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Die Stabilus S.A. (ISIN: LU1066226637), ein weltweit führender Anbieter von Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antrieben zur Bewegungssteuerung,

konnte sich im zweiten Quartal (das am 31. März 2019 endete) von dem anhaltend herausfordernden Umfeld und der allgemeinen Entwicklung in der globalen Automobilindustrie nicht entkoppeln und verzeichnete einen Umsatzrückgang.

Der Konzernumsatz verringerte sich im zweiten Quartal GJ2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,7 Prozent auf 239,1 Millionen Euro (Q2 GJ2018: 251,0 Millionen Euro). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte belief sich der Rückgang des Konzernumsatzes auf 7,4 Prozent.

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Dr. Stephan Kessel, Interim-CEO von Stabilus, sagte: "Das anhaltend herausfordernde Marktumfeld und insbesondere die enttäuschende Entwicklung in der europäischen und chinesischen Automobilindustrie im Berichtszeitraum spiegeln sich in unseren Ergebnissen der ersten sechs Monate unseres Geschäftsjahres wider. Ungeachtet der Marktentwicklungen ist Stabilus als Weltmarktführer für Gasfedern, Dämpfer und elektromechanische Antriebe weiterhin hervorragend positioniert. Wir sind daher zuversichtlich, einen großen Teil der entgangenen Umsätze bei einer Erholung unserer Absatzmärkte wieder aufholen zu können. Daher bestätigen wir auch erneut unsere STAR 2025 Mittel- und Langfristprognose."

Schwache Automobilindustrie lastet auf Umsätzen in allen Regionen

In der Region Europa sank der Umsatz im Q2 GJ2019 um 4,7 Prozent auf 126,0 Millionen Euro, was insbesondere auf einen schwächeren Automobilmarkt (u.a. Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus) zurückzuführen war. In der NAFTA-Region ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 1,0 Prozent auf 88,5 Millionen Euro zurück, wobei hier der starke US-Dollar unterstützend wirkte (durchschnittlicher Wechselkurs von 1,14$/EUR im Q2 GJ2019 vs. 1,23$/EUR im Q2 GJ2018). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte lag der Umsatzrückgang in NAFTA im Q1 GJ2019 bei -8,5 Prozent. In Asien / Pazifik und RoW (Rest of World) verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 16,3 Prozent auf 24,6 Millionen Euro. Verantwortlich war hier insbesondere die stark rückläufige Produktion von Leichtbaufahrzeugen in China.

Automotive- und Industrial-Geschäft beeinflusst von schwierigem Marktumfeld

Stabilus verzeichnete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019 sowohl im Automotive- als auch im Industriegeschäft einen Umsatzrückgang. Im Automotive-Segment, das für 60 Prozent der Konzernumsätze stand, gingen die Erlöse um 7,2 Prozent auf 144,2 Millionen Euro zurück (Q2 GJ2018: 155,4 Millionen Euro). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte betrug der Umsatzrückgang 10,2 Prozent und konnte sich somit nicht vom Automotive-Gesamtmarkt entkoppeln, in dem die Anzahl der weltweit produzierten Leichtfahrzeuge im Q2 GJ2019 um 6,7 Prozent auf 22,7 Millionen Stück zurückging. Die schwächere Entwicklung der globalen Automobilindustrie ist insbesondere auf die Unsicherheiten aus der Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus, der Brexit-Debatte und des schwelenden Handelskonfliktes zwischen den USA und China zurückzuführen. Diese Entwicklung hatte sowohl bei Automotive Powerise als auch bei Automotive Gas Springs einen spürbaren Effekt. Auf das Industriegeschäft, das mit einem Umsatz von 94,8 Millionen Euro im Q2 GJ2019 einen leichten Rückgang von 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal (Q2 GJ2018: 95,6 Millionen Euro) verzeichnete, entfielen 40 Prozent des Konzernumsatzes. Währungsbereinigt ging der Umsatz in dem Segment um 2,9 Prozent zurück. Zum Rückgang trugen insbesondere das schwächere Geschäft mit Distributoren sowie niedrigere Umsätze in den Bereichen Transport und Independent Aftermarket bei. Das Wachstum in den Segmenten Baumaschinen, Maschinenbau-/Produktionstechnologie und Büromöbel reichte dabei nicht aus, die Rückgänge in den genannten Bereichen vollständig zu kompensieren.

Bereinigte EBIT-Marge von 14,9 Prozent im zweiten Quartal

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT[1]) sank im Q2 GJ2019 um 9,2 Prozent auf 35,7 Millionen Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 14,9 Prozent, nach 15,7 Prozent im Vergleichsquartal Q2 GJ2018.

Im Q2 GJ2019 lag der Gewinn bei 20,4 Millionen Euro, nach 25,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der freie Cashflow (FCF[1]) betrug 6,6 Millionen Euro, nach 16,8 Millionen Euro im Q2 GJ2018.

Umsatzprognose für Gesamtjahr aktualisiert; EBIT-Marge bestätigt

Vor dem Hintergrund des anhaltend herausfordernden Marktumfelds in der Automobilindustrie aktualisiert Stabilus seinen Ausblick für das Gesamtgeschäftsjahr 2019 und erwartet nun ein Umsatzniveau auf Höhe des Vorjahres von ca. 960 Millionen Euro. Die Umsatzprognose beinhaltet einen positiven Währungseffekt von 1 Prozent (basierend auf der Annahme eines USD/EUR-Kurses von 1,14). Ohne diesen Effekt sowie ohne Berücksichtigung von Akquisitionen prognostiziert Stabilus ein Umsatzwachstum von -1 Prozent. Zuvor war das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von rund 2 Prozent auf 980 Millionen Euro ausgegangen. Die bereinigte EBIT[1]-Marge wird unverändert bei ca. 15 Prozent erwartet.

Weiterhin bestätigt Stabilus seine STAR 2025 Mittel- und Langfristprognose, nach der ein jährliches Wachstum von durchschnittlich mindestens 6 Prozent erwartet wird.


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