Nordex meldet zum Jahresende 2025 noch einmal kräftigen Rückenwind aus dem Heimatmarkt: Der Wind- und Solarentwickler UKA hat weitere 33 Turbinen beim Hamburger Hersteller bestellt. Es geht ausschließlich um den leistungsstarken Typ N175/6.X, insgesamt summiert sich die neu bestellte Leistung auf 224,4 MW.
Die Orders sind Teil eines bestehenden Rahmenvertrags zwischen beiden Unternehmen – UKA greift damit erneut im großen Stil auf die Nordex-Technologie zurück. Die Projekte verteilen sich auf neun Windparks, unter anderem in Brandenburg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Errichtung und Inbetriebnahme sollen je nach Standort ab 2027 erfolgen.
UKA-Chef Gernot Gauglitz bringt die Bedeutung des Pakets auf den Punkt: „In einem schwieriger gewordenen Marktumfeld kommen wir gut mit der Realisierung unserer Projektpipeline voran. Die von uns eingesetzten Turbinen sind einer der Faktoren für die Wirtschaftlichkeit unserer Projekte. Mit dieser Bestellung hat UKA weitere 224 MW bei unserem Premiumpartner Nordex verbindlich bestellt.“
N175 mit 179 Metern Nabenhöhe: Maximale Ausnutzung der Standorte
Technisch setzt UKA klar auf Ertragsmaximierung: Die N175/6.X-Anlagen werden auf Hybridtürmen mit 179 Meter Nabenhöhe installiert. Das ist hohe Schule im Onshore-Segment – insbesondere in Binnenland-Regionen wie Brandenburg oder Thüringen, wo ein höherer Turmzugang zu besseren Windgeschwindigkeiten und damit zu spürbar mehr Energieertrag führt.
Die N175/6.X ist aktuell eine der stärksten Onshore-Turbinen im Nordex-Portfolio. Größerer Rotordurchmesser, hohe Nennleistung und eine Auslegung auf niedrige Stromgestehungskosten machen sie gerade für Projektentwickler attraktiv, die in einem verschärften Genehmigungs- und Kostenumfeld jeden Prozentpunkt mehr Ertrag brauchen.
Für Nordex ist bemerkenswert, dass UKA – ein Entwickler mit prall gefüllter Pipeline – wieder auf genau dieses Modell setzt. Karsten Brüggemann, Vice President Region Central der Nordex Group, ordnet das so ein: „Mit diesen aktuellen Aufträgen vertieft sich die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Nordex Group und UKA erneut. Wir freuen uns, dass sich UKA wiederholt für unsere leistungsstärksten Windenergieanlagen in unserem Portfolio entschieden hat und mit der N175/6.X erneut auch auf eine große Nabenhöhe mit 179 Meter setzt.“
20 Jahre Premium-Service: Langfristige Erlöse inklusive
Die Verträge zwischen Nordex und UKA gehen über die reine Turbinenlieferung hinaus. Zu jedem der Projekte gehört ein Premium-Servicevertrag mit 20 Jahren Laufzeit. Für UKA bedeutet das planbare Verfügbarkeit und einen Partner, der die Verantwortung für Wartung und technischen Betrieb übernimmt.
Für Nordex sind solche Vereinbarungen ein zunehmend wichtiger Baustein des Geschäftsmodells. Das volatile Projektgeschäft wird durch langfristige, wiederkehrende Serviceumsätze ergänzt. Je größer die installierte Basis, desto gewichtiger wird dieser Ergebnispfeiler. In einem Markt, in dem Zinsen, Ausschreibungspreise und Genehmigungsfristen schwanken, ist ein stabil wachsender Service-Backlog für Anleger ein klarer Pluspunkt.
UKA als Referenzkunde: Vertrauensbeweis im deutschen Markt
UKA ist nicht irgendein Projektierer, sondern einer der großen Vollentwickler im deutschen Wind- und PV-Markt – mit Aktivitäten in Deutschland, Europa und Amerika. Das Unternehmen plant, baut, betreibt und verkauft Wind- und Solarparks und verfolgt seit seiner Gründung 1999 eine langfristig ausgerichtete Strategie.
In einem „schwieriger gewordenen Marktumfeld“, wie Gauglitz selbst sagt, wird besonders genau hingeschaut, welche Technik sich rechnen lässt. Wenn ein Entwickler dieser Größenordnung über einen Rahmenvertrag hinweg immer wieder zur gleichen Turbine und zum gleichen Hersteller greift, ist das ein starkes Vertrauenssignal – sowohl in die Performance der Anlagen als auch in die Zusammenarbeit im Projektalltag.
Für Nordex bedeutet der Auftrag somit mehr als nur 224,4 MW zusätzlichen Auftragsbestand. Die Kooperation mit UKA steht sinnbildlich für eine vertiefte Partnerschaft mit einem der wichtigen Player der deutschen Energiewende – und unterstreicht, dass die N175/6.X im Markt angekommen ist.
Fazit: N175 etabliert sich – und Nordex zeigt Stärke im Heimatmarkt
Mit dem neuen Paket von UKA setzt Nordex ein deutliches Zeichen zum Jahresende: Die N175/6.X wird nicht nur in internationalen Projekten platziert, sondern entwickelt sich auch im Heimatmarkt Deutschland zum Zugpferd. Hohe Nabenhöhen, großer Rotordurchmesser, 20 Jahre Premium-Service – das ist die Kombination, mit der sich Projekte in einem anspruchsvollen regulatorischen und wirtschaftlichen Umfeld rechnen lassen.
Für die Nordex-Aktie ist der Auftrag ein weiterer Baustein in einer Story, die zunehmend von drei Elementen getragen wird: technologisch starken Onshore-Turbinen, konsequenter Serviceorientierung und engen Partnerschaften mit großen Projektentwicklern. Der Name der Kunden und Standorte mag in manch anderer Meldung fehlen – hier liegen sie offen auf dem Tisch. Und genau diese Transparenz macht den UKA-Deal zu einem spannenden Gradmesser dafür, wie gut Nordex im Kernmarkt Deutschland wirklich positioniert ist.















