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mdax news nebenwerte magazin05.09.2019 - Die Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001) verliert ihren langjährigen CFO. Der Chief Financial Officer der Commerzbank AG, Stephan Engels, hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass er seinen bis April 2020 laufenden Vertrag gern erfüllen, aber ein mögliches Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte.

Aufsichtsratschef Dr. Stefan Schmittmann hat die Ankündigung mit Bedauern zur Kenntnis genommen und gleichzeitig seine Anerkennung für Stephan Engels Leistung bekundet: "Mit Stephan Engels verlässt ein profilierter Manager die Commerzbank, der erfolgreiche Arbeit geleistet hat. Dafür möchte ich ihm auch im Namen des Aufsichtsrats ausdrücklich danken, ebenso wie für seine Bereitschaft, sich während seiner verbleibenden Vertragslaufzeit für die Commerzbank weiter zu engagieren. Dies gibt uns die Möglichkeit, einen geordneten Nachfolgeprozess zu gestalten."

Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, erklärte: "Ich bedauere Stephan Engels Entscheidung sehr, respektiere aber seinen Wunsch, sich einer neuen, internationalen Herausforderung zu stellen. Stephan Engels hat uns im Vorstand und mich persönlich maßgeblich bei der Strategie Commerzbank 4.0 sowie beim laufenden Strategieprozess unterstützt. Er war wesentlich daran beteiligt, dass die Commerzbank heute so stabil und zukunftsgerichtet aufgestellt ist. Dafür danke ich ihm ganz herzlich und wünsche ihm persönlich wie auch beruflich alles Gute und viel Erfolg."

Stephan Engels, Chief Financial Officer der Commerzbank, sagte: "Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Commerzbank hat eine ausgesprochen starke und gute Unternehmenskultur. Es erfüllt mich mit Stolz, Teil dieser Institution zu sein. Mich zieht es daher nicht weg, sondern hin zu etwas Neuem. Ich habe die Möglichkeit nach knapp acht Jahren im Vorstand der Commerzbank nochmal eine spannende internationale Herausforderung anzunehmen. Den laufenden Strategieprozess, den ich aktiv mitgestaltet habe, werde ich natürlich weiter begleiten und abschließen. Mein Vertrag läuft bis April 2020 und ich werde die Bank mit vollem Einsatz so lange unterstützen, wie es Martin Zielke und dem Aufsichtsrat sinnvoll erscheint."

OK - neben salbungsvollen Sprüchen bleibt: Der CFO will es nochmal wissen und nimmt eine "spannende internationale Herausforderung" wahr. Commerzbank zu langweilig? Oder ein hoffnungsloser, nicht absehbar beendbarer Sanierungsfall? Vielleicht wird man in den nächsten Wochen mehr erfahren.

So könnte es gehen...

Den Unternehmenskunden Mehrwert bieten und technologisch mal Vorreiter sein. Die deutschen Banken haben viel Zeit mit Nabelschau, Weltbankträumen und abgehobenen Produkten verschwendet. Das hier ist mal ein Beispiel für kundenorientiertes, nah am Markt liegendes Engagement.

Die Commerzbank, wie sie sich selber sieht

Im Rahmen einer Presseerklärung beschreibt sich die Commerzbank so: "Die Commerzbank ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten ist. Die Commerzbank wickelt rund 30 % des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft.

Commerzbank mit großer Vergangenheit, aber auch mit Zukunft? Was sagt die Unternehmensanalyse von HEUTE zu den Perspektiven?

Zudem ist die Bank aufgrund ihrer hohen Branchenkompetenz in der deutschen Wirtschaft ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken. Mit ungefähr 1.000 Filialen betreibt die Commerzbank eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank mehr als 18 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden weltweit. Im Jahr 2018 erwirtschaftete sie mit rund 49.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von 8,6 Milliarden Euro."

Ausblick weiterhin verhalten

Die Bank will auch 2019 ihre sogenannte Wachstumsstrategie fortsetzen und erwartet im Vergleich zu 2018 höhere bereinigte Erträge. Insgesamt rechnet die Bank für das Geschäftsjahr 2019 mit einem im Vergleich zum Vorjahr leichten Anstieg des Konzernüberschusses, auch wenn dieses Ziel vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr sowie der sich spürbar eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Lage und der zunehmend von Unsicherheit geprägten geopolitischen Situation deutlich ambitionierter geworden sei. Die harte Kernkapitalquote soll zum Jahresende 2019 bei mindestens 12,75 % liegen. Die Kostenbasis dürfte 2019 unter 6,8 Milliarden Euro bleiben, während die Belastungen aus dem Risikoergebnis bei mindestens 550 MillionenEuro erwartet werden. Für das Geschäftsjahr 2019 plant die Bank mit einer Ausschüttungsquote auf vergleichbarem Niveau wie 2018. Ambitionen oder Visionen sehen anders aus.

Aktuell (04.09.2019 / 08:29 Uhr) notieren die Aktien der Commerzbank AG. im Xetra-Handel mit einem Plus von + 0,07 EUR (+ 1,33 %) bei 5,32 EUR.

 

 

 

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  • ISIN: DE000CBK1001

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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