
HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS – Defenseaktien und kein Ende des Booms? Die deutschen Rüstungsaktien bewegen sich aktuell im Spannungsfeld zweier potentiell gewaltigen Kurstreibern.
Zum einen bietet die gestrige Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das Verteidigungsbudget für 2027 um 500 Milliarden US-Dollar auf 1,5 Billionen US-Dollar anheben zu wollen, auch für die deutschen Defensewerte neue Geschäftschancen. So könnten nicht nur die Kurse amerikansicher Rüstungswerte nach oben drängen. Also Augen auf, wenn der Börsenhandel auf diese Budgetbombe reagieren kann. Auch deutsche Titel wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt sollten profitieren können von dieser Nachricht.
HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS wichtiger denn je. Gerade bei den aktuell hochkommenden NATO-Austrittsdrohungen Trumps.
Zum anderen wächst in Europa die Einsicht, dass die transatlantische Sicherheitsarchitektur brüchiger geworden ist. Trump hat wiederholt mit einem NATO-Austritt der USA gedroht, zuletzt Ende März 2026 mit der Aussage, er ziehe einen Austritt „ernsthaft in Erwägung“. Sollte die Drohung wahr werden, wären die europäischen NATO-Partner gezwungen, ihre Verteidigungsanstrengungen drastisch zu erhöhen und auf europäische Anbieter zu fokussieren. Die EU hat bereits Initiativen gestartet, die ihren Mitgliedern zusätzliche Verteidigungsausgaben in Höhe von 800 Milliarden Euro ermöglichen sollen. So formulierte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas es Ende Januar 2026 unmissverständlich: „Keine Großmacht in der Geschichte hat ihr Überleben ausgelagert und überlebt„. NATO-Generalsekretär Mark Rutte forderte die Europäer auf, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP zu steigern, sollte die USA ihren Schutzschild einziehen. Diese strukturelle Verschiebung hin zu einer eigenständigeren europäischen Verteidigungsfähigkeit bietet deutschen Rüstungskonzernen ein historisches Wachstumspotenzial – unabhängig vom kurzfristigen Budgetimpuls aus Washington.
Wochenbericht KW 14 – Trump gibt es und Trump nimmt es. Wie weiter mit den Aktien? News.
HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS – starke Kursentwicklung diese Woche. Erst der Beginn?
Die Aktie des Sensorspezialisten Hensoldt notierte zuletzt auf Tradegate bei 81,85 EUR (2.04.2026, 22:00 Uhr) und legte von letzter Woche Freitag auf diese Woche kräftig zu: Von letzter Woche Freitag und 66,00 EUR ging es auf über 81,00 EUR am letzten Hnadlestag dieser Woche. Wow. Neben dem geopolitischen Rückenwind eher eine Fussnote die News dieser Woche:
Eröffnung eines neuen Service- und Innovationszentrums in der Ukraine Anfang März 2026. Und das Zentrum biete eine direkte Rückkopplung vom Gefechtsfeld in die Entwicklung und würden so die Wartungszyklen kritischer Systeme wie dem TRML-4D-Radar drastisch verkürzen. Dazu betonte diese Woche CEO Oliver Dörre, dass es nicht nur darum gehe, Systeme zu liefern, sondern sie im Einsatz zu halten, wofür es lokale Kompetenz, klare Prozesse und enge Abstimmung brauche. Wichtig und Basis für die positive Kursentwicklung neben dem Trump-Effekt: Das Unternehmen peilt für 2026 einen Konzernumsatz von rund 2,75 Milliarden EUR bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent an.
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HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS – Riesenauftragsbestand lässt hoffen.
Die Aktie des Antriebsspezialisten Renk zeigte sich im börslichen Handel diese Woche fester und legte auf 53,84 EUR (Tradegate, 2.04.2026, 22:00 Uhr) zu, nachdme es letzten Freitag noch 45,70 EUR auf der Kurstafel zu lesen gab. Dies geschah vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Kapitalmarktkommunikation nach einem kürzlichen Kursrutsch, der durch eine vorsichtige Jahresprognose ausgelöst worden war. Das Unternehmen kämpft derzeit mit einer Bewertungslücke, die von institutionellen Anlegern für Short-Wetten genutzt wird.
Mutares platziert kräftige Kapitalerhöhung. 100 Mio EUR in die Kasse, aber die erwartete Dividende würde direkt 50 Mio „fressen“…
Fundamental verzeichnete Renk für 2025 einen Umsatz von 1,37 Milliarden EUR und einen Auftragsbestand von 6,7 Milliarden EUR, plant für 2026 einen Umsatz von über 1,5 Milliarden EUR und schüttet eine erhöhte Dividende von 0,58 EUR je Aktie aus. Analysten sehen das Unternehmen gut positioniert, wobei die jüngste Auftragserteilung eines NATO-Mitgliedstaates über Panzergetriebe vom Typ HSWL 295 im Volumen von rund 157 Millionen EUR positiv bewertet wird. Die Auslieferung soll ab dem dritten Quartal 2026 beginnen und bis 2033 abgeschlossen sein. Und Vorstand Michael Masur betonte, dass das zugrundeliegende Kampfpanzerprogramm den Zugang zu weiteren internationalen Märkten eröffne.
HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS – Topdefensewert in Deutschland. Zu Wasser, in der Luft und an Land.
Der DAX-Konzern Rheinmetall führte am Mittwoch die Index-Gewinnerliste mit einem Plus von rund 9,5 % an und notierte zeitweise bei 1.582,00 EUR. Die Aktie erhielt Rückenwind durch die US-Investmentbank Goldman Sachs, die das Papier in ihre „Conviction List“ der aussichtsreichsten Aktien aufnahm, das Kursziel mit 2.300,00 EUR bestätigte und die Aktie mit „Buy“ bewertet. Während Goldman auf den strukturellen Aufrüstungszyklus in Europa setzt, zeigt sich die Citigroup vorsichtiger, und im Rahmen ihres Coverage gab es ein „Neutral“ und ein Kursziel von 1.480 ,00 EUR. Und man argumentiert mit einer nicht dauerhaft haltbaren Nachfrage im Bereich Waffen und Munition. Und natürlich gehen wohl derzeit 80% der Munitionsproduktion in die Ukraine, aber selbst wenn es dort endlich Frieden gäbe, die europäischne beständ emüssten die nächsten 10-15 Jahre wiederaufgefüllt werden. Danach? Die nächste Krise kommt leider bestimmt.
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Aktuell gilt: Die Quartalszahlen Anfang Mai werden nun als nächster wichtiger Impuls gesehen. Dazu die letzte News aus Düsseldorf: Ende März 2025 gab Rheinmetall eine strategische Partnerschaft mit Boeing Australia bekannt, um die MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft für die Bundeswehr bis 2029 anzubieten. Rheinmetall fungiert dabei als Systemmanager in Deutschland und sieht ein Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
HENSOLDT Renk Rheinmetall TKMS – Heil auf der See? Starke Auftragslage plus noch mehr…
Die TKMS-Aktie gehörte noch am Mittwoch zu den Gewinnern im MDAX und stieg um fast 15 %. Auch wenn es am Donnerstag etwas zurück ging – Tradegateschluss am Donnerstag bei 87,95 EUR – gegenüber dem Freitagsstand in der Vorwoche von rund 72,00 EUR ein kräftiges Plus. Und geholfen hat, dass die Citigroup die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft hatte. Analyst Charles Armitage begründete dies mit dem jüngsten Kursrückgang, der nun ausreichend Aufwärtspotenzial biete; das Kursziel liegt bei 100 EUR. Und das Unternehmen, das über einen imposanten Auftragsbestand von 18,7 Milliarden EUR verfügt, gilt als aussichtsreicher Bieter für das Fregattenprogramm F127 der Bundeswehr und einen kanadischen U-Boot-Auftrag.
Auch die letzte News weckte durchaus positive Gefühle bei den Anlegern: Ein Gemeinschaftsprojekt mit ST Engineering in Singapur unterstreicht zudem die strategische Ausrichtung im asiatisch-pazifischen Raum. Die Ende März 2026 unterzeichnete Absichtserklärung zur Errichtung eines gemeinsamen Service- und Wartungszentrums in Singapur vertieft die bestehende Partnerschaft und dient der langfristigen Sicherung der Einsatzbereitschaft der U-Boote vom Typ 218SG der Republic of Singapore Navy sowie anderer internationaler Betreiber von TKMS-U-Booten.
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