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Zwei neue Aufträge sorgen beim angeschlagenen Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger SE (ISIN: DE0005909006) für etwas Entspannung. In München und Köln soll das Unternehmen Bürogebäude im Auftragswert von über 100 Mio. EUR errichten.


Klarere Sicht im Herbst

Die Bekanntgabe am Montag half vermutlich den Kurs vor einem stärkeren Rückgang zu bewahren. Im Zuge der drohenden Staatspleite Griechenlands gaben die Kurse an den Börsen auf breiter Fläche nach, erholten sich jedoch im Laufe des Tages. Für Bilfinger belastend kam noch hinzu, dass die Ratingagentur Standard & Poors den Konzern wegen seiner letzten Gewinnwarnung und dem angekündigten Verkauf der Kraftwerkssparte am Freitag von BBB- auf BB+ herabgesetzt hat. Bis 2017 rechnet man nun mit schwächeren Ergebnissen.

Im Oktober erwartet man nun eine aktualisierte Strategie des Unternehmens für die Zeit nach dem Verkauf der Verluste schreibenden Kraftwerkssparte. Was die operative und finanzielle Situation angeht, soll ein genauerer Ausblick im August bei Vorlage des zweiten Quartalsberichtes möglich sein. Konzernchef Per Utnegaard gab vor knapp anderthalb Wochen die Trennung von dem Geschäftsbereich bekannt, in dem man keine Zukunft mehr sieht.


Verschlafene Wende

Aufgrund der Energiewende werden kaum noch konventionelle Kraftwerke für Kohle und Gas gebaut und die Sanierung bestehender heraus gezögert. Die Ausrichtung auf das Ausland, besonders auf die Schwellenländer, hat das Unternehmen unter dem ehemaligen Chef Roland Koch verschlafen.

Utnegaard muss nun schnellstens die begonnenen Restrukturierungen bei der Organisation und Effizienz des Konzerns zu Ende bringen. Bisher haben sie wenig Erfolg gezeigt. Besonders die Verwaltung muss weiter verkleinert werden, um weitere Mittel zu schaffen, damit man das Geschäft noch stärker auf die Ingenieurdienstleistungen im Hochbau und die Gebäudedienste, wo man in Deutschland Marktführer ist, konzentrieren zu können.

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