HORNBACH beweist auch im schwierigen Konsumumfeld Widerstandskraft. Trotz steigender Kosten, geopolitischer Unsicherheiten und schwacher Verbraucherstimmung steigert der Konzern Umsatz und Marktanteile – und hält gleichzeitig an seiner traditionsreichen Dividendenpolitik fest.
Besonders spannend: HORNBACH investiert massiv in Digitalisierung, künstliche Intelligenz und internationale Expansion. Damit könnte der Baumarkt-Konzern langfristig stärker von einer möglichen Erholung des europäischen DIY-Marktes profitieren als viele Wettbewerber.
Marktanteile steigen in mehreren Ländern deutlich
Während viele Einzelhändler weiterhin unter Kaufzurückhaltung leiden, baut HORNBACH seine Position in Europa konsequent aus.
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025/26 um 3,8 % auf 6,4 Mrd. Euro. Besonders stark entwickelte sich das operative Baumarktgeschäft.
Die Tochter HORNBACH Baumarkt AG steigerte ihren Umsatz auf mehr als 6 Mrd. Euro und gewann in mehreren Kernmärkten Marktanteile hinzu:
- Deutschland: 15,7 %
- Niederlande: 29,4 %
- Österreich: 17,6 %
- Schweiz: 15,0 %
- Tschechien: 38,8 %
Gerade die starke Entwicklung in Osteuropa dürfte Anleger aufmerksam machen. Dort sieht HORNBACH weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial.
Onlinegeschäft wächst weiter dynamisch
Auch digital legt der Konzern weiter zu.
Der Online-Umsatz stieg um 7,1 % auf 771 Mio. Euro. Damit entfielen bereits 12,7 % des Gesamtumsatzes auf Online-Kanäle inklusive Click & Collect.
Besonders wichtig: HORNBACH verfolgt zunehmend eine sogenannte „Interconnected Retail“-Strategie. Dabei werden stationärer Handel, Onlinegeschäft und digitale Services enger verzahnt.
Das Unternehmen setzt dabei verstärkt auf:
- KI-gestützte Projektberatung
- digitale Planungstools
- Produktempfehlungen
- optimierte Kundenerlebnisse
Damit reagiert HORNBACH auf einen Trend, der den gesamten Einzelhandel verändert.
Profitabilität bleibt trotz Kostendruck stabil
Bemerkenswert ist vor allem die Stabilität beim Ergebnis.
Das bereinigte EBIT sank nur leicht um 1,8 % auf 264,7 Mio. Euro. Angesichts deutlich gestiegener Kosten wird dies am Markt vermutlich positiv bewertet werden.
Denn der Konzern musste gleichzeitig höhere Ausgaben stemmen für:
- Personal
- IT-Infrastruktur
- Modernisierung
- Expansion
- Instandhaltung
Trotzdem blieb die Handelsspanne stabil und das Rohertragswachstum konnte die höheren Belastungen weitgehend ausgleichen.
Das zeigt erneut die operative Stärke des Geschäftsmodells.
39 Jahre stabile Dividende – ein starkes Signal
Ein weiterer Punkt dürfte einkommensorientierte Anleger freuen:
HORNBACH will erneut eine stabile Dividende von 2,40 Euro je Aktie ausschütten.
Damit würde der Konzern bereits zum 39. Mal seit dem Börsengang mindestens die Vorjahresdividende zahlen.
Gerade in einem volatilen Marktumfeld besitzt diese Verlässlichkeit für viele Investoren hohe Bedeutung.
Serbien wird das nächste Wachstumsprojekt
Parallel treibt HORNBACH die internationale Expansion weiter voran.
Besonders interessant ist der geplante Markteintritt in Serbien. Die erste Filiale soll Ende 2027 eröffnen.
Damit setzt das Unternehmen seinen Fokus auf wachstumsstärkere osteuropäische Märkte fort.
Für Anleger ist das strategisch relevant, weil dort:
- der DIY-Markt oft noch weniger konsolidiert ist
- Nachholpotenzial besteht
- Modernisierung und Infrastrukturinvestitionen zunehmen
HORNBACH positioniert sich damit frühzeitig in neuen Wachstumsmärkten.
Prognose bleibt vorsichtig – trotz solidem Start
Für 2026/27 bleibt das Management dennoch vorsichtig.
Der Konzern erwartet:
- Umsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau
- bereinigtes EBIT etwa auf Vorjahresniveau
Als Belastungsfaktoren nennt HORNBACH weiterhin:
- geopolitische Unsicherheiten
- mögliche Kostensteigerungen
- Tarifverhandlungen
- volatile Konsumstimmung
Trotzdem klingt zwischen den Zeilen ein gewisser Optimismus durch. Vor allem die bislang gute Frühjahrssaison dürfte Hoffnung machen.
Anleger setzen auf Stabilität und Expansion
Die Investmentstory bei HORNBACH bleibt damit vergleichsweise defensiv – aber zunehmend spannend.
Der Konzern kombiniert aktuell mehrere Faktoren:
- stabile Dividendenpolitik
- wachsende Marktanteile
- starke Position im DIY-Sektor
- Digitalisierung und KI
- Osteuropa-Expansion
- robuste operative Margen
Gerade in unsicheren Marktphasen suchen viele Investoren nach Unternehmen mit genau dieser Mischung aus Stabilität und langfristigem Wachstumspotenzial.











