Der Kraftwerks- und KWK-Spezialist 2G Energy AG hat sich den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte gesichert – und springt damit endgültig auf den globalen KI- und Rechenzentrumsboom auf.
Ein nordamerikanischer Kunde hat containerisierte Kraftwerke im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich bestellt. Das Besondere: Der Auftrag soll nicht nur die Umsätze in den kommenden Jahren massiv antreiben, sondern könnte zugleich der Startschuss für eine völlig neue Wachstumsdimension im Bereich Data-Center-Infrastruktur sein.
Größter Auftrag der Firmengeschichte
Die Bestellung umfasst eine große Anzahl containerisierter Kraftwerke inklusive Inbetriebnahme vor Ort. Namen nennt 2G Energy aufgrund einer Vertraulichkeitsvereinbarung zwar nicht, doch die Dimension des Auftrags spricht für sich.
Der Auftrag ist laut Unternehmen der größte Einzelauftrag seit Bestehen der Gesellschaft.
Die ersten Auslieferungen sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Der Großteil der Lieferungen und Installationen wird jedoch erst 2027 umsatzwirksam.
Damit wird der Auftrag zu einem zentralen Wachstumstreiber der kommenden Jahre.
KI-Rechenzentren sorgen für Milliardenmarkt
Für Anleger besonders spannend: Der Auftrag stammt aus dem Data-Center-Sektor – einem Markt, der aktuell weltweit explodiert.
Der massive Ausbau von KI-Anwendungen, Cloud-Infrastruktur und Hochleistungsrechenzentren führt zu einem rasant steigenden Energiebedarf. Genau hier positioniert sich 2G mit seinen containerisierten Kraftwerkslösungen als Infrastrukturpartner für moderne Rechenzentren.
Immer mehr Betreiber setzen auf dezentrale, hochverfügbare Energieversorgungslösungen, um die enormen Strombedarfe von KI-Rechenzentren abzusichern.
Mit über 10.000 installierten Anlagen verfügt 2G bereits über eine breite technologische Basis und hohe Betriebserfahrung – ein klarer Vorteil in einem Markt, in dem Versorgungssicherheit zunehmend entscheidend wird.
Umsatzprognose steigt – 2027 könnte zum Rekordjahr werden
Die Folgen des Großauftrags zeigen sich bereits in den Prognosen.
Für 2026 erwartet der Vorstand nun Umsätze am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne von bis zu 490 Millionen Euro. Noch spannender dürfte jedoch der Ausblick auf 2027 sein.
Hier rechnet das Management mit einem Umsatzsprung von rund 20 % auf bis zu 620 Millionen Euro. Gleichzeitig soll die EBIT-Marge auf über 11 % steigen.
Damit signalisiert 2G klar: Das Data-Center-Geschäft könnte sich zu einem neuen Wachstumsmotor entwickeln.
Weitere Großaufträge bereits in Verhandlung
Besonders bemerkenswert ist zudem der Hinweis des Unternehmens, dass bereits Gespräche über weitere Projekte im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich laufen.
Sollte 2G tatsächlich weitere Großaufträge aus dem KI- und Rechenzentrumsmarkt gewinnen, könnte sich die Wahrnehmung der Aktie am Kapitalmarkt deutlich verändern.
Bislang wurde 2G vor allem als klassischer KWK- und Energieeffizienz-Spezialist wahrgenommen. Mit dem Einstieg in den boomenden Data-Center-Markt eröffnet sich nun jedoch eine neue Wachstumsstory mit internationalem Skalierungspotenzial.
Infrastruktur für KI wird zum Börsenthema
Der Markt rund um KI-Infrastruktur entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Investmentthemen weltweit. Neben Halbleitern und Rechenzentren rückt nun auch die Energieversorgung dieser Anlagen stärker in den Fokus.
Denn moderne KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen stabil verfügbarer Energie – und genau dort könnte 2G künftig eine Schlüsselrolle spielen.
Für Nebenwerte-Investoren könnte die Aktie deshalb zunehmend interessant werden, insbesondere wenn sich die neuen Großaufträge in den kommenden Quartalen weiter konkretisieren.















