zu einem Umsatz von 693,7 Mio. Euro (+ 9,6 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) legte stark um 14,4 Mio. Euro bzw. 14,4 Prozent auf 114,3 Mio. Euro zu. Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 machten dabei im EBIT ein Plus von 7,1 Mio. Euro aus.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: "Die im ersten Halbjahr erreichten Ergebnisse bestärken uns in unserer Erwartung, die prognostizierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Sie sind jedoch nur ein Schritt auf unserem strategischen Weg, die HHLA für die mittel- und langfristige Zukunft erfolgreich aufzustellen. Neben der Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts und der Erschließung weiterer Geschäftsfelder sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz selbstverständlich integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Denn wir sind uns unserer Verantwortung - sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung der HHLA, als auch unserer gesellschaftlichen - bewusst und haben dafür bereits viel getan."

Hafenlogistik  plus 10%

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen in den ersten sechs Monaten der Umsatz um 9,8 Prozent auf 677,5 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um 15,6 Prozent auf 105,6 Mio. Euro stark an. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent.

Container moderates Plus

Im Segment Container konnte der Containerumschlag im ersten Halbjahr 2019 moderat um 3,8 Prozent auf 3.770 Tsd. Standardcontainer (TEU) gesteigert werden. Hierzu trug insbesondere die erfolgreiche Integration des im letzten Jahr erworbenen Terminals in Tallinn bei. Die Umsatzerlöse konnten dank der Mengensteigerung von 3,8 Prozent in Verbindung mit einer Verbesserung der Durchschnittserlöse gegenüber 2018 auf 401,7 Mio. Euro und damit um 5,6 Prozent gesteigert werden. Ursache hierfür war im Wesentlichen eine Steigerung des Bahnanteils. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. Euro bzw. 5,3 Prozent auf 71,8 Mio. Euro. Von diesem Anstieg sind 5,2 Mio. Euro auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen. Die EBIT-Marge blieb unverändert bei 17,9 Prozent.

Transporte nehmen zu

Im Segment Intermodal konnten die HHLA-Transportgesellschaften im ersten Halbjahr 2019 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 9,6 Prozent stieg der Containertransport auf 782 Tsd. Standardcontainer (TEU). Getragen wurde die Entwicklung durch das Wachstum sowohl der Bahn- als auch der Straßentransporte. Die Bahntransporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent auf 610 Tsd. TEU zu. Die Straßentransporte erzielten in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aufgrund des starken Anstiegs der Zustellverkehre ein Wachstum von 10,8 Prozent auf 172 Tsd. TEU. Die Umsatzerlöse lagen mit 244,1 Mio. Euro um 17,4 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelten sich damit deutlich besser als die Transportmenge. Bei einem in etwa konstanten Bahnanteil im Vergleich zum Vorjahr führten neben Preisanpassungen insbesondere die längeren Transportdistanzen zu dieser starken Umsatzentwicklung.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich aufgrund der positiven Mengen- und Umsatzentwicklung um 31,6 Prozent auf 50,8 Mio. Euro. Die Senkung der Trassenpreise in Deutschland trug zu einer weiter steigenden Auslastung der Zugsysteme bei. Die Anwendung von IFRS 16 hatte für die positive Entwicklung des EBIT keine wesentliche Bedeutung.

HHLA AG trotzt bis jetzt den Exportkapriolen und dem Zollstreit: DIE Analyse vom 14.08.2019 hier.

Hafenlogistik liefert

Durch die Übernahme von Nordamerikadiensten und die Einbeziehung der erstmals ganzjährig konsolidierten Umschlagmengen des Containerterminals HHLA TK Estonia geht die HHLA für das Jahr 2019 von einem insgesamt leichten Anstieg des Containerumschlags aus. Beim Containertransport wird ebenfalls ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auf Konzernebene sollte dies im Umsatz zu einem leichten Anstieg führen.

Für das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Hafenlogistik wird im Jahr 2019 eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr erwartet, die zu einem Großteil auf die ab 2019 veränderte Leasingbilanzierung (IFRS 16) zurückzuführen ist. Die Ergebnisentwicklung des Teilkonzerns wird dabei maßgeblich durch die Segmente Container und Intermodal bestimmt. Im Segment Container wird eine stabile EBIT-Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres, im Segment Intermodal ein deutlicher Anstieg erwartet.

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Immobilien solide

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 eine positive Entwicklung. Die bereits im Vorjahr auf weitgehender Vollvermietung der beiden Quartiere basierenden Umsatzerlöse wurden im Vorjahresvergleich erneut moderat um 3,5 Prozent auf 19,9 Mio. Euro gesteigert. Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) lag trotz gestiegener, geplanter Instandhaltungsmaßnahmen mit 8,5 Mio. Euro leicht um 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Der überproportionale Anstieg des EBITDA resultierte wesentlich aus der veränderten Bilanzierung nach IFRS 16.

Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien wird aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen für das Jahr 2019 im Bereich von 15 Mio. Euro erwartet.

Aktuell (14.08.2019 / 09:03 Uhr) notieren die Aktien der Hamburger Hafen und Logistik AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,30 EUR (+1,39 %) bei 21,90 EUR.


Chart: Hamburger Hafen und Logistik AG | Powered by GOYAX.de

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