Circus zündet die nächste Wachstumsstufe: Das KI-Robotik-Unternehmen bietet seine autonomen Robots künftig auch im Leasingmodell an – in Zusammenarbeit mit der MMV Leasing GmbH, einem Unternehmen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
Für potenzielle Kunden ist das ein echter Gamechanger: Statt hoher Anfangsinvestitionen werden die KI-Robotik-Systeme über flexible Raten finanzierbar. Gerade in Branchen mit engen Margen – etwa Gastronomie, Catering, Kantinen oder Foodservice – kann das darüber entscheiden, ob ein Projekt überhaupt genehmigt wird.
CEO und Gründer Nikolas Bullwinkel bringt es auf den Punkt: Die Kooperation sei ein „entscheidender Wachstumsbeschleuniger“ und ein Schritt, um die Systeme von Circus als „neuen Industriestandard“ zu etablieren. Übersetzt: Circus will aus der spannenden Tech-Story ein skalierbares Standardprodukt machen – und Finanzierung war bisher einer der zentralen Bremsklötze.
LBBW-Tochter als Partner: Vertrauensbonus für ein Small Cap
Spannend ist auch die Wahl des Finanzierungspartners: Mit der MMV Leasing GmbH holt sich Circus keinen Nischenplayer, sondern eine etablierte Leasinggesellschaft mit starkem Bankhintergrund – LBBW steht für Bilanzstärke und konservative Kreditkultur.
MMV-Vertriebsleiter Kay Kalter sieht den Deal klar strategisch: Der Markt für autonome Robotik und KI-Systeme stehe vor einem „exponentiellen Wachstum“, und man wolle sich frühzeitig in diesem Zukunftsmarkt positionieren. Für Circus ist das doppelt wertvoll:
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Validierung durch einen konservativen Finanzierer – das reduziert für Kunden den „Start-up-Risiko“-Effekt.
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Skalierbare Finanzierungsschiene – je mehr Leasingvolumen MMV bereitstellt, desto schneller kann Circus ausrollen.
Gerade für ein börsennotiertes, noch relativ junges Unternehmen ist es ein starkes Signal, wenn eine Bankengruppe wie die LBBW über ihre Leasingtochter mit an Bord kommt.
Robot-as-a-Service: Circus spielt die klassische SaaS-Logik in der Hardware
Strategisch ist der Schritt Teil eines größeren Trends: Capex wird zu Opex. Statt teurer Einmalinvestitionen in Robotik-Systeme werden nutzungsnahe, laufende Zahlungen bevorzugt – ähnlich wie bei Software-Abos im SaaS-Bereich.
Für Circus ergeben sich daraus mehrere Vorteile:
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Schnellere Verkaufszyklen: Geringere Einstiegshürden beschleunigen Entscheidungsprozesse.
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Planbare Erlösströme: Regelmäßige Leasing- und Servicezahlungen können zu wiederkehrenden Umsätzen führen.
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Stärkere Kundenbindung: Wer über Leasing finanziert und gleichzeitig Service- und Softwareupdates bezieht, bleibt länger im System.
Für viele Kunden wiederum reduziert sich das Risiko: Statt auf einen Schlag hohe Beträge zu investieren, lassen sich Projekte testen, skalieren und bei Erfolg ausbauen – ohne die Bilanz unnötig aufzublähen.
Ab Q1 2026 wird es ernst – was Anleger jetzt wissen sollten
Die ersten Leasing- und Finanzierungsverträge aus der Kooperation sollen bereits im ersten Quartal 2026 wirksam werden. Für Investoren in die Circus-Aktie ist das ein klarer Zeitpunkt, auf den es sich zu achten lohnt:
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Kommen ab Q1 2026 sichtbare Effekte im Auftragseingang?
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Lassen sich größere Deals umsetzen, die ohne Leasing kaum möglich gewesen wären?
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Wie entwickelt sich die Mischung aus klassischem Verkauf, Leasing und wiederkehrenden Erlösen?
Wichtig: Leasing bedeutet nicht automatisch höhere Margen – je nach Struktur können Rabatte, Zinsen und Servicekomponenten die Marge verschieben. Entscheidend wird sein, ob Circus über Volumen, Effizienz und Up-Selling (z. B. Zusatzmodule, Software, Wartung) die Profitabilität langfristig steigern kann.
Fest steht: Mit der MMV-Partnerschaft hat Circus einen wichtigen Knoten im Geschäftsmodell gelöst. Die Technologie stand nie infrage – aber ihr Zugang für Kunden schon. Wenn das Leasingmodell greift, könnte aus der KI-Robotik-Story ein deutlich skalierbareres Geschäftsmodell werden. Ab 2026 zeigt sich, ob der Markt diese Chance nutzt.















