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tecdax news nebenwerte magazin10.01.2020 - Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) kann einen Auftrag aus dem Vorjahr wesentlich upgraden: aus 4MW-Anlagen werden 5MW, Beweis für die Wettbewerbsvorteile der neuen Produkte. Der schwedische Entwickler OX2 setzt für seinen 286-MW-Windpark "Åndberg" erstmals auf Nordex-Turbinen der 5-MW-Klasse. Die Nordex Group hatte diesen 53 Anlagen umfassenden Auftrag bereits 2019 als Auftragseingang gebucht, damals noch unter der Maßgabe, dass hier N149/4.0-4.5 Turbinen der 4-MW-Klasse zum Einsatz kommen. Die Kunden und Nordex haben im Dezember 2019 einen Vertrag über den Einsatz noch leistungsstärkerer Turbinen im Windpark "Åndberg" unterzeichnet. Damit ist "Åndberg" jetzt der erste Windpark, bei dem die erst im März 2019 vorgestellte N149/5.X-Turbine zum Zuge kommt.

Simo Santavirta, Leiter Asset Management bei Ardian Infrastructure, sagt: "Diese neuen Turbinen beruhen auf innovativem Engineering mit beeindruckender Leistung, Flexibilität und Effizienz. Wir sind immer bestrebt, die besten technologischen Lösungen in unseren Projekten einzusetzen, und diese Turbinen sind ein gutes Beispiel dafür".

Paul Stormoen, CEO von OX2: "Wir haben eine langjährige Geschäftsbeziehung zu Nordex und freuen uns, dass Nordex kontinuierlich wettbewerbsfähige Turbinen für den wachsenden nordischen Markt entwickelt".

"Wir freuen uns, dass sich OX2 erneut für unsere Windenergieanlagen entschieden hat", sagt Patxi Landa, Vertriebsvorstand der Nordex Group. "Die N149/5.X basiert technologisch auf dem Anlagentyp N149/4.0-4.5 der Delta4000-Serie. Die N149/5.X kann je nach Projektanforderungen genauso flexibel in unterschiedlichen Betriebsmodi betrieben werden - jetzt allerdings im 5+ MW-Leistungsbereich".

Das Projekt

"Åndberg" wird derzeit in der Provinz Härjedalen in der Nähe von Lillhärdal in Westschweden gebaut. Der Windpark wurde im Februar 2019 an Ardian, eine führende internationale private Investmentgesellschaft, verkauft und ist Teil ihrer nordischen Investitionsplattform für nachhaltige Energie, eNordic. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2021 wird "Åndberg" jährlich mehr als 800 GWh sauberen Strom liefern und ist damit einer der größten Windparks Schwedens. Der Entwickler OX2 liefert den Windpark im Rahmen eines Engineering- und Bauabkommens (EPC) mit Ardian.

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Analysten bevorzugen andere

Während das Goldman Sachs - Analyse-Update bei Siemens-Gamesa Renewables SA (ISIN:ES0143416115) zu einem klaren BUY kommt - das Kursziel hob der Analyst auf 15,80 EUR an bei einem aktuellen Kurs von 14,99 EUR. HEUTE wurde übrigens mitgeteilt, dass Siemens Gamesa das Servicegeschäft für Onshorewindanlagen der Senvion SE in europa übernimmt. Auch Vestas (ISIN: DK0010268606) kommt bei dem gleichen Analysten mit einem BUY und einem erhöhten Kursziel von 710 DKK gut weg (aktuell 641 DKK, 85,54 EUR). ABER bei Nordex kommt er nur zu einem NEUTRAL, das neue Kursziel iiegt mit 11,70 EUR fast exakt beim aktuellen Kursniveau von 11,71 EUR

Die Wettbewerber werden also besser eingestuft, während Nordex sich auf Onshore-Windanlagen fokussiert hat, bieten die beiden Wettbewerber auch und das sehr erfolgreich Offshore-Windanlagen an. Der Markt für diese "günstigsten" Windanlagen ist immens im Wachstum begriffen, gerade erst gestern konnte Siemens Gamesa einen Erfolg für Offshore-Anlagen in den USA melden. Offshore Anlagen treffen weniger auf die Ressentiments der Anwohner, die nicht nur in Deutschland mittlerweile neue Onshoreanlagen erschweren. Definitiv ein Manko für Nordex und die zukünftige Entwicklung.

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Hier könnte der niederländische Auftrag im Dezember ein Fanal sein: "Die Voraussetzung für den Zuschlag des 172-MW-Auftrags war, dass die Höhe der Emission elektromagnetischer Strahlung der Turbinen im Park auf ein festgelegtes absolutes Minimum reduziert wird. Um dies sicherzustellen, hat die Nordex Group im Sommer 2019 eine extrem strahlungsarme Version der bewährten N131-Turbine entwickelt und im Sommer 2019 am Standort errichtet. Vor Ort hat ASTRON mit den LOFAR-Antennen und eigener Technologie in einem äußerst aufwendigen Messverfahren die sehr geringe elektromagnetische Strahlung der Anlage bestätigt. So erhielt Nordex den Auftrag im Dezember 2019 für die weiteren 44 N131/3900."

Das wird der Analyst von Goldman wahrscheinlich nicht berücksichtigt haben...

Und die Q3-Zahlen waren eigentlich gut, aber die Marge ist mau

Nordex erzielte in den ersten neun Monaten 2019 einen Konzernumsatz von 1.943,0 Mio. EUR (9M/2018: 1.772,9 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern lag bei 60,2 Mio. EUR (9M/2018: 71,4 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,1 Prozent (9M/2018: 4,0 Prozent). Damit verläuft die Geschäftsentwicklung der Nordex Group in den ersten neun Monaten gemäß den Erwartungen des Unternehmens, wobei sich das dritte Quartal 2019 - wie erwartet - deutlich besser als die beiden Vorquartale gezeigt hat. Für das vierte Quartal 2019 geht das Unternehmen von einer weiter ansteigenden Geschäftsentwicklung aus und bestätigt hiermit seine Prognose für 2019. Es wird ein Konzernumsatz von 3,2 bis 3,5 Mrd. EUR, eine EBITDA-Marge von 3,0 bis 5,0 Prozent, Investitionen von rund EUR 160 Mio. und eine auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote von unter 2 Prozent erwartet.

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Investitionen in die Fertigungskapazitäten erhöht

Die Nordex Group hat ihre Investitionen von 60,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 100,9 Mio. EUR erhöht. Mit 80,9 Mio. EUR entfiel der Großteil dieser Investitionen auf zusätzliche Fertigungskapazitäten, vor allem für Rotorblätter. Diese Investitionen sind die Folge des anhaltend guten Auftragsmomentums der neuen Delta4000-Plattform und sollen das profitable Wachstum 2020 und darüber hinaus unterstützen.

Operative Entwicklung

In den ersten neun Monaten 2019 konnte die Nordex Group ihren Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Service) von 3.070,4 MW auf 4.741,8 MW steigern; dies entspricht einem Wert von 3.313,5 Mio. EUR (9M/2018: 2.342,5 Mio. EUR). Davon entfielen 45 Prozent auf Europa, 34 Prozent auf Nordamerika, 18 Prozent auf Lateinamerika und 3 Prozent auf die Region Rest der Welt. Per Ende September 2019 hatte die Nordex Group einen Auftragsbestand von 8,1 Mrd. EUR (9M/2018: 5,3 Mrd. EUR), davon entfielen 5,6 Mrd. Euro (9M/2018: 3,1 Mrd. EUR) auf das Segment Projekte und 2,5 Mrd. EUR (9M/2018: 2,2 Mrd. EUR) auf das Segment Service.

erfolgsgeheimnisse 2020

Die Produktionsleistung der Nordex Group hat aufgrund des geplanten Anstiegs bei den Installationen erneut weiter zugenommen. In der Turbinenmontage erhöhte das Unternehmen seine Produktion um 78 Prozent von 1.736 MW im Vorjahr auf 3.095 MW in den ersten drei Quartalen dieses Jahres. Die Nordex Group produzierte 1.093 Rotorblätter, nach 648 zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Dabei erfolgt die Produktion der Nordex Group stets abgestimmt auf die mit den Projekten verbundenen Lieferverpflichtungen.

In den ersten drei Quartalen 2019 installierte die Nordex Group insgesamt 476 Windenergieanlagen in 16 Ländern mit einer Gesamtleistung von 1.565 MW (9M/2018: 1.719 MW). Auf Europa entfielen rund 47 Prozent der Installationen, auf die außereuropäischen Märkte 53 Prozent. Aus diesen Installationen ergaben sich im Berichtszeitraum im Segment Projekte Umsatzerlöse in Höhe von 1.658,4 Mio. EUR (9M/2018: 1.517,0 Mio. EUR). Im Segment Service erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten um 11,1 Prozent auf 287,1 Mio. EUR (9M/2018: 258,4 Mio. EUR) und stieg so stetig weiter.

José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Nordex Group, sagte anlässlich der 9-Monats-Zahlen: "Die Geschäftsentwicklung der Nordex Group 2019 verläuft entsprechend unseren Erwartungen, mit einem deutlich stärkeren zweiten Halbjahr. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019. Weiterhin sehr gut ist die Nachfrage nach unserer neuen Produktserie Delta4000. Nun ist es für uns sehr wichtig, zum einen die hohe Anzahl an Projekten effizient abzuwickeln und zum anderen die Transformation unserer Lieferkette weiter voranzutreiben."

Aktuell (10.01.2019 / 07:31 Uhr) notieren die Aktien der Nordex SE im Frankfurter-Handel zum Handelsschluss gestern mit kräftigem Plus bei 11,97 EUR - und Kursziel bei Goldman ist 11,70 EUR, wäre relativ wenig Luft..


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  • ISIN: DE000A0D6554

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