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Die Aktionäre des größten deutschen Immobilienkonzerns Vonovia SE (ISIN: DE000A1ML7J1) haben dem Übernahmeangebot für den Konkurrenten Deutsche Wohnen AG (ISIN: ISIN: DE000A0HN5C6) zugestimmt.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Vonovia am Montag stimmten 78,21% der anwesenden Anteilseigner den Kapitalbeschaffungsmaßnahmen für das Angebot in Höhe von 14 Mrd. EUR zu.

Der DAX-Konzern Vonovia hatte sein Interesse an dem kleineren Konkurrenten bereits am 14. Oktober bekundet. Die Deutsche Wohnen plante bis dahin selbst noch die Übernahme der LEG Immobilen AG (ISIN: DE000LEG1110). Am 21. Oktober wurde dieser Plan jedoch verworfen, da die Unternehmensführung nicht von einer ausreichenden Zustimmung der Aktionäre ausging. Anfang November beschloss LEG Immobilien dann den Kauf von 13.800 Wohnungen der Vonovia.

Die Deutsche Wohnen wehrt sich jedoch weiterhin gegen die mögliche Übernahme. Am Freitag gab das Unternehmen die Übernahme von 13.600 Wohnungen der Patrizia Immobilien AG (ISIN: DE000PAT1AG3) bekannt. Mit dem Zukauf im Wert von rund 1,1 Mrd. EUR wird das bisherige Angebot der Vonovia jedoch zunehmend unattraktiver.

Am stärksten von dem ansteigenden Konkurrenzdruck und den Übernahmeschlachten in der Immobilienbranche profitiert daher bisher Patrizia Immobilien. Im dritten Quartal hatte der Augsburger Konzern den Verkauf des Portfolios der Süddeutsche Wohnen an die Vonovia abgeschlossen und dadurch bereits 1,9 Mrd. EUR eingenommen.

Das sich zunehmend als Immobilienverwalter etablierende Unternehmen steht nicht wie die anderen Konzerne der Branche unter Wachstumsdruck und kann so nun seine Zukäufe der letzten Jahre profitabel Abstoßen, um seine Expansion ins Ausland weiter zu finanzieren.