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Der Hersteller von Geldautomaten- und Zahlsystemen, Wincor Nixdorf AG (ISIN: DE000A0CAYB2), hat auf Basis vorläufiger Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang von 92% verbucht. Am Montag wurden diese auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 im September fiel ein Ergebnis von 8 Mio. EUR an. Im Vorjahr waren es 104 Mio. EUR. Der Umsatz sank im Gesamtjahr nur um 2% auf 2,427 Mrd. EUR.


Hohe Kosten durch Restrukturierung

Besonders belastend waren die Kosten für die Restrukturierung. Diese schlugen mit 80 Mio. EUR zu Buche und lagen damit nur knapp unter den Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 86 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Aufwendungen (EBITDA) sank um 65% auf 76 Mio. EUR ab und ließ damit die Marge von 8,7% auf 3,1% sinken.

Verantwortlich für die im laufenden Geschäftsjahr notwendige Restrukturierung war der Umsatzeinbruch bei Hardware. Dieser wurde besonders durch die einbrechende Konjunktur in den BRICS-Staaten, wie China und Russland, hervorgerufen. Zudem erhöhte sich der Preisdruck durch die Konkurrenz aus den asiatischen Ländern.


Vorbereitung auf scheiternde Fusion

Im laufenden Geschäftsjahr 2015/2016 will man bei Wincor Nixdorf bereits vom eingeleiteten Restrukturierungsprogramm profitieren. Das erste Quartal soll laut Unternehmen schon positiv angelaufen sein. Beim Umsatz erwartet man im Gesamtjahr einen leichten Anstieg. Das EBITDA soll dann wegen geringerer Kosten wieder um 50% auf 150 Mio. EUR zulegen.

Mit den für das neue Jahr erwarteten Zahlen sieht man sich im Konzern zudem gut für den Fall aufgestellt, dass die geplante Übernahme durch den US-Konkurrenten Diebold Inc. (ISIN: US2536511031) scheitert. Diebold will sich mit Wincor Nixdorf für 1,7 Mrd. EUR zusammenschließen. Derzeit läuft eine Prüfung der Bücher. Unabhängig davon, soll durch die Restrukturierung in jedem Fall die Trendwende für das seit Jahren angeschlagene Unternehmen erreicht werden. So könnte Wincor Nixdorf in Zukunft auch ohne eine Fusion mit Diebold erfolgreich weiterbestehen.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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