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Die Wacker Chemie AG (ISIN: DE000WCH8881) beendet das Jahr erwartungsgemäß mit einem Verlust - die Mammutabschreibung im Dezember erfordert ihren Tribut. Und Corona schlägt 2020 ins Kontor: Könnten mehr als 100 Mio. EUR Gewinn kosten - bitter. Aber vieles ist ebreits eingepreist und so steigt heute die Aktie bei Eröffnung kräftig.

760 Mio. EUR wurden auf die Produktionsanlagen für reinstes Polysilicium abgeschrieben werden, während der Umsatz sich bei 4,93 Mrd. EUR (2018: 4,98 Mrd. EUR) stabilisierte und damit das Niveau des Vorjahres knapp erreichte. Niedrigere Preise, vor allem für Solarsilicium, aber auch für Standardsilicone sind der wesentliche Grund für den leichten Rückgang um 1 Prozent. Insgesamt höhere Absatzmengen, Produktmixeffekte sowie Wechselkursveränderungen durch den im Jahresvergleich stärkeren US-Dollar haben den Umsatz dagegen positiv beeinflusst

Nach dem "Reinemachen" sollte es eigentlich wieder voran gehen - dann kam Corona

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres ist der Konzernumsatz etwas niedriger als vor einem Jahr. Mitverantwortlich dafür sind Einschränkungen in China beim Transport der Produkte zu den Kunden. Das bremst derzeit die dortigen Umsätze in allen Geschäftsbereichen. Insgesamt rechnet WACKER im 1. Quartal 2020 mit einem Konzernumsatz von etwa 1,2 Mrd. EUR (Q1 2019: 1,24 Mrd. EUR). Das EBITDA des Konzerns wird im 1. Quartal 2020 voraussichtlich deutlich über dem Niveau des Vorjahres (142,0 Mio. EUR) liegen. Hier machen sich unter anderem operative Verbesserungen im Polysiliciumgeschäft positiv bemerkbar.

"2020 wird aus heutiger Sicht ein weiteres sehr anspruchsvolles Jahr", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. "Der hohe Wettbewerbs- und Preisdruck im Geschäft mit Polysilicium bleibt eine Herausforderung. Handelskonflikte und geopolitische Krisen bergen Abwärtsrisiken. Die Unsicherheiten auf Grund des Coronavirus überschatten derzeit jedoch zusätzlich alle anderen Risiken. Andererseits sind wir zuversichtlich, dass wir mit hervorragenden Produkten in allen unseren Geschäftsbereichen über hohes Wachstumspotenzial verfügen."

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Damals gab es eigentlich den gleichen Grund, wie später beim zweiten Schock mit der Sonderabschreibung über 760 Mio. EUR. "Ausschlaggebend für unsere reduzierten Erwartungen sind die nach wie vor extrem niedrigen Preise für Polysilicium", erläuterte seinerzeit Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender von WACKER, die Hauptursache für die Absenkung der Prognose am 15. Oktober. "Viele Marktexperten hatten für das zweite Halbjahr fest mit einer Preiserholung bei Solarsilicium gerechnet - eine Annahme, die auch Bestandteil unserer bisherigen Prognose war. Bislang jedoch haben sich die Durchschnittspreise für dieses Material nicht verbessert, sondern sie sind im Gegenteil im 3. Quartal auf Grund von Überkapazitäten chinesischer Wettbewerber weiter zurückgegangen." Im Dezember ähnliche Gründe - sollte aber jetzt abgearbeitet sein - hopefully.

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UND PROGNOSE FÜR 2020 IST VORSICHTIG: Insgesamt rechnet WACKER im Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bereinigt um den Sondereffekt der Versicherungsleistung wird das EBITDA um einen mittleren einstelligen Prozentsatz unter dem Vorjahr erwartet. Die EBITDA-Marge erwartet WACKER etwas niedriger als im Vorjahr. In dieser Prognose ist ein Teil der wirtschaftlichen Unsicherheiten berücksichtigt, ebenso das im Vergleich zum Vorjahr das voraussichtlich geringere Beteiligungsergebnis. Allerdings stuft das Unternehmen das Risiko einer Pandemie durch das Coronavirus auf Grund der dynamischen Entwicklung seit Ende Februar als hoch mit möglicherweise großen Auswirkungen (>100 Mio. EUR) auf die Finanz- und Ertragslage ein. Dies könnte folglich bedeuten, dass das EBITDA um einen zweistelligen Prozentsatz unter Vorjahr liegt.

Aktuell (17.03.2020 / 08:23 Uhr) notieren die Aktien der Wacker Chemie AG im Tradegate-Handel mit einem Plus von 2,25 EUR (+5,03%) bei 47,00 EUR.


Chart: Wacker Chemie AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000WCH8881

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