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Die Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001) ist erwartungsgemäß gescheitert mit ihrem Übernahmeangebot für die Comdirect. Gerade mal knapp 500.000 Aktien hätte man bekommen.

Beim aktuellen Kursniveau keine Überraschung. Was passiert jetzt? Die Commerzbank macht klar, dass man auch so die comdirect  verschmelzen wird, halt langsamer, mit Klagemöglichkeiten für die comdirect Aktionäre, aber man hat sich auch nicht auf einen Bietwettkampf einlassen wollen. Der gebotene Übernahmepreis war wohl die betriebswirtschaftlich maximale Lösung für die nicht auf Rosen gebettete Bank. Jetzt geht es halt langsamer, aber wahrscheinlich auch billiger. Hängt jetzt an den Gutachten über den Wert der comdirect. Haben sich wahrscheinlich gerade einige Hedgefonds verkalkuliert, die dachten schneller ist wichtiger für die Commerzbank als Geld. Aber die Zeiten scheinen beim Bankriesen auf tönernen Füßen vorbei zu sein - eigentlich ein gutes Zeichen.

Kursverlauf bestätigt eigentlich Commerzbank Haltung

Die hohen Hoffnungen auf eine spendable Commerzbank mit Kursen weit über 13,00 EUR waren relativ schnell erledigt, aber auch der Handel bei aktuell 12,44 EUR könnte ein Kurs sein, den die Commerzbank möglicherweise nicht zahlen muss. Das weitere Procedere berücksichtigt auf jeden Fall nicht "Schnelligkeit", "Phantasie" oder "Zeitdruck" beid er Bewertung des Verschmelzungspreises. Und so geht es weiter:

Zur Erinnerung vorab nochmal: Die Commerzbank bot den Aktionären der comdirect 11,44 Euro je Aktie in bar. Dies entsprach einer Prämie von 25 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs der comdirect-Aktie vom 19. September 2019, dem Tag vor Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung zum Strategieentwurf "Commerzbank 5.0". Die Angebotsfrist für das Erwerbsangebot lief bis zum 6. Dezember 2019 und stand unter der Vollzugsbedingung einer Mindestannahmequote von 90 Prozent (einschließlich der von der Commerzbank bereits gehaltenen comdirect-Aktien in Höhe von 82,63%).

Die Integration der comdirect wird nun mittels direkter Verschmelzung auf die Commerzbank vorangetrieben. Nach Zustimmung der Hauptversammlungen beider Unternehmen erhalten comdirect-Aktionäre für ihre Anteile Commerzbank-Aktien. Das Umtauschverhältnis wird auf Basis von Gutachten zum Wert der comdirect und der Commerzbank bestimmt. Die direkte Verschmelzung wurde bereits Ende September 2019 als Alternative angekündigt.

"Von der Logik der Integration der comdirect sind wir fest überzeugt und wir sind gut vorbereitet. Ich will mehr comdirect in der Commerzbank, und das Bündeln unserer Kräfte ist der beste Weg dorthin. Jetzt steht die Direktverschmelzung der comdirect auf die Commerzbank an. Die dafür notwendigen Maßnahmen werden wir nun unverzüglich einleiten", sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. "Von der Zusammenführung profitieren alle Kunden: comdirect-Kunden können sich weiter auf das gewohnte Angebot bei Produkten, Services und Brokerage verlassen. Zusätzlich wird ihnen das Filialnetz der Commerzbank neue Optionen bieten. Die Commerzbank-Kunden erhalten Zugang zum ausgezeichneten Digital-Angebot der comdirect."

report wirecard

Aktuell (11.12.2019 / 11:55 Uhr) notieren die Aktien der Commerzbank AG im Xetra-Handel leicht im Plus bei 5,20 EUR, die der comdirect Bank AG bei 12,44 EUR.

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000CBK1001

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