DATAGROUP hat sich im Vergabeverfahren den Betrieb der SAP-Systemlandschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) gesichert. Kern des Deals: Migration und langfristiger Betrieb in der DATAGROUP Enterprise Cloud (Frankfurt). Der Vertrag läuft fünf Jahre, das Volumen liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich – solide wiederkehrende Erlöse und planbare Auslastung für den IT-Dienstleister.
Cloud first: 100+ SAP-Systeme, 1,2 Mio. SAPS – im laufenden Betrieb
Bemerkenswert ist die Time-to-Cloud: Innerhalb von neun Monaten wurden rund 30 Systemlandschaften mit über 100 SAP-Systemen in ein hochverfügbares, auditkonformes Rechenzentrum überführt – ohne Downtime-Offensiven im Tagesgeschäft. Technischer Hebel: der Neuaufbau auf skalierbarer Cloud-Architektur und die Migration von Oracle auf SAP ASE. Ergebnis für HEIDELBERG: geringere Betriebskosten, höhere Performance und eine S/4HANA-ready-Basis für kommende Innovationswellen.
Warum das für Anleger zählt: Planbare Cashflows und Up-/Cross-Selling
Für DATAGROUP sind Enterprise-Mandate mit Cloudbetrieb ein Margenanker – Infrastruktur + Managed Services + SAP-Weiterentwicklung. Mit dem S/4HANA-Pfad sind zusätzliche Transformations- und Applikationsprojekte realistisch (Brownfield/Greenfield, Fiori, Analytics, Security). Das spricht für höhere Wallet-Share im Zeitverlauf. Dass die Migration im laufenden Betrieb gelang, ist eine saubere Referenz-Story – wertvoll in Ausschreibungen gegen Wettbewerber aus dem gehobenen Mittelstand und Enterprise-Segment.
Strategische Einordnung: Stärkerer Footprint im Industrie-Backbone
HEIDELBERG steht für 175 Jahre Maschinenbau – komplexe Order-to-Cash-, Service- und Ersatzteilprozesse, global verteilt. Wer hier stabilen SAP-Betrieb liefert, zeigt nicht nur Tech-Kompetenz, sondern Prozessverständnis. Für DATAGROUP ist das ein Türöffner in Fertigungsbranchen, in denen Verfügbarkeit, Auditfähigkeit und Skalierbarkeit kaufentscheidend sind. Im direkten Vergleich zu Systemhäusern, die primär Projektgeschäft machen, zahlt der Fünfjahresvertrag auf Visibilität und Resilienz ein.
Chancen & Risiken: Skalierbare Plattform vs. Projektlastigkeit
Chancen: Fortlaufende Optimierungen (Automatisierung, Security, Monitoring), S/4HANA-Transition, sowie Managed Application Services erhöhen ARR/Margenmix. Die Frankfurter Cloud liefert Latenz- und Compliance-Vorteile (Audit/GoBD/ISO), was in regulierten Umfeldern punktet.
Risiken: Projektlastigkeit in frühen Phasen (Hypercare), Lizenz-/Datenbank-Feintuning, sowie Ressourcenbindung bei parallelen S/4-Roadmaps anderer Kunden. Execution bleibt der Schlüssel – die gelungene Migration ist allerdings ein starkes Indiz.
Fazit: Der HEIDELBERG-Deal unterstreicht DATAGROUPs Enterprise-SAP-DNA und schafft wiederkehrende Erlöse mit Upside aus S/4HANA-Folgeleistungen. Für Investoren ist das ein Baustein in Richtung stabilerer Margen und höherer Planbarkeit – genau das, was der Markt in einem anspruchsvollen IT-Services-Umfeld honoriert.












