Mensch und Maschine Software SE ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und beweist erneut die Stabilität ihres Geschäftsmodells. Trotz eines temporären Belastungseffekts im Digitalisierungssegment erzielte der CAD/CAM/BIM-Spezialist im ersten Halbjahr ein neues Rekordergebnis beim operativen Gewinn und bestätigte seine ambitionierten Jahresziele.
Besonders erfreulich entwickelte sich das margenstarke Softwaregeschäft, während sich die im vergangenen Jahr eingeleiteten Effizienzmaßnahmen zunehmend positiv auf die Kostenbasis auswirken. Damit hat MuM bereits zur Jahresmitte rund die Hälfte seiner Ergebnisziele für das Gesamtjahr erreicht.
Umsatz wächst in beiden Geschäftsbereichen
Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um 8,2 Prozent auf 130,75 Mio. Euro. Beide Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei.
Das Segment MuM-Software steigerte seinen Umsatz um 9,0 Prozent auf 66,09 Mio. Euro und entwickelte sich erneut zum wichtigsten Wachstumsmotor des Konzerns. Auch das Digitalisierungssegment legte mit einem Umsatzplus von 7,4 Prozent auf 64,66 Mio. Euro solide zu.
Die Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Software- und Digitalisierungslösungen weiterhin hoch bleibt und MuM in beiden Kernbereichen Marktanteile gewinnen kann.
Mensch und Maschine: Softwaregeschäft wird immer profitabler
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Rohertrag. Im margenstarken Softwaregeschäft stieg dieser um 8,7 Prozent auf 59,46 Mio. Euro.
Im Digitalisierungssegment belastete dagegen ein erwarteter Einmaleffekt aus dem Autodesk-Geschäft das zweite Quartal. Dadurch sank der Segment-Rohertrag um 7,8 Prozent auf 35,63 Mio. Euro.
Auf Konzernebene erhöhte sich der Rohertrag deshalb lediglich um 1,9 Prozent auf 95,09 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben dürfte sich der stärkere Beitrag des Softwaregeschäfts allerdings ab dem dritten Quartal deutlicher in den Konzernzahlen widerspiegeln.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der eigenen Wertschöpfung: Der Anteil der von MuM selbst generierten Wertschöpfung stieg von rund 75 Prozent im Jahr 2025 auf knapp 83 Prozent. Damit wird das Geschäftsmodell zunehmend unabhängiger von Handelsaktivitäten und entwickelt sich weiter in Richtung margenstarker Softwareerlöse.
Kostendisziplin zahlt sich aus
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt die konsequente Kostenkontrolle.
Die bereits 2025 eingeleitete Personalkonsolidierung zeigt zunehmend Wirkung. Trotz des temporären Rohertragsrückgangs im Digitalisierungssegment blieben die operativen Kosten auf Halbjahressicht nahezu unverändert.
Dadurch konnte MuM seine Profitabilität weiter steigern und den Belastungseffekt im zweiten Quartal weitgehend kompensieren.
Rekord-EBIT und steigender Gewinn
Das operative Ergebnis entwickelte sich entsprechend positiv. Das EBIT erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 28,14 Mio. Euro und übertraf damit den bisherigen Halbjahresrekord aus dem Jahr 2024.
Der wesentliche Ergebnisbeitrag kam erneut aus dem Softwaregeschäft. Dort stieg das EBIT um 19 Prozent auf 22,17 Mio. Euro. Im Digitalisierungssegment sank das operative Ergebnis dagegen infolge des Autodesk-Effekts auf 5,97 Mio. Euro.
Unter dem Strich erhöhte sich der Nettogewinn auf 18,17 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 5 Prozent auf 1,11 Euro.
Auch beim Cashflow zeigt sich eine deutliche Erholung. Der operative Cashflow sprang auf 25,53 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Nachdem die Jahre 2023 und 2024 von Abrechnungseffekten im Zusammenhang mit Autodesk-Dreijahresverträgen beeinflusst worden waren, normalisiert sich die Entwicklung nun wieder.
Mensch und Maschine: Jahresziele bleiben unverändert
Vorstand und Management sehen das Unternehmen nach dem ersten Halbjahr klar auf Kurs und bestätigen sämtliche Jahresziele.
Für 2026 erwartet MuM weiterhin ein EBIT zwischen 54,5 und 58,5 Mio. Euro sowie ein Ergebnis je Aktie zwischen 2,11 und 2,26 Euro. Das entspricht einem erwarteten Gewinnwachstum von 11 bis 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch die Dividendenpolitik bleibt aktionärsfreundlich. Nach einer Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 plant das Unternehmen für 2026 eine Dividende zwischen 2,20 und 2,40 Euro je Aktie.
Langfristiges Gewinnziel bleibt ambitioniert
Neben den bestätigten Jahreszielen hält das Management auch an seiner langfristigen Strategie fest. Bis zum Jahr 2030 soll sich das Ergebnis je Aktie gegenüber 2025 nahezu verdoppeln und auf mehr als 3,80 Euro steigen.
Die Halbjahreszahlen zeigen, dass Mensch und Maschine trotz kurzfristiger Belastungen im Digitalisierungssegment weiterhin von einem starken Softwaregeschäft, steigender eigener Wertschöpfung und einer konsequenten Kostendisziplin profitiert. Gelingt die erwartete Normalisierung im zweiten Halbjahr, verfügt das Unternehmen über gute Voraussetzungen, seine Wachstumsziele auch 2026 zu erreichen.















