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Die Aktie der Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) ist am gestrigen Handelstag deutlich gefallen.

Mit einem Minus von 5,91% rangierte das Papier des MDAX-Unternehmens auf Tagesbasis am Indexende. Dabei hatte der Möbelkonzern gestern Morgen mit ganz anständigen Halbjahreszahlen aufgewartet.

CEO Markus Jooste kommentierte die 6-Monatszahlen so: „Die solide Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses zeigen wie stabil das Geschäftsmodell der Gruppe ist. Das ist im Wesentlichen auf unsere Diversifizierung bei Produkten und Standorten zurückzuführen. Außerdem trägt auch weiterhin unser Managementteam und dessen operative Fokussierung einen wesentlichen Teil zu dem guten Wachstum bei.

 

Übernahmen bringen kräftiges Umsatzwachstum

In den ersten sechs Monaten konnte Steinhoff den Umsatz auf Konzernebene von 6.889 Mio.  EUR (1. HJ 2015/2016) um +47,55% auf 10.165 Mio. EUR deutlich steigern.

Für das enorme Wachstum waren vor allem die getätigten Akquisitionen von Mattress Firm (Umsatz: 1.518 Mio. EUR) und Poundland (910 Mio. EUR) verantwortlich. Die Übernahmen von Fantastic Furniture (92 Mio. EUR) und Tekkie Town (12 Mio. EUR) steuerten zusammen noch einmal über 100 Mio. EUR zum Gesamtumsatz bei.

Segmentbezogen lieferte Household Goods mit 5.806 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016: 3.940 Mio. EUR) den größten Umsatzbeitrag, gefolgt von den Bereichen General Merchandise mit 3.181 Mio. EUR 1. HJ 2015/2016: 1.774 Mio. EUR) und Automotive mit 702 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016: 591 Mio. EUR).

Der Retail-Umsatz betrug somit insgesamt 9.689 Mio. EUR und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +53,67% (1. HJ 2015/2016: 6.305 Mio. EUR). Bereinigt um die Akquisitionen betrug das organische Umsatzwachstum beim Retail +9,37%. Die Einnahmen stiegen ohne Berücksichtigung der Übernahmen von 6.544 Mio. EUR 1. HJ 2015/2016) auf 7.157 Mio. EUR.


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Operativer Gewinn steigt um über 13%

Steinhoff legte aber nicht nur beim Umsatz zu, sondern auch beim operativen Ergebnis zu: Das EBIT konnte man im ersten halben Jahr 2016/2017 von 797 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) um +13,30% auf 903 Mio. EUR verbessern.

Dabei trug das Segment Household Goods weiterhin den höchsten EBIT-Anteil bei: Der operative Gewinn stieg hier von 267 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) um +12,73% auf 301 Mio. EUR. Das General Merchandise- Segment wies allerdings mit einem Anstieg von 166 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) um +58,43% auf 263 Mio. EUR die höchsten Zuwächse beim EBIT auf, während die Automotive-Sparte mit einem EBIT von 21 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau stagnierte.

Insgesamt legte das EBIT im Retail-Bereich um 454 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) um +28,86% auf 585 Mio. EUR zu. Bereinigt um getätigte Akquisitionen stieg der operative Gewinn von 463 Mio. EUR (1. HJ 2015/2016) immerhin um +15,34% auf 534 Mio. EUR.

 

Kursziele der Analysten liegen über aktuellem Wert der Aktie

Wenngleich fünf der sieben Analystenhäuser, die die Aktie von Steinhoff im Mai und Juni 2017 in Augenschein genommen haben, zum Halten des Titels raten, liegen doch alle Kursziele über dem aktuellen Kurs von 4,48 EUR. Das heißt, bei allen Einschätzungen wäre noch ein Upside-Potenzial vorhanden, wobei das Kursziel von Kepler Cheuvreux mit 4,55 EUR nicht weit über dem aktuellen Kurs steht.

Während die Analysten, die zum Halten der Steinhoff-Aktie raten, Kursziele zwischen 4,55 EUR (Kepler Cheuvreux )und 5,60 EUR (Morgan Stanley) sehen und damit eine mögliche Performance von bis zu +25% in Aussicht stellen, haben die Experten von Robert W. Baird & Co. Inc. (7. Juni | Kursziel 6,00 EUR) und von JP Morgan Chase (18. Mai | Kursziel: 6,30 EUR) das Papier zum Kauf empfohlen. Auf Basis dieser Kursziele besteht ein Upside-Potenzial von momentan +40,63%.

 

Unsere Einschätzung zur Aktie

Die Zahlen für das erste Halbjahr zeigen, dass das Kerngeschäft von Steinhoff, die Retail-Bereiche Household Goods und General Merchandise,  weiterhin Umsatzwachstum aufweisen. Insgesamt hat das Retail-Geschäft organisch immerhin um über +9% zulegen können. Auch beim operativen Gewinn offenbart sich eine gestiegene Profitabilität und ein organisch verbessertes EBIT von mehr als +15%.

Diese jüngste Entwicklung ist in jedem Fall positiv zu bewerten. Im Kurs spiegelt sich das jedoch bisher noch nicht wider. Ein Blick auf den Jahreschart zeigt einen Abwärtstrend der Aktie im Zeitraum von Mitte August bis Ende November/Anfang Dezember 2016. Vom  52-Wochenhoch bei 6,143 EUR auf Schlusskursbasis fiel die Aktie um -31,01% auf das 52-Wochentief bei 4,238 EUR.

Im Anschluss kam es im Zuge der allgemeinen Erholung der Märkte auch zu einer Gegenbewegung binnen weniger Tage bis auf 5,20 EUR (13. Dezember 2016). Seither befindet sich die Aktie allerdings in einer Seitwärtsbewegung in einer Range von 4,43 EUR und 5,00 EUR mit wenigen Ausschlägen oberhalb der 5-EUR-Marke.

Nun stellt sich die Frage, wann und in welche Richtung das Papier aus dieser Range ausbricht. Wir sind der Meinung, dass mehr Argumente für die positive Variante mit einem nachhaltigen Ausbruch über die 5-EUR-Marke sprechen. An dieser Stelle würden einige Kaufsignale ausgelöst, unter anderem würde damit die GD 200-Linie durchbrochen werden (Gleitender Durchschnitt – 200 Tage).

 

Steinhoff International Holdings N.V.
Chart: Steinhoff International Holdings N.V. | Powered by GOYAX.de
 

Mit Material von Steinhoff International Holdings N.V.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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